Vitamin C, am besten in natürlicher Form eingenommen, hat eine beinahe universelle Anwendung bei fast allen Erkrankungen - ganz besonders beim Diabetiker! (@-Subbotina-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Vitamin C, am besten in natürlicher Form eingenommen, hat eine beinahe universelle Anwendung bei fast allen Erkrankungen – ganz besonders beim Diabetiker! (@-Subbotina-Depositphotos)

Als Diabetiker, Typ 1 oder 2, müssen Sie zwingend auf Ihre Ernährung achten. Logisch. Sie wissen sicherlich, was Ihnen blüht, wenn Sie dem nicht folgen. Falls Sie das nicht wissen, habe das weiter unten noch einmal zusammengeschrieben.

Eine neuere Studie verstärkt nun das Argument, dass ich immer gerne in meiner Naturheilpraxis vorbringe: täglich eine ganze Bio-Zitrone, also samt Schale zu sich zu nehmen.

Bisher sprachen dafür:

  • Zitronen sind reich an Vitamin C. Und Vitamin C schützt den Diabetiker vor den langfristigen Folgen des Diabetes, indem es die Blutwerte verbessert, vor allem das so kritische Hb1Ac[1].
  • Zitronen entgiften. Zum einen indirekt wieder über das Vitamin C, aber auch die Schale ist ein sehr guter Chelator (Bindner) für .

Nun kommt ein weiterer Grund ein neuer Aspekt hinzu.

Inhaltsstoffe in der Zitronenschale, sogenannter , haben ebenfalls einen anti-diabetischen Effekt[2]. Man untersuchte dies an Ratten im Labor. Allerdings ist es durchaus plausibel, dass sich dieser Ergebnisse auf den Menschen anwenden lassen.

Nach 4 wöchiger Einnahme des Zitruspektins hatte folgende Werte deutlich verbessert:

  • Nüchternblutzucker
  • Glukosetoleranz
  • Blutfettwerte wie Triglyzeride, LDL und HDL Cholesterin
  • Insulinresistenz

Also haben wir drei gute Gründe für mindestens eine ganze Zitrone am Tag.

Pektine sind….

Apfeltrester ist ebenfalls besonders reich an Pektinen. (©-Printemps-Fotolia) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Apfeltrester ist ebenfalls besonders reich an Pektinen. (©-Printemps-Fotolia)

Pektine sind eine spezielle Form der wasserlöslichen Ballaststoffe[3], also jener Stoffe, die nicht in Energie umgewandelt werden wie Eiweisse (Proteine), Fette und Kohlenhydrate oder uns mit Nährstoffen versorgen. Sie bestehen aus sogenannten Galaktonsäureketten[4].

Pektine kommen grundsätzlich in allen festeren Pflanzenteilen wie Blättern, Stängel und selbst Blüten vor. Dort regulieren sie den Wasserhaushalt und übernehmen auch eine festigende Funktion. Natürlich ist die Pektinzusammensetzung von Pflanze zu Pflanze verschieden und unterschiedlich hoch. Den höchsten Anteil an Pektinen weisen Apfeltrester und Zitronenschalen auf.

Pektine besitzen die besondere Eigenschaft, eine dreidimensionale Netzstruktur auszubilden und zu gelieren. D. h. in wässriger Lösung gehen Sie vom Sol- in den Gelzustand über[4]. Sie helfen bei Durchfall-Magen-Darm-Geschwüren und auch in Wundbehandlung aufgrund ihrer blutstillenden Eigenschaften.

– zuckersüss aber gefährlich!

Ganz besonders beim Diabetes mellitus gilt: von nix kommt nix. ( @-yoka66-Depositphotos - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Ganz besonders beim Diabetes mellitus gilt: von nix kommt nix. ( @-yoka66-Depositphotos

Diabetes mellitus wird als Zuckerkrankheit bezeichnet. Es handelt sich um eine chronische Störung des Glukosestoffwechsel mit in der Regel dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel durch Insulinmangel oder verminderte Reaktionsfähigkeit (reduzierte Insulinsensitivität).

Den Namen hat des Diabetes mellitus stammt von dem glukosehaltigen, „honigsüßen“ (mellitus) Urin. Glukose ist osmotisch wirksam, d. h.  es kommt dadurch zu einem Anstieg der Wasserausscheidung (osmotische Diurese). Und somit trinken Patienten mit Diabetes mellitus sehr viel, ohne dass es dafür offensichtliche Gründe gibt – ein typischer Verdachtsmoment für den Therapeuten. Gemeinsames Leitsymptom bei unbehandelten Patienten ist die chronische Hyperglykämie (erhöhte Blutzuckerwerte).

[bctt tweet=“Diabetes mellitus: von nix kommt nix!“ username=“Heilpraktiker_H“]

Verschiedene Diabetes-Formen

Im wesentlichen werden folgende Diabetes-Formen unterschieden [5]:

  • Type 1 Diabetes (absoluter Insulinmangel)
  • Typ 2 Diabetes (relativer Insulinmangel)
  • andere spezifische Diabetesformen z. B. als Folge von genetischen Defekten, von Infektionen, medikamentös verursacht usw.
  • Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

Ursachen und Verbreitung des Diabetes Type 2

In der Bundesrepublik Deutschland schätzt man die Diabeteshäufigkeit auf annähernd 8%, mit steigender Tendenz. Über 90 % der Diabetiker sind Typ–2-Diabetiker. [5]
Eine der Hauptursachen für den Typ–2-Diabetes ist die Fettleibigkeit, die mit chronisch erhöhter Insulinausscheidung einhergeht, was dann zu einer zunehmenden Insulinresistenz der Zellen führt, d. h. die Zellen können keiner weiteren Zucker aufnehmen.

Typische Diabetes Symptome

Häufig wird ein Diabetes Typ 2 eher als Zufalldiagnose entdeckt. Typische Symptome, die darauf hindeuten können, sind:

Diabetes Labordiagnostik

Im Labor werden beim Diabetes verschiedene Laborwerte aus Urin und Blut untersucht[5] und bei einem manifesten (ausgeprägten) Diabetes werden einige dieser Werte über die Zeit hin immer wieder kontrolliert:

  • Nüchternblutzucker
  • im Blut
  • C-Peptid Bestimmung (als Maß für die noch vorhandene Insulinproduktion)
  • Hb1Ac (hervorragender Masstab für die durchschnittliche Glukosekonzentration)

Kurzfristige Diabetes Komplikationen

Ein Diabetes kann diverse äusserst gefährlich Komplikationen mit sich bringen. Akut und lebensbedrohend können zwei Komplikationen werden:

  • Coma diabeticum (diabetisches Koma): hier sind die Blutzuckerwerte immer deutlich erhöht
  • hypoglykämischer Schock: hier sinken die Blutzuckerwerte unter einen kritischen Grenzwert und die Betroffenen verlieren das Bewusstsein

Langfristige Diabetes Komplikationen

Langristig kann es jedoch zu ebenso gefährlich wie „unangenehmen“ Nebenwirkungen kommen. Diese sind dem Diabetes Kranken meist in den Anfangsjahren nicht so präsent und werden ignoriert auf Kosten eines späteren Wohlbefinden. Zu diesen gravierenden Nebenwirkungen zählen:

[bctt tweet=“Diabetiker sterben langsam und 'scheibchenweise'“ username=“Heilpraktiker_H“]

  • diabetische Retino- / Makulopathie (Krankhafte Veränderung des Augeninneren, führt zur Erblindung)
  • diabetische Nephropathie (Nierenschädigung bis hin zur Dialysepflicht)
  • Diabetische mit den betroffenen Organen:
    • Herz-Kreislauf z. B. mit stummen Herzinfarkten, Herzrhytmusstörungen usw.
    • Verdauungstrakt z. B. Völle-/Druckgefühl, Schluckstörungen
    • Urogenitalsystem mit erektiler Dysfunktion (keine Erektion), Blasenschwäche
    • Augen
    • Haut
    • Knochen
  • diabetische Fuss-Syndrom (Wunden an den Füssen arten in schwerste Infektionen aus=
  • Herzinfarkte
  • Schlaganfall
  • periphere arterielle Gefässverschluss (Schaufensterkrankheit)

 

Literaturquellen – Forschungsquellen

  1. Alam, M. A., Subhan, N., Rahman, M. M., Uddin, S. J., Reza, H. M., & Sarker, S. D. (2014). Effect of citrus flavonoids, naringin and naringenin, on metabolic syndrome and their mechanisms of action. Adv Nutr, 5(4), 404–417. doi:10.3945/an.113.005603 http://advances.nutrition.org/content/5/4/404.long
  2. Liu, Y., Dong, M., Yang, Z., & Pan, S. (2016). Anti-diabetic effect of citrus pectin in diabetic rats and potential mechanism via PI3K/Akt signaling pathway. Int J Biol Macromol, 89, 484–488. doi:10.1016/j.ijbiomac.2016.05.015 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27164497
  3. Es gibt natürlich auch wasserunlösliche Ballaststoffe wie Cellulosen und Lignin.  ?
  4.   Bühring, U., Girsch, M., & Karl F. Haug Verlag. (2016). Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde: Grundlagen, Anwendung, Therapie ; 22 Tabellen. Stuttgart: Karl F. Haug Verlag.   http://amzn.to/1E7TVlT
  5. Arastéh, K., & Baenkler, H.-W. (2013). Innere Medizin (3., überarb. Aufl. ed.). Stuttgart [u.a.]: Thieme.  http://amzn.to/2dBb4zQ

Verwandte Artikel