Wechseljahre sind eine Pase des Wandels und der Reifung. (@-AlvarraCrazy-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Wechseljahre sind eine Pase des Wandels und der Reifung. (@-AlvarraCrazy-Depositphotos)

Die Menopause ist der Zeitraum, ab dem die Frau nicht mehr fruchtbar ist, das heisst sie hat keinen Eisprung mehr. Für viele Frauen ist diese Umstellung, die auch durch Medikamente künstlich hervorgerufen werden kann, eine schwere Zeit. Ein Teil der Probleme macht Verlust der Fruchtbarkeit aus, einen anderen Teil machen bestimmte Begleitsymptome aus wie Hitzewallungen, Nachtschweiss und eine Zunahme des Osteoporoserisikos.

In einer aktuellen Studie haben Forscher in einer randomisierten, doppelblinden und Plazebo-kontrollierten Studie chinensis auf seine Effektivität bei menopausalen Symptomen untersucht.

Sie untersuchten 36 Frauen im Alter von 40 bis 70 Jahren. Die Intensität Ihrer versuchte man über einen sogenannten Kuppermann Index vergleichbar und messbar zu machen. Der Kuppermann Index ist ein Fragebogen, indem diverse abgefragt und auf einer Skala bewertet werden.

Wechseljahresbeschwerden mit Schisandra behandeln

Nach dem Ablauf des Untersuchungszeit hatten die Beschwerden der Gruppe Frau deutlich abgenommen. Die Forscher schreiben selbst, dass Schisandra chinensis eine „sichere und wirksame ergänzende Medizin für Wechslejahresbeschwerden, vor allem für Hitzewallungen, Schwitzen und Herzklopfen ist“.

Wenn Sie darunter leiden, vielleicht versuchen Sie es doch mal mit Schisandra!
Welche Erfahrungen haben Sie gewonnen?
Schreiben Sie mir!

 

Schisandra: ein chinesisches Adaptogen

Schisandra Beeren werden in der Chinesischen Medizin vor allem zur Stärkungen eingesetzt. (@-alex9500-Depositphotos)

Schisandra Beeren werden in der Chinesischen Medizin vor allem zur Stärkungen eingesetzt. (@-alex9500-Depositphotos)

Schisandra steht für die Chinabeere oder Chinesisches Spaltkölbchen (Schisandra chinensis, chinesisch Wu-Wei-Zi). Es ist eine blühende Rebe, die in Nordchina und Teilen von Russland im Fernen Osten wächst. Die Beeren der Laubbäume, deren chinesischer Name buchstäblich in “fünf Aroma-Beeren” übersetzt wird, werden als Volksmedizin verwendet. Ob getrocknet und gegessen oder in einen Tee gebraut, Schisandra wurde für viele Krankheiten verschrieben, da es das Qi anregt.

Die Schisandra ist eine Kletterpflanze mit eirunden, spitzen Blättern. Sie erreicht eine Höhe von ca. 8 m. Sie ist eine zweihäusige Pflanze. Erst im späten Frühjahr bildet Schisandra weiße bis cremefarbene duftende Blüten. Bei den weiblichen Pflanzen bilden sich daraus dann die roten aromatischen Früchte.

Schisandra (Wu Wei Zi) Inhaltsstoffe und Wirkungen

Schisandra enthält neben Vitamin C, Lignane, darunter Schisandrin, Schisandrine A-C, Schizabdrols, Schisantherine und Gomisin A. Ferner sind enthalten: ätherisches Öle, Äpfelsäure, Weinsäure, Nigrano und Zitronensäuren, Harze, Pektin, Vitamine A und E, Niacin, Beta-Carotin, Sterine, Tannine und mehrere Mineralien.[1]

Schisandra chinensis wirkt antioxidativ, regenerativ, leberschützend, gerinnungshemmend[1], antientzündlich[1] und nervenzellschützend (neuroprotektiv). Schisandra-Beeren stimulieren die Aktivität des zentralen Nervensystems leicht und erzeugen gleichzeitig einen ruhigen, fokussierten Geisteszustand.

Schisandra: für viele Erkrankungen anwendbar

Schisandra Beeren haben eine breiten Anwendungsbereich in der Naturheilkunde. (©-Alexander-Raths-Fotolia.com) - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Schisandra Beeren haben eine breiten Anwendungsbereich in der Naturheilkunde. (©Alexander-Raths-Fotolia.com)

Schisandra fällt in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) in die Kategorie Adaptogen, da es für viele Krankheiten genutzt werden kann. Es kann oder wurde eingesetzt bei:

(Schizandra bei Amazon oder Schizandra-Kapseln (Fairvital))

Schisandra ist ein wichtiges pflanzliches Heilmittel, welches den gesamten Organismus stimuliert. Es hilft, den Körper jung zu erhalten. Schisandra ist eines der beliebtesten pflanzlichen Sex-Stimulans, welches sowohl von Männern wie auch von Frauen in China genommen wird.

In den chinesischen Rezepturen taucht Schisandra oft auf bei geschwächtem Qi auf, zum Beispiel in der Mischung Sheng MaiSan „Pulver, das den Puls erzeugt“[4]. Darin enthalten sind neben Schisandra noch Ginseng und die Schlangenbartwurzel (Ophiopogonis, chinesisch Mai Men Dong). Diese Mischung wird angewendet, um das Qi zu stärken, Körperflüssigkeiten zu bilden und deren unnötigen Verlust zu verhindern sowie zur Unterbindung exzessivem Schwitzens.

Wechseljahre und

Wechseljahre können eine Zeit der Reifung sein. (@-photography33-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Wechseljahre können eine Zeit der Reifung sein. (@-photography33-Depositphotos)

Jede Frau durchläuft mehrere Zyklus bis sie irgendwann ein ehrwürdiges Alter erreicht. Die Menopause ist hier bei ein der Wechseljahre und wird manchmal auch fälschlicherweise damit gleichgesetzt. Doch die Menopause bezeichnet zunächst einmal nur den Zeitpunkt der letzten Regelblutung (Menstruationsblutung).

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, hingegen bezeichnen einen Zeitraum, der sich um die Menopause herum ansiedelt. Denn die Auswirkungen der Hormonveränderungen treten nicht pünktlich mit der Menopause ein, so als würde man einen Lichtschalter umlegen. Vielmehr ist ein Prozess, der eine ganze Weile vor der Menopause beginnt und sich viele Jahre über die Menopause hinaus erstreckt. Man unterscheidet hier vier Phase:

  • Prämenopause: Dieses Phase ordnet sich meist 3 – 10 Jahre vor der Menopause ein und zeichnet sich durch unregelmäßige und zum Teil ausbleibende Regelblutungen aus. Es können auch schon leichte Wechseljahresbeschwerden auftreten.
  • Die Menopause: man könnte sagen der finale Cut in der Fruchtbarkeit der Frau
  • Perimenopause: dies ist ein Zeitraum von 2 – 4 Jahren vor und nach der Menopause.
  • Postmenopause: Die ist die Abschnitt 10 – 15 Jahre nach der Menopause.

Was passiert in den Wechseljahren?

In den Wechseljahren kommt es zu deutlichen hormonellen Veränderungen, die dann in der Menopause münden und sich darüber hinaus noch auswirken.

Im Grunde genommen lässt mit zunehmenden Alter die Hormonproduktion in den Eierstöcken nach und die Stimulation der Eierstöcke nimmt zu. Hierdurch sinken bei der Frau die - und Progesteronspiegel, jedoch überwiegt relativ der Östrogenspiegel (Östrogendominanz).

Die Wechseljahre sind ein Reifeprozess. Die Wechseljahre bringen Frauen zwar einerseits in einen Lebensabschnitt, der mit abnehmenden körperlichen Kräfte verbunden ist; anderseits ist der Lebensabschnitt aber auch durch ein Hoch der geistigen Reife und Lebenserfahrung gekennzeichnet. Es kann ein wunderbares Lebensgefühl sein, die nächsten Entwicklungsschritte endlich selbst und „selbst-bewusst“ zu bestimmen. Gereifte Frauen, die ihren Wert kennen und ihre Stärken einsetzen, sind dadurch häufig sehr erfolgreich im beruflichen und/oder sozialen Umfeld sowie innerhalb der Familie.[5]

Wechseljahresbeschwerden – was kann passieren?

Wechseljahresbeschwerden müssen nicht sein und nicht jede Frau hat sie. (@-dmbaker-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Wechseljahresbeschwerden müssen nicht sein und nicht jede Frau hat sie. (@-dmbaker-Depositphotos)

Die Wechseljahre und das Erleben derselben verläuft sehr individuell. Manche Frauen erleben eher nur mentale und seelische Umbrüche, andere hingegen haben heftigste körperliche Beschwerden. Dieser Umstand sollte uns zu denken geben.

Mögliche Wechseljahresbeschwerden können sein[6]:

  • Unregelmäßige Menstruation: der Zyklus kann sich verkürzen, die Blutung sich verringern, oder aber die Blutung ist verstärkt und verlängert.
  • Hitzewallungen, zunächst nachts, manchmal von Krämpfen in den Beinen begleitet.
  • Blutandrang im Unterleib
  • Blähungen und Verdauungsstörungen
  • Migräne
  • Verstopfung
  • Neigung zu Infektionen der Harnwege,
  • Vermehrter Ausfluss
  • Hämorrhoiden.
    • Stimmungsschwankungen, Überempfindlichkeit,
  • Schlaflosigkeit
  • Angstzustände wechseln sich mit depressiven Gefühlen ab
  • Heißhunger.
    • Spannungsgefühle in den Brüsten.
    • Brüchige Nägel
  • trockene Haut und
  • trockene Schleimhäute (Vagina und Vulva)
  • Sexuelle Lustlosigkeit (Libido)
  • Erhöhtes Osteoporoserisiko
  • Erhöhte Thrombosegefahr

Welche Wirkungen haben Östrogene?

Östrogene werden in den Eierstöcken gebildet. Östrogene wirken grundsätzlich auf die Ausbildung und Erhaltung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale, vor allem die Entwicklung der Brust und den Aufbau der Milchdrüsen sowie die Ausbildung der Gebärmutter. Östrogene wirken in die Regel wie folgt[5]:

  • bauen die Gebärmutterschleimhaut auf
  • regen die Zellen in den Brüsten an
  • vermehren das Fettgewebe
  • fördern die Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe
  • können Kopfschmerzen und depressive Stimmung fördern
  • reduzieren den Sauerstoffspiegel der Zellen
  • führen zu stärkerer Blutgerinnung
  • hemmen geringfügig die Osteoklastentätigkeit (Knochensubstanz abbauende Zellen)
  • vermindern die Zinkaufnahme (ein Kupferüberschuss kann die Folge sein)
  • senken die Spannung in den Gefäßen
  • vermindern die Wirkung der Schilddrüsenhormone

Welche Wirkungen hat Progesteron?

Progesteron wirkt in der Regel wie folgt[5]:

  • baut die Gebärmutterschleimhaut um
  • sichert das Heranreifen des Embryos
  • schützt vor Veränderung des Brustgewebes (Knötchen, Geschwülste)
  • unterstützt den Fettabbau
  • wirkt harntreibend (entwässernd)
  • normalisiert den Blutzuckerspiegel
  • unterstützt die Schilddrüse
  • normalisiert den Zink- und damit auch den Kupferspiegel
  • unterstützt die Sauerstoffversorgung der Zellen
  • regt Osteoblasten an, fördert also den Knochenaufbau
  • stärkt die Gefäßspannung
  • wirkt antidepressiv
  • mindert das Risiko von Gebärmutter- und Brustkrebs.

Hormone sind im übrigen Stoffe, die in fest vorgegebenen Strukturen des Körpers (den endokrinen Organen) produziert werden und meist über das Blut ihre Erfolgsorgane erreichen. Hormone beeinflussen bereits in sehr geringen Konzentrationen den Organismus und regulieren alle lebenswichtigen Tätigkeiten – den Stoffwechsel, das Wachstum und die Fortpflanzung. Die spezifische Hormonwirkung wird über Hormonrezeptoren vermittelt.

 


Wechseljahre: Literaturquellen – Forschungsquellen – Fussnoten

  1.   Braun, L. (2007). Herbs and Natural Supplements: An Evidence Based Guide (2nd ed.): Elsevier.    http://amzn.to/2fxGc87
  2. Winston, D., & Maimes, S. (2007). Adaptogens: Herbs for strength, stamina, and stress relief. Rochester Vt: Healing Arts Press. http://amzn.to/2nNGcRD
  3. Park, J. Y., & Kim, K. H. (2016). A randomized, double-blind, placebo-controlled trial of Schisandra chinensis for menopausal symptoms. Climacteric, 19(6), 574–580. doi:10.1080/13697137.2016.1238453 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27763802
  4. Suwanda, S., & Tian, L. (2007). Chinesische Arzneimitteltherapie ein Praxishandbuch mit Rezepturen und Atlasteil ; [mit Arzneimittel- und Rezepturvergleich] (1. Aufl., Sonderausg. ed.). [Berlin]: [Lehmanns]. http://amzn.to/2nNBoeU
  5. Ritter, K. (2005). Wechseljahre / Wandeljahre: Der Anfang vom Ende oder der Anfang von etwas Neuem? SANUM-Post, 71, 11–19.
  6. Walter, T. (2011). Wechseljahre – Übergangsphase in einen neuen Lebensabschnitt. Naturheilpraxis, 4, 370–376.

Verwandte Artikel