MS (Multiple Sklerose) ist typischerweise eine neurodegenerative Erkrankung, die über kurz oder lang im Rollstuhl endet. Und Vitamin D kann da helfen! (©bubutu-Fotolia) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

MS () ist typischerweise eine neurodegenerative Erkrankung, die über kurz oder lang im Rollstuhl endet. Und kann da helfen! (©bubutu-Fotolia)

Vitamin D wird schon für viele genutzt. Es ist wirksamer als Grippeschutzimfungen. Es schützt vor Osteoporose und soll vor Krebs bewahren.

Nun hat eine Forschergruppe den Effekt von hochdosiertem Vitamin D3 auf den Gemützustand von Multiple Sklerose (MS) Patienten. Für geringe Dosen Vitamin D3 konnte man bereits zeigen, dass es die Lebensqualität verbessert.

Vitamin D verbessert Lebensqualität bei MS (Multiple Sklerose)

Auch die Hochdosis – Vitamin D Therapie war erfolgreich. Die Multiple Sklerose Probanden, die 50.000 IU (International Units) alle 5 Tage für 3 Monate erhielten, berichteten über eine deutlich Verbesserung der Lebensqualität, im besonderen im Gemütsbereich (Mental Quality Of Life QOL).

Lebensqualität (Quality of Life, QOL)

Mit einem QOL (Quality of LIfe, Lebensqualität) Fragebogen wird in den verschiedensten Forschungsbereichen versucht, die Einschränkung der Lebensqualität durch Krankheiten, Behandlungsmethoden und so weiter zu erfassen. Es wird versucht zu erfassen, inwieweit das alltägliche Leben beeinträchtig ist und inwieweit es die Arbeit, das soziale Leben und die Freizeiterleben negativ beeinflusst

MS (Multiple Sklerose): schleichender Abbau des Nervengewebes

MS (Multiple Sklerose, Encephalomyelitis disseminata) zählt zu den Autoimmunerkrankungen. MS ist eine primär entzündliche Erkrankung des ZNS (zentrale Nervensystem) mit herdförmigen Entmarkungsherden in der weissen Substanz (Demyelisierung ). In der Folge kommt es zur Vernarbung (Sklerose) und zum Funktionsverlust der betroffenen Gebiete.

Die Krankheit tritt in der Regel gehäuft bei Frauen (ca. 60% der Fälle) zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Bei ca. 80% der Erkrankungen tritt ein schubweiser, fortschreitender Verlauf auf. In den restlichen Fälle kommt es zu einen mehr oder weniger schnellen chronisch progredienten (fortschreitenden) Verlauf. Die mittlere Krankheitsdauer beträgt mehr als 25 Jahre. Nach 20 Jahren leben noch mehr 80% der Betroffenen.
Die Ursachen hierfür sind immer noch unklar. Im Gespräch sind genetische Ursachen, Umweltgifte, Virusinfektionen, Folge von Impfungen, Leaky gut Syndrom und so weiter.

MS (Multiple Sklerose, synonym: Encephalomyelitis disseminata) beginnt oft recht unspezifisch mit Symptomen wie

  • depressive Verstimmungen
  • Kopfschmerzen
  • leichte Ermüdbarkeit
  • Kribbeln / Schwäche in Extremitäten (Arme und Beine)

Den ersten Verdacht liefert oft ein Befall der Augennerven, in Form einer Nervus Opticus mit einseitigen Sehstörungen, Nystagmus (unkontrollierbare, rhythmisch verlaufende Bewegungen) und Doppeltsehen.

Je nach weiteren Verlauf und befallener Nervenregion kann es zu folgenden Symptomen der MS (Multiple Sklerose, synonym: Encephalomyelitis disseminata) kommen:

  • Ertaubung
  • Querschnittslähmung
  • Schwindelattacken
  • Ataxie (Störung der Koordination von Bewegungsabläufen)
  • Lähmungen vor allem der Beine
  • gesteigerte Eigenreflexe
  • Inkontinenz, Blasenentleerungsstörungen

Vitamin D

Die Gruppe der Vitamin D?Substanzen (Calciferole) ist nach neuerem Verständnis nicht den Vitaminen,  sondern den Hormonen (Vitamin D Hormon) zuzurechnen. Vitamin D kann im Körper selbst produziert werden.

Bildung von Vitamin D im Körper

Sonne ist für die Bildung von Vitamin D unerlässlich. Leider bekommen wir zu wenig davon (©-doris-oberfrank-list-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

ist für die Bildung von Vitamin D unerlässlich. Leider bekommen wir zu wenig davon (©-doris-oberfrank-list-Fotolia.com)

Die Ausgangsbasis für das finale Vitamin D ist Cholesterin (sic!). Dies wird aus der Nahrung aufgenommen oder vom Körper selbst hergestellt. Der menschliche Organismus ist in der Lage, Cholesterin selbst zu synthetisieren; bis zu 700 mg werden täglich in der Leber hergestellt.
Im ersten Schritt wird aus diesem Ausgangsmolekül (7-Dehydrocholesterin) unter Einwirkung vom im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung das Molekül Calciol oder auch Cholecalciferol gebildet.
Dann geht es in der Leber weiter und findet seinen Abschluß in den Nieren, wo es schließlich in seiner hormonell aktivsten Form vorliegt, dem 1,25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol).

Funktionen des Vitamin D: weit mehr als nur stabile Knochen!

Ursprünglich ging man nur davon aus, dass Vitamin D auf den Knochen- und Calciumhaushalt wirkt, indem im Darm für eine vermehrte Aufnahme von Kalzium aus dem Nahrungsbrei und in der Niere für die Rückresorption von Kalzium- und Phosphat-Ionen sorgt. Und zum anderen wird im Skelettsystem eine vermehrte Mineralisierung induziert.
Doch mittlerweile liegen umfangreiche Forschungen zum Vitamin D vor. Und lassen viele (nicht automatisch kausale) Zusammenhänge erkennen. Folgende Zusammenhänge existieren:

  • zur Krebsentstehung und dem Krankheitsverlauf
  • zum Immunsystem
  • zur Insulinsensitivität / Diabetes
  • entzündungshemmende Wirkung
  • Osteoporose
  • Bluthochdruck
  • Sarkopenie (abnehmende Muskelmasse im Alter)
  • Muskelkraft
  • Entzündliche Myopathien (Muskelerkrankung)
  • Schmerzen im Rahmen einer Fibryomyalgie

(Bezugsquelle Vitamin D3, tolles Vitamin D3 Präparat von Tisso)

Auf einen gute Vitamin D Spiegel im Blut achten!

Auch wenn unser Körper Vitamin D selbst produzieren könnte, nehmen wir ihm oft die Chance dazu. Entweder durch fehlende Sonnenlichtexposition oder aber durch die Einnahme von Medikamenten wie Cholesterinhemmer, sogenannten Statinen.  Die meisten Menschen haben jedoch einen viel zu niedrigen Vitamin D Spiegel (weltweit)!

Fast jeder „normale“ Mensch sollte seinen Vitamin D Spiegel zumindest einmalig im Spätsommer / Beginn Herbst und dann nochmal im Frühjahr (Januar/Februar) bestimmen lassen, um eine Idee darüber zu bekommen, wie stark die Vitamin D Spiegel in der dunklen Jahreszeit absinken. Eine Zunahme von Infekten in dieser Zeit ist da wenig verwunderlich!

Aus therapeutischer Sicht sollte der Wert im Blut bei 30 bis 100 ng/ml liegen. Offiziell liegt ein Mangel erst ab 11 ng/ml vor. Doch das ist viel, viel zu niedrig angesetzt!

Streben Sie bitte einen Wert von 50 – 70 ng/ml an!

Auffüllen des Vitamin D Spiegels

Sollte Ihr Wert zu niedrig sein, dann unterfüttern sie ihn mit Vitamin D3 Gaben. Da die Aufnahme und damit die Erhöhung des Vitamin D Spiegels im Blut je nach Mensch und Dosis sehr unterschiedlich verläuft, würde ich folgendes anraten: Sie nehmen jeden Tag die gleiche Dosis, ab 5000 IU (International Unit = Internationale Einheiten) für 2 Wochen und lassen dann ggf. auf eigene Kosten eine Kontrollmessung machen. Danach können Sie recht gut ausrechnen, wieviel Vitamin D3 sie wie lange einnehmen müssen, um z. B. bei 50 ng/ml anzukommen.
(Vitamin D3 bei Amazon)

Weitere Tipps und Anregungen zur naturheilkundlichen Behandlung beziehungsweise Begleitung von MS (Multiple Sklerose, synonym: Encephalomyelitis disseminata)

Quellen:

Vitamin D3 attenuates oxidative stress and cognitive deficits in a model of toxic demyelination

Montabone, E., V. Data and R. Carignola (2016). “Vitamin D Status and Quality of Life in Systemic Sclerosis Patients.” J Clin Rheumatol 22(4): 229–230.

Ashtari, F., N. Toghianifar, S. H. Zarkesh-Esfahani and M. Mansourian (2016). “High dose Vitamin D intake and quality of life in relapsing-remitting multiple sclerosis: a randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial.” Neurol Res 38(10): 888–892.

Quality Of Life Scale

Quality of Life

Mental quality of life improved significantly after taking high dose vitamin D for 3 months.

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