Geringe Strahlungsmengen können manchmal das Krebsrisiko deutlich erhöhen (©-beerkoff-Fotolia.com)

Geringe Strahlungsmengen können manchmal das Krebsrisiko deutlich erhöhen (©-beerkoff-Fotolia.com)

Gleich vorweg: ich bin nicht der Ansicht, dass unsere Krankheiten durch unsere Gene ausgelöst werden. Es mag einzelne Gene geben, die das Risiko erhöhen. Doch viel wichtiger ist das Zusammenspiel der Gene untereinander, welches im Forschungsfeld der Epigenetik untersucht wird.
Oder können Sie sich ernsthaft vorstellen, dass 90% unserer Gene „junk genes“ (zu deutsch: Schrott Gene oder überflüssige Gene) sein sollen? Denn das war nach Abschluss des Human Genom Projekts die Feststellung. Doch zum Glück ist man inzwischen weiter: man weiss, das scheinbar ungenutzte DNA Sequenzen doch einen Sinn haben.
So haben zum Beispiel Forscher des Lawrence Livermore National Laboratory im Tierversuch herausgefunden, dass das Risiko für durch geringe Strahlungsmengen (in diesem Fall Röntgenstrahlen bis zu 100 milisievert ? 10 Ganzkörper CT Scans) abhängig von den Genen sein kann.
Wie haben Sie diese Risikoerhöhung für Krebs durch Bestrahlung herausgefunden?
Sie untersuchten Mäuse mit einer genetischen Veranlagung zu Brustkrebs und setzten diese dann der aus. Sie identifizierten dabei bis zu 12 Abschnitte auf dem Genom, welche den Träger empfindlich auch für geringe Strahlungsmengen machen. Diese Genomabschnitte werden jedoch erst durch die aktiviert und treten dabei in Wechselwirkung mit der Mikroumgebung des entstehenden Tumors. Diese Wechselwirkung ist auch, die die Tumorentstehung begünstigt.

Quellen:
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2015–03/dbnl-nca031015.php

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