MSM ist ein weisses Pulver und wird als Nahrungsergänzung für viele verschiedene Beschwerden genutzt (©Casimiro_PT-Depositphotos)

ist ein weisses Pulver und wird als Nahrungsergänzung für viele verschiedene Beschwerden genutzt (©Casimiro_PT-Depositphotos)

MSM (Methylsulfonylmethane ) ist ein Nahrungsergänzungsmittel, dem viele verschiedene gesundheitliche Effekte zugeschrieben werden. Klinische Beobachtungen und Fallstudien haben angedeutet, dass MSM Heuschnupfen lindern kann.

Eine relativ neue Studie von Ende 2018, veröffentlicht in JMIR Res Protoc., Untersuchte diese Wirkung näher[1].

MSM (Methylsulfonylmethan) linderte die Symptome deutlich

Die MSM Behandlung führte zu einer deutlichen Reduzierung der Beschwerden bei allen Teilnehmern. Eine Einnahme von 1 bis 6 Gramm MSM täglich für 14 Tage verminderte die Symptome nach einer speziellen Skala gemessen um über 50%

Eine akute Hochdosis in Höhe von 12 Gramm MSM führte jedoch jeweils nur zu einer Abnahme von über 20 % des ursprünglichen Beschwerdelevels. Die effektivste Dosis lag bei 3 g MSM (Methylsulfonylmethan) täglich, welche die Heuschnupfenbeschwerden signifikant reduzierte. Folgende Symptome verringerten sich deutlich:

  • verstopfte Nase
  • Nasenfluss
  • Verwässerte oder juckende Augen und Nase
  • Niesen

Auch die Luftzufuhr durch die Nase wurde deutlich verbessert.

Übrigens: ich nutze dies MSM: https://amzn.to/2CatdlJ

MSM auch bei anderen Allergien hilfreich?

MSM ist somit eine effektive und zugleich risikoarme Behandlung des Heuschnupfens und vermutlich auch anderer allergischer Erscheinungen. Es ist zu vermuten das MSM auch allergische Erscheinung wie:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn, Hashimoto usw.
  • Urtikaria (Nesselausschlag)

Was ist MSM (Methylsulfonylmethan) und wofür kann es angewendet werden?

MSM kann rheumatische Muskelschmerzen helfen (©-westfotos.de-Fotolia.com)

MSM kann rheumatische Muskelschmerzen helfen (©-westfotos.de-Fotolia.com)

MSM ist eine organische Schwefelverbindung, die sehr gut zur Entzündungshemmung und als Schmerzmittel wirkt. Es ist extrem risikoarm in der Anwendung [2]. Es kann andere Beschwerden verbessern wie

Der Ratgeber von Nina Straus „MSM: Den Körper heilen, Krankheiten besiegen und Gesund leben“ geht hier auf zahllosen Anwendungen ein.

Was sind Allergien?

Unter Allergie versteht man eine Immunreaktion des gegen eigentlich harmlose, nicht-ansteckendene Fremdstoffe (Allergene, Antikörper). Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig bekannt. Mögliche Ursachen können das Ausbrechen einer Allergie fördern oder begünstigen:

  • erbliche = genetische Veranlagung
  • erbliche = epigenetische Veranlagung
  • Umwelteinflüsse (z.B. bestimmte Artemesia Arten wirken stark allergen)
  • Impfungen
  • Konservierungsstoffe
  • psychische Ursachen, Stress

Der Erstkontakt ist vollkommen ‚harmlos’, scheinbar. Der Körper, genauer das Immunsystem, sensibilisiert sich auf dieses sog. „Allergen“, wie z.B. Blüten- und Gräserpollen, Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel. Hierbei tritt noch keine Überreaktion auf.

Erst beim nächsten Kontakt mit derselben Substanz kommt es zur eigentlichen allergischen Reaktion. Größtes Risko einer allergischen Reaktion ist der anaphylaktische Schock, bei dem binnen Minuten zum Herzversagen und dem Tode kommen kann.

Welche Allergie-Typen gibt es?

Nach Coombs und Gell werden insgesamt 4 verschiedene Allergietypen unterschieden. Zwei weitere Allergietypen sind in der Diskussion. Und ich würde Autoimmunerkrankungen ebenfalls dieser Gruppe Erkrankungen zugeordnen, weil es sich um eine „Allergie“ gegen den eigenen Körper handelt.

Typ 1 Allergie von Soforttyp: der Heuschnupfen

Pollenallergien/Heuschnupfen sind Typ 1 Allergien (©-luna-Fotolia.com)

Pollenallergien/Heuschnupfen sind Typ 1 Allergien (©-luna-Fotolia.com)

Ungefähr 90 Prozent aller Allergien sind Allergien von Soforttyp. Die Symptome treten direkt nach dem Kontakt mit den Allergen auf. Typische allergische Erkrankungen sind:

Mastzellen sind hierbei jene Zellen des Immunsystems, die für die Reaktionen verantwortlich sind. Mastzellen sind spezielle weiße Blutkörperchen. Außer im Gehirn sind Mastzellen überall im Körper. Sie sind Schaltstelle der allergischen Reaktion.

Der erste Kontakt mit dem Allergen

Beim ersten Kontakt wird der Organismus sensibilisiert (auf den ‚Erreger’ aufmerksam gemacht). Bei einem Kontakt mit einem Allergen (z. B. Pollen) produzieren die B-Zellen (spezielle Zellen des Immunsystems) IgE-Antikörper. Diese Antikörper haften sich auf den Mastzellen fest.

Die Antikörper fangen zu zweit ein Allergenmolekül (also z. B. Pollen) ein und neutralisieren es. Das nennt sich auch Antigen-Antikörper-Reaktion. Bei einem ersten Kontakt mit dem Allergen werden nur wenige der auf der Mastzelle angehefteten IgE-Antikörper zur Neutralisation belegt. Dieser Reaktionsschritt nennt sich Sensibilisierung.

Nachfolgende Kontakte mit dem Allergen

Bei nachfolgenden Kontakten erfolgen dann heftige allergische Reaktion: Die massenweise auf den Mastzellen festgehefteten IgE-Antikörper (10.000 bis 50.000 !!) fangen das Allergen ein. In den Mastzellen befinden sich kleine Bläschen, die mit sogenannten Mediatoren, speziell Histamin gefüllt sind.

Diese Bläschen öffnen sich dann setzen hohe Mengen Histamin frei.

Die Symptome werden durch Histamin ausgelöst. Histamin ist ein Entzündungsmediatoren (Vermittler für Entzündungen). Histamin läßt Blutgefäße sich stark weiten. Flüssigkeit tritt innerhalb von Sekunden bis Minuten aus und es kommt zur Bildung der typischen Ödeme und Blasen. Der Blutdruck sinkt. Die Betroffenen leiden unter Juckreiz und Atemnot.

Die Reaktion kann örtlich begrenzt sein oder den ganzen Körper betreffen. Häufig sind diese Reaktionen örtlich begrenzt. Typische Beispiele dafür sind der Heuschnupfen und die Nesselsucht.

Bei einem anaphylaktischen Schock hingegen ist der ganze Körper befallen. Dann kommt es zu einem lebensbedrohenden Zustand:

  • Der Blutdruck fällt drastisch,
  • die Bronchien schwellen an und
  • Schwellungen und Ödeme im Bereich des Kehlkopfes können zum Ersticken führen.

Allergie vom Typ 2: Zytotoxischer Typ

Bei Allergietyp 2 kommt es zu einer Selbstschädigung der Zellen. Es bilden sich innerhalb kurzer Zeit (meist wenigen Stunden) Immunkomplexe zwischen zellständigen Antigenen (z.B. bestimmte Medikamentebestandteile) und körpereigenen IgG Antikörpern, welche im Blut schwimmen. Diese Kombination aktiviert zytotoxische Killerzellen und das Komplemensystem. Im Verlaufe dessen kommt es zur Zerstörung von körpereigenen Zellen. Die Relevanz ist eher medizinischer Natur, da diese Art von Allergie zum Beispiel bei einemr Transfusion auftreten kann oder durch Medikamente angestoßen werden kann.

Allergie vom Typ 3: Immunkomplextyp

Hier bilden sich sogenannte Immunkomplexe aus Allergenen und Antikörpern, die zeltständig sein können oder sich frei im Körper bewegen können. Wie beim Typ II wird das Komplementsystem aktiviert, wobei im wesentlichen IgG Antikörper beteiligt sind. Dies stößt eine Phagozytose (Zersetzung) der Komplexe durch Leukozyten an, welche wiederum zytotoxische Enzyme freisetzen. Mit Hilfe des Blutes verteilen sie sich im Körper. Beispiele für diese Typ 3 Allergie sind allergische Gefäßentzündungen.

Nicht immer neutralisiert das Immunsystem die Immunkomplexe vollständig. Typisch für diese Form der allergischen Reaktion ist dann eine Ablagerung der “überzähligen” Immunkomplexe in bestimmten Geweben. Diese “überzähligen” Immunkomplexe führen dann dort zu allergischen Entzündungsreaktionen.

Wichtig ist jedoch: Die Symptome dieser Allergie treten aber nicht sofort in Erscheinung. Es braucht schon ein paar Stunden oder auch Tage, bis sich allergische Reaktionen zeigen.

Interessante Form der Typ 3 Allergie: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Kopfschmerzen können Folge einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sein (©-comodigit-Fotolia)

Kopfschmerzen können Folge einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sein (©-comodigit-Fotolia)

Relevant ist dieser Typ für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Im Gegensatz zu Nahrungsmittelallergien vom Soforttyp ist dieser Typ über die Symptome äußerst schwer zu erkennen, da die Entzündungsreaktion im Darm stattfindet und äußerst diffuse Beschwerden hervorrufen kann.

Die Firma Evomed, die einen entsprechenden Test (Imupro Test) zum Erkennen von Unverträglichkeiten anbieten, hatte schon vor Jahren mal eine Anwenderstudie[9] durchgeführt, bei der Probanden für 8 Wochen Ihre Ernährung entsprechend des Testergebnisses umstellten. Eigentliche Idee war es, herauszufinden, wie stark Migränesymptome verschwinden. Aber dabei verschwanden bei der Mehrzahl der Anwender auch folgende Beschwerden:

  • Gefühlsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Gelenkschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
    • Durchfall
    • Aufstossen
    • Völlegefühl
    • Blähungen
  • Neurodermitis
  • Akne
  • Migräne
  • Kopfschmerzen

Allergie von Typ 4: Spättyp

Beim Allergietyp 4 setzt die zelluläre Immunreaktion oft erst Stunden bis Tage nach dem Kontakt ein. Hier werden T-Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) damit beauftragt, Allergene im Körper zu bekämpfen, die sich an Körperzellen angelagert haben. Hierdurch entsteht am Ort des Geschehens eine Entzündung. Es handelt sich im eine zellvermittelte Reaktion.

Welche Symptome können erste Hinweise auf eine Allergie geben?

Aufgrund der verschiedenen Allergieformen können die Symptome sehr vielfältig sein:

  • Laufende Nase mit wässrigem Ausfluss oder aber auch verstopfte, angeschwollene Nase
  • Häufiges Niesen
  • Tränende und juckende Augen
  • Rötung und Juckreiz der Haut
  • Atembeschwerden bis hin zu Asthmaanfällen
  • Sie jedes Jahr um die gleiche Zeit Symptome entwickeln
  • es Ihnen draußen von 8.00 bis 12.00 Mittag schlechter geht

    Chronische Erschöpfung kann auch Folge einer Allergie sein (©-lu-photo-Fotolia.com)

    Chronische Erschöpfung kann auch Folge einer Allergie sein (©-lu-photo-Fotolia.com)

  • die Handschrift und Zeichenfähigkeit sich drastisch verschlechtert oder verändert während der Pollenzeit
  • es Ihnen an windigen Tagen schlechter geht
  • Sie sich an Regentagen besser fühlen
  • Sie sich in Räumen mit Klimaanlage und / oder Luftfilterung besser fühlen
  • es Ihnen nach dem ersten leichten Frost besser geht
  • Erschöpfung,
  • Reizbarkeit,
  • Depressionen,
  • rauem Hals,
  • erhöhte Temperatur,
  • Durchfall,
  • Kopfschmerzen,
  • Irritation,
  • Leistungsabfall,
  • Konzentrationsstörungen,

    Chronische Erschöpfung kann auch ein Hinweis auf eine Allergie sein. (©IgorVetushko-Depositphotos)

    Chronische Erschöpfung kann auch ein Hinweis auf eine Allergie sein. (©IgorVetushko-Depositphotos)

  • schmerzende Zähne,
  • Druck hinter den Augen,
  • Ausschlag,
  • Kältegefühl,
  • grippeartige Symptome,
  • Krämpfe,
  • geschwollene Lymphknoten,
  • Blasenschwäche,
  • Herzrythmusstörungen
  • Panik Attacken.
  • Frauen können unter unregelmäßiger Periode während der Pollensaison leiden, insbesondere während die Unkräuter blühen.

Achtung! Eine Depressionen kann durchaus als alleiniges Symptom einer Pollenallergie auftreten. Dann ist es natürlich sehr schwer diese als solche zu diagnostizieren.

Welche Erfahrungen haben Sie gewonnen mit/bei MSM und Allergie?

Welche Tipps haben Sie noch zu MSM und Allergie?


  1. Hewlings, S. and D. S. Kalman (2018). “Evaluating the Impacts of Methylsulfonylmethane on Allergic Rhinitis After a Standard Allergen Challenge: Randomized Double-Blind Exploratory Study.” JMIR Res Protoc 7(11): e11139.PMC6293 – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30497995
  2. Butawan, M., R. L. Benjamin and R. J. Bloomer (2017). “Methylsulfonylmethane: Applications and Safety of a Novel Dietary Supplement.” Nutrients 9(3).PMC5372 – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28300758
  3. Debbi, E. M., G. Agar, G. Fichman, Y. B. Ziv, R. Kardosh, N. Halperin, A. Elbaz, Y. Beer and R. Debi (2011). “Efficacy of methylsulfonylmethane supplementation on osteoarthritis of the knee: a randomized controlled study.” BMC Complement Altern Med 11: 50.PMC3141 – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21708034
  4. de Sousa Rosa, F. S., R. T. Stuepp, F. Modolo and M. T. Biz (2017). “Effect of organic silicon, methylsulfonylmethane, and glucosamine sulfate in mandibular bone defects in rats.” Microsc Res Tech 80(11): 1161- – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28752939
  5. N.A. (2003). “Methylsulfonylmethane (MSM). Monograph.” Altern Med Rev 8(4): 438 – http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14653770
  6. Sousa-Lima, I., S. Y. Park, M. Chung, H. J. Jung, M. C. Kang, J. M. Gaspar, J. A. Seo, M. P. Macedo, K. S. Park, C. Mantzoros, S. H. Lee and Y. B. Kim (2016). “Methylsulfonylmethane (MSM (Methylsulfonylmethan)), an organosulfur compound, is effective against obesity-induced metabolic disorders in mice.” Metabolism 65(10): 1508- – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27621186
  7. Amirshahrokhi, K. and A. R. Khalili (2017). “Methylsulfonylmethane is effective against gastric mucosal injury.” Eur J Pharmacol 811: 240 – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28666801
  8. Kowalska, K., D. E. Habrowska-Gorczynska, K. Dominska, K. A. Urbanek and A. W. Piastowska-Ciesielska (2018). “Methylsulfonylmethane (organic sulfur) induces apoptosis and decreases invasiveness of prostate cancer cells.” Environ Toxicol Pharmacol 64: 101 – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30339981
  9. Alpay, K., M. Ertas, E. K. Orhan, D. K. Ustay, C. Lieners and B. Baykan (2010). “Diet restriction in migraine, based on IgG against foods: a clinical double-blind, randomised, cross-over trial.” Cephalalgia 30(7): 829–837.PMC2899 – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20647174

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