Ein Leber-Galle Tee kann bei dyspeptischen Beschwerden wie Völlegfühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Nahrungsverweigerung, Durchfall, Erbrechen, Aufstoßen, Sodbrennen, retrosternalen Schmerz, Meteorismus und vorzeitiges Sättigungsgefühl helfen (© PhotoSG-Fotolia.com_55704093) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Ein - Tee kann bei dyspeptischen Beschwerden wie Völlegfühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Nahrungsverweigerung, Durchfall, Erbrechen, Aufstoßen, Sodbrennen, retrosternalen Schmerz, Meteorismus und vorzeitiges Sättigungsgefühl helfen (© PhotoSG-Fotolia.com_55704093)

Bei vielen Menschen lahmt die Leber etwas. Das kann an fehlenden Bitterstoffen liegen, aber auch an Stress oder aufgestautem Ärger. Vielleicht liegen einem dann fetthaltige Speisen oder Fette pur eingenommen „schwer im Magen“. Es kann auch ein Drücken sein oder auch mal ein Stechen unter dem rechten Rippenbogen. Meist fällt diese unter dyspeptische Beschwerden.

Typische Symptome einer bzw dyspeptische Beschwerden sind Völlegfühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Nahrungsverweigerung, Durchfall, Erbrechen, Aufstoßen, Sodbrennen, retrosternalen Schmerz, Meteorismus und vorzeitiges Sättigungsgefühl.
Diese Verdauungsstörung wird mitunter auch als Reizmagen bezeichnet. Ausgelöst wird sie durch eine krankhafte Veränderung des Magensaftes oder verstärkte Bewegungen des Magens. Auch psychische Ursachen kommen in Frage wie Geschwüre oder Krebs.

In diesen Fällen kann es ein Versuch wert sein, einen Leber-Galle-Tee zu sich zu nehmen:

Leber-Galle-Tee (Nr. 5)


Rp.
Fol. Boldo (Boldoblätter)                            40.0
Hb. Chelidoni (Schöllkraut)
Rad. Cichorii (Wegwarte-Wurzel)
Flor. Lavandulae (Lavendelblüten)       aa 20.0

Bezugsquelle Teemischung (© Marina Zlochin-Fotolia) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Bezugsquelle Teemischung (© Marina Zlochin-Fotolia)

M. f. spec. D.S.: Galletee
2 Teelöffel auf 1 Tasse als Aufguß, 15 Minuten ziehen lassen,
3 Tassen täglich (als Kur von 4–6 Wochen),
10 – 15 min. vor dem Essen trinken.

(Quelle: Nach Dr. Sauer/Dr. Schenk aus: Lindemann, Tee-Rezepte)

Update 20.07.16:
Da das Schöllkraut leicht giftig ist, ist der Bezug der Teemischung etwas schwieriger. Ich habe bei der größten Apotheke in Hannover, der Europa-Apotheke, nachgefragt und dort hat man die Bestandteile. Durch die leichte Giftigkeit des Schöllkraut empfiehlt die Apotheke, die Teemischung kurweise und nicht länger als 2 Wochen anzuwenden.

Boldo (Peumus Boldo) entkrampft die Leber

Boldo (Peumus Boldo) entkrampft die Leber (©-Paco-Ayala-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Boldo (Peumus Boldo) entkrampft die Leber (©-Paco-Ayala-Fotolia.com)

Boldo ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von bis 6 m erreicht. Der Boldo ist an trockene Klimazonen angepasst, da er ursprünglich aus Chile stammt. Diese Art kommt mittlerweile jedoch verwildert auch im Mittelmeerraum und in Nordafrika vor.

Wie alle Pflanzen enthält der Boldo einen Chemiecocktail aus Inhaltsstoffe. Wichtig sind die Alkaloide, vor allem das Boldin, sowie Flavonoide und ätherische Öle.
Boldo zählt zu den Cholagoga. Cholagoga sind galletreibende Mittel. Man kann jedoch unterscheiden zwischen

Choleretika (Pharmaka, die eine echte Mehrproduktion von Galle durch die Leberzellen hervorrufen) und Cholekinetika (die lediglich einen kurzfristig verstärkten Gallenabfluß durch Kontraktion der Gallenwege bewirken).

Boldo wirkt spasmolytisch, also krampflösend, und steigert die Magensaftkonzentration. Es kann ferner als steinauflösenden Mittel (Cholelithiasis) eingesetzt werden sowie bei Gonorrhoe, Syphylis und Prostatitis. ( S. Mair, B. Kranzberger. Pflanzenmonographien)

Schöllkraut (Chelidonium Majus) wirkt krampflösend, beruhigend und schmerzstillend. ( ©Andreas Kallmeyer - Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Schöllkraut (Chelidonium Majus) wirkt krampflösend, beruhigend und . ( ©Andreas Kallmeyer – Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Das Schöllkraut (Chelidonium majus) regt die Galle an

Das Schöllkraut ist eine Verwandte des Schlafmohns. Bevorzugt wächst es an Mauern in der Nähe menschlicher Behausungen. Es wird ca. 40–50 cm hoch. Es hat hübsche gelbe Blüten mit 4 Blütenblättern und Blättern, die Eichenblättern ähneln.
Das Schöllkraut enthält mehrere Alkaloide, Berberin, Protopin (Fumarin), Chelidonsäure, Flavone, Bitterstoffe und ätherisches Öl. Das Schöllkraut gilt als leicht giftig und sein gelber Pflanzensaft wirkt leicht ätzend.

Es wirkt unter anderem antibakteriell, krampflösend, beruhigend, fungizid, hautreizend, schmerzstillend und zellwachstumshemmend.
Das Schöllkraut gilt als Cholagogum, welches bei Leber- und Gallestörungen durch seine spasmolytischen (krampflösenden) Eigenschaften. Es kann eingesetzt werden bei Pfortaderstauung, Hämorrhoiden, Darmentzündungen, Magenentzündung (Gastritis), Augenschmerzen, chronisches Rheuma, Gicht und weitere.

Der gelbe Milchsaft kann bei Warzen, Hühneraugen, Psoriasis, Hautkrebs, Sommersprossen und Wunden eingesetzt werden.

Die Wegwarte (Cichorium intybus) ist ein Leber-Galle-Mittel . (©-berezko-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Die Wegwarte (Cichorium intybus) ist ein Leber-Galle-Mittel . (©-berezko-Fotolia.com)

Die Wegwarte (Cichorium intybus) hilft bei Appetitlosigkeit

Dei Wegwarte gehört zu den Körbblütlern und wächst sie in Weiden, auf Ruderalstellen und Äckern. Entlang von Wegen und Strassen siedelt sie charakteristisch in Wegrand- und Trittpflanzengesellschaften. Sie wird 20–120 cm hoch, ist sparrig verzweigt und hat hübsche hellblaue Blüten.

Sie beinhaltet vor allem Bitterstoffe, Inulin, Pentosane, Sesquiterpenlactone und deren Glykoside. Es gilt ebenfalls als Cholagogum und kann bei Gelbsucht, Gallensteinen, Milzbeschwerden, Hämorrhoiden, Verstopfung und Hautunreinheiten innerlich eingesetzt werden.

Lavendel (Lavendula officinalis) wird innerlich bei nervösen Störungen wie Unruhezuständen, Einschlafsstörungen, einem nevösen Reizmagen oder Reizdarm eingesetzt. ( ©Andreas Kallmeyer - Kallmeyer-Naturheilpraxis.de) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Lavendel (Lavendula officinalis) wird innerlich bei nervösen Störungen wie Unruhezuständen, Einschlafsstörungen, einem nevösen Reizmagen oder eingesetzt. ( ©Andreas Kallmeyer – Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Der Lavendel zur Beruhigung

Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler. Er ist in Südeuropa heimisch, wird aber schon lange in mitteleuropäischen Gärten kultiviert. Der Lavendel ist ein mehrjähriger Strauch, der 0,5 bis 1 m hoch wird. Seine Blätter sind linealisch bis lanzettlich.

Lavendel enthält ätherisches Öl (darin enthalten u.a. Linaool und Campher), Gerbstoffe, Glykoside und Saponine.
Er wirkt dadurch antiseptisch, beruhigend, blähungstreibend, harntreibend und krampflösend.
Lavendel wird vor allem innerlich bei nervösen Störungen wie Unruhezuständen, Einschlafsstörungen, einem nevösen Reizmagen oder Reizdarm eingesetzt. Doch er kann auch bei Bluthochdruck, Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfen und Koliken eingesetzt werden.

Äußerlich kann der Lavendel bei rheumatischen Beschwerden, Gicht, Neuralgien und Fluor albus (Weissfluss aus der Scheide) eingesetzt werden.

Die Leber und ihre Aufgaben

Die Leber (Hepar) ist unser zentrales Stoffwechselorgan und mit ca. 1,5 kg die größte exokrine Drüse.

Die Leber ist die schwerste exokrine Drüse in unserem Körper (©-Sebastian-Kaulitzki-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Die Leber ist die schwerste exokrine Drüse in unserem Körper (©-Sebastian-Kaulitzki-Fotolia.com)

Alle über den Magen-Darm-Trakt resorbierten (aufgenommenen) Stoffe werden über den Pfortaderkreislauf der Leber zugeführt. Sie gilt als eine Art Filter, den alle resorbierten Stoffe passieren müssen. Die Leber ist das wichtigste Organ für den Abbau bzw, die Entgiftung körperfremder und körpereigener Stoffe.

Man kann 5 verschiedene Funktionen der Leber untrerscheiden:

Synthesefunktion:

  • Bluteiweisse wie Gerinnungsfaktoren
  • Gallensäuren
  • Glykogen aus überschüssigen Blutzucker

Speicherfunktion

  • Vitamin B12, Vitamin K
  • Mineralien wie Eisen
  • Fett
  • Blut
  • Glykogen

Abbau und Entgiftungsfunktion

  • Umwandlung von Ammoniak aus dem Aminosäurestoffwechsel in Harnstoff
  • Abbau von Nukleinsäuren in Harnsäure
  • Abbau von Medikamenten
  • Entgiftung von Alkohol (extern zugeführt oder im Darm selbst produziert!)
  • Abbau von Hormonen

Vitamin D Stoffwechselbeteiligung

Wärme- und Temperaturfunktion

Die Galle und die Gallenblase

Die Gallenblase (Vesica fella) hingegen ist unterhalb der Leber angeheftet. Zwei Gallenwege führen von der Leber zur Gallenblase. Die Gallenblase hat die Aufgabe, die in der Leber gebildete Galle zu speichern, einzudecken und im Bedarfsfall freizugeben.

Die Gallenflüssigkeit besteht aus Gallensäuren, Bilrubin, Cholesterin, Lezithin, Elektrolyten und Stoffwechselabbauprodukten. Ähnlich der Wirkung von Seife emulgiert sie die Nahrungsfette zu kleinen Fetttröpfchen, den sog, Micellen.

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