Kolloidales Silber wirkt antibiotisch, antiviral und bei Krebs? (@-doomu-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

wirkt antibiotisch, und bei Krebs? (@-doomu-Depositphotos)

Kolloidales Silber wird gerne als nebenwirkungsfreies eingesetzt. Einer neuen Studie zur Folge könnte es auch bei Krebserkarnkungen helfen.
In der alternativen und komplementären Tumortherapie geht man schon seit längeren davon aus, dass Tumore durch (lokalen) Sauerstoffmangel (Hypoxie) entstehen können. Man weiss auch, dass die unmittelbare Umgebung unter Sauerstoffmangel leidet.

In der Forschung fand man schon vor einiger Zeit heraus, dass dies ein Molekül namens HIF–1 (Hypoxie-inducible factor – 1), was soviel heisst wie „durch Sauerstoffmangel ausgelösten Faktor 1), freisetzt. Dies moduliert eine Anzahl von zellulären Reaktionen einschließlich Zellteilung, Apoptose (Zellselbsttod), Angiogenese (neue bildung von Blutgefässen) und Metabolismus durch Aktivierung einer Reihe von Zielgenen als Reaktion auf Hypoxie.

Nun fand man heraus, dass Kolloidales Silber (Silber Nanopartikel) dieses HIF–1 hemmen und so die Zellteilung und die Gefäßneubildung, die unabdingbar für die Ausbreitung des Tumors ist, hemmt.

Was ist Kolloidales Silber?

Als Kolloide werden Systeme bezeichnet, in denen Teilchen oder Tröpfchen in einem anderen Medium (Feststoff, Gas oder Flüssigkeit) fein verteilt sind. Dabei nehmen die Größen der einzelnen Teilchen typischerweise Werte im Nanometer- oder Mikrometer-Bereich an. Und wird eine Flüssigkeit in einem anderen Medium derart fein verteilt, spricht man von einer Emulsion zum Beispiel bei Cremes, Lotionen und Co..
Das Verhalten und die Forschung über Kolloide bildet im übrigen einen eigenständigen Bereich der Chemie, die Kolloidchemie.

Die Silberteilchen in der kolloidalen Lösung sind zwischen 1 und 1000 nm gross bzw, winzig. Zum Grössenvergleich: ein rotes Blutkörperchen des Menschen hat z.B. einen Durchmesser von 7,5 ?m (= 7.500 nm). Tendenziell gilt: je kleiner je besser die Wirkung[1]. So zeigten Silbernanopartikel mit Grössen von 9,2 nm eine stärke antimikrobielle Wirkung als solche mit 64 nm.

Silber ist seit Jahrtausenden als antimikrobielles Mittel bekannt. Allerdings ist das Wissen über die die genaue Wirkungsweise des Kolloidalen Silbers auf fremde sehr mangelhaft. In früheren Zeiten gab man gerne einen Silberdollar in Milchtöpfe, um die Milch länger haltbar zu machen. Oder die Phönizier bewahrt Wasser und andere Flüssigkeit in silberbeschichteten Töpfen auf.

Wie wirkt Kolloidales Silber?

Erfahrungsmäß greift Kolloidales Silber nur Erreger an, nicht jedoch intakte Hautzellen, körpereigenes Gewebe oder gesundheitsfördernde Bakterien. Diese bleiben erstaunlicherweise unversehrt. Die Enzyme von nutzbringenden Zellen bleiben intakt und werden nicht angegriffen. Über die Wirkungsweise gibt es einzelne Erkenntnisse, jedoch wird auch noch spekuliert [2] [1] [3]:

  • Silberionen können mit den DNA Basenpaaren wechselwirken und diese schädigen
  • Silberionen können in Zellmembranen eindringen und die Durchlässigkeit erhöhen und dadurch zerstören.
  • Kolloidales Silber kann Enzyme der Atmungskette hemmen, also jenem Prozess der Energiegewinnung. Dies führt dann zu vermehrter Produktion freier Radikale.
  • Die antimikrobielle Aktivität vermutet man in der elektrostatische Anziehung zwischen der negativ geladenen Zellmembran der Mikroorganismen und den positiv geladenen Nanopartikeln.
  • Es hemmt Phosphataufnahme in den Erregern
  • Es „entwindet“ die DNA und macht sie damit unbrauchbar
  • Kolloidales Silber stört die Zellteilung
  • es wirkt beschleunigt die Wundheilung erheblich
  • Hemmt HIF–1 (Hypoxie-inducible factor – 1) ? Hemmung Zellteilung, Förderung der Apoptose (Zellselbsttod) & Hemmung der Angiogenese (neue Bildung von Blutgefässen) [4]

Der entscheidende Punkt, der mich dabei interessieren würde, ist: wie „unterscheidet“ das Kolloidale Silber zwischen körpereigener und Erregerzellwand oder -strukturen. Meiner Ansicht nach fehlt hier ein wesentlicher Aspekt in den Hypothesen und bisherigen Beobachtungen.

Wofür kann man Kolloidales Silber nutzen?

Kolloidales Silber scheint so ziemlich bei allen bakterielle und viralen Entzündungen zu helfen. (@-alexraths-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Kolloidales Silber scheint so ziemlich bei allen bakterielle und viralen Entzündungen zu helfen. (@-alexraths-Depositphotos)

Im Grunde kann man Kolloidales Silber für alles nehmen, was auf einer Entzündung durch einen Erreger beruht. Ob dieser Erreger nun ein Virus, ein Bakterium, ein Pilz oder ein Parasit ist, scheint dabei unerheblich zu sein. Im Grunde alles, was in medizinischen Diagnose „-itis“ stehen hat. Ferner hat sich Kolloidales Silber der Wundbehandlung bewährt und als hygienische Massnahme, zum Beispiel in Form von versilbertem OP Besteck oder ähnliches. Eine Liste mit 109 weiteren Anwendungsmöglichkeiten des Kolloidalen Silber finden Sie, wenn dem Link folgen.

In Zeiten zunehmender Antibiotika-Resistenz und dem Aufkommen neuer Infektionserreger finde ich es besonders spannend, dass kolloidales Silber auch gegen gut wirkt. Getestet wurde dies mit Erfolg an resistenten klinischen Isolaten von Staphylococcus aureus, Escherichia coli, Pseudomonas Aeruginosa und Salmonella typhi[3].

Kolloidales Silber unterdrückt die Histamin– und Prostaglandinausschüttung bei allergischen und entzündlichen Reaktionen und es puffert überschießende Reaktionen des Immunsystems ab.

Ferner kann es die Wundheilung beschleunigen, zum Beispiel bei Verbrennungen, Unfällen und OPs,.

Kolloidales Silber ist zum Teil auch in der Lage hartnäckige Bakterien-Biofilme aufzubrechen und Antibiotika in ihrer Wirkung verstärken[5]. Auch verstärkt Kolloidales Silber (vermutlich) alle pflanzlichen Antibiotika und antiviralen Mittel[6].

Wie stellt man Kolloidales Silber her?

In der Forschung wird Silber Nanopartikel mit einer großen Bandbreite an verschiedenen Methoden produziert (Übersicht[7]):

  • Mit Wasser
  • Mit chemischen Reagenzien
  • Mit pflanzlichen Extrakten (biochemische Methode)
  • Mit Ultraschall
  • Mit Licht
  • Mit Mikrowellen
  • Radioaktive Bestrahlung
  • Eine Kombination aus den vorgenannten Methoden
Kolloidales Silber Generator (Medionic ipPRO) - ©Andreas Kallmeyer - Kallmeyer-Naturheilpraxis.de

Kolloidales Silber Generator (Medionic ipPRO) – ©Andreas Kallmeyer – Kallmeyer-Naturheilpraxis.de

Diese Methoden sind leider für den Alltag eher untauglich. Die gängigste Methode für die eigene Produktion von Kolloidalem Silber ist die Elektrolyse mit Silberstäben. Ich nutze hierfür bei mir den Medionic ipPRO Silbergenerator. Laut Hersteller sollen die Partikelgrössen im Bereich um 10 nm liegen. Zwei Silberstäbe aus reinem Silber werden mitgeliefert. Die Herstellung ist simpel:

  • Sauberes Glas mit destilliertem Wasser (Amazon) füllen
  • Silberstäbe in das Gerät stecken
  • Silberstäbe ins Wasser tauchen und das Gerät auf den Glasrand stellen
  • Strom an und einige Minuten warten
  • fertig ist das hausgemachte Kolloidale Silber.

Welche Nebenwirkungen treten auf?

Im Gegensatz zu Antibiotikagaben, die gerne mal die Darmflora durcheinander bringen, uns fett werden lassen und das Immunsystem stören, hat Kolloidales Silber keine nennenswerten Nebenwirkungen. Man sollte sich sich stets vor Augen halten, dass es sich um ein Medikament handelt, dass man in Massen nehmen sollte. Kolloidales Silber ist kein Ersatz für Wasser oder Tee als Flüssigkeitsversorgung!

In der Regel und moderaten Mengen wird das Silber dann binnen 24 Stunden meist wieder ausgeschieden[8]. Bei übermäßiger oder überlanger Nutzung könnte es unter Umständen zur Agyrie kommen, einer Silbervergiftung. Bei korrekter Anwendung ist das Risiko jedoch vernachlässigbar.

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Kolloidales Silber: Literaturquellen – Forschungsquellen – Fussnoten

  1. Balandin, G. V., Suvorov, O. A., Shaburova, L. N., Podkopaev, D. O., Frolova, Y. V., & Ermolaeva, G. A. (2015). The study of the antimicrobial activity of colloidal solutions of silver nanoparticles prepared using food stabilizers. J Food Sci Technol, 52(6), 3881–3886. doi:10.1007/s13197–014–1455-y https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26028773
  2. Kim, J. S., Kuk, E., Yu, K. N., Kim, J.-H., Park, S. J., Lee, H. J., … Hwang, C.-Y. (2007). Antimicrobial effects of silver nanoparticles. Nanomedicine: Nanotechnology, Biology and Medicine, 3(1), 95–101. http://www.nanomedjournal.com/article/S1549–9634(06)00346–7/abstract
  3. Assar, N. H., & Hamuoda, H. M. (2010). Colloidal silver as a new antimicrobial agent. Int. J. Microbiol. Res, 1(1), 33–36. http://tse.colloidalsilverkillsviruses.com/pdf/Antimicrobial_Agent.pdf
  4. Yang, T., Yao, Q., Cao, F., Liu, Q., Liu, B., & Wang, X. H. (2016). Silver nanoparticles inhibit the function of hypoxia-inducible factor–1 and target genes: insight into the cytotoxicity and antiangiogenesis. Int J Nanomedicine, 11, 6679–6692. doi:10.2147/IJN.S109695 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27994464
  5. Hwang, I.-s., Hwang, J. H., Choi, H., Kim, K.-J., & Lee, D. G. (2012). Synergistic effects between silver nanoparticles and antibiotics and the mechanisms involved. J Med Microbiol, 61(12), 1719–1726.
  6. Szweda, P., Gucwa, K., Kurzyk, E., Romanowska, E., Dzier?anowska-Fangrat, K., Jurek, A. Z., … Milewski, S. (2015). Essential oils, silver nanoparticles and propolis as alternative agents against fluconazole resistant Candida albicans, Candida glabrata and Candida krusei clinical isolates. Indian J Microbiol, 55(2), 175–183.
  7. Zhang, W., Qiao, X., & Chen, J. (2007). Synthesis of silver nanoparticles—effects of concerned parameters in water/oil microemulsion. Materials Science and Engineering: B, 142(1), 1–15. http://data2.xjlas.ac.cn:81/UploadFiles/sdz/cnki/??/ELSEVIER/balance%20water%20and%20salt/42.pdf
  8. Altman, R. (1999). Colloidal Silver: Where does it go when you drink it. How long does it stay there.

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