Diabetes ist eine chronische Stoffwechselstörung. Die Klette kann helfen (©Sergey-Lavrentev_Fotolia) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselstörung. Die Klette kann helfen (©Sergey-Lavrentev_Fotolia)

Der Diabetes wird ebenso wie Übergewichts und Adipositas zur Volksepidemie. Deutschland hat zwar noch nicht die erste Stelle besetzt, doch wir holen fleissig auf. Und mit dem Übergewicht geht meist ein metabolisches Syndrom einher und damit auch eine spezielle Form des Diabetes, Typ 2 Diabetes oder auch als Altersdiabetes bezeichnet.

Ich finde es immer wieder erschreckend, wieviel richtig übergewichtige Menschen ich beim U-Bahn fahren oder in Hannover’s Innenstadt sehe. Subjektiv sind es zu jedem Zeitpunkt mindestens 30%, eher mehr.

Dies liegt natürlich zum einen an der hohen Menge an Kohlenhydraten und dem einhergehenden Bewegungsmangel und zum anderen auch Toxinen, die wir über die Ernährung aufnehmen, wie zum Beispiel Pestizide, Glyphosat, Antibiotika, Konservierungsmittel …

Studie: Extrakt der Klettenwurzel bei Diabetes Typ 2

Von daher finde ich all das als interessant, welches hier Abhilfe schaffen kann. Und so stiess ich auf die aktuelle Studie[1] von Prof. Ahangarpour des Health Research Institute, Diabetes Research Center, Department of Physiology, Ahvaz Jundishapur University of Medical Sciences aus Ahvaz, Iran. In dieser Studie untersuchten sie einen Extrakt der Klettenwurzel auf seine antidiabetischen, blutfettsenkenden und leberschützenden Eigenschaften im Tierversuch.

Man teilte die Versuchstiere in mehrere Gruppen auf. Eine Gruppe blieb völlig unberührt von allem, bei allen anderen Gruppen wurde künstlich ein Diabetes hervorgerufen und dann mit unterschiedlich Methoden behandelt, auch mit einem klassischen Antidiabetikum. Und die eigentlich interessante Gruppe wurde mit dem Extrakt der Klettenwurzel behandelt. Bei allen Tieren wurden vorher und nachher Blutwerte entnommen. Es wurde das Insulin, Blutzucker, Leberwerte, Leptin und Blutfette bestimmt.

Nachdem bei den Tieren der Diabetes künstlich hervorgerufen wurde, verminderten sich die Insulin-, Leptin- und HDL-Cholesterinwerte; auf der anderen Seite stiegen die anderen Blutwerte wie LDL-Cholesterin und an ebenso wie Blutzucker und die Leberenzyme. Der Extrakt der Klettenwurzel konnte diese ungesunden Werte deutlich verbessern!

Fazit:

Klettenwurzeltee könnte eine Option im Kampf gegen den Diabetes Typ 2 sein und dabei helfen die schädlichen Folgen abzumindern.

Was können Sie noch gegen Diabetes tun?

Ein anstehender Diabetes ist ein langer Prozess, auf dessen Weg sie viele Möglichkeiten dem Schicksal zu entgehen. Hier einige Anregungen:

  • Ernährung: ich hatte eine Patientin in einem ehrbaren Alter, die zur Sanguinum Kur kam und die frisch auf antidiabtische Mittel eingestellt wurde. Im Rahmen der Sanguinum Kur, welche die Kohlenhydratzufuhr drastisch reduziert, verlor sie nicht nur 20 kg Fettmasse, sondern konnte auch schon nach zwei Wochen ihre Diabetes und Blutdruckmittel weglassen.
    Was soll Ihnen das sagen? – Mit der richtigen Ernährung alleine können Sie das drohende Schicksal eventuell schon abwenden!
    Und nun fragen Sie sich, was eine gesunde Ernährung ist? – Schauen Sie mal hier.
  • Sehr gerne arbeite ich auch mit Heilpilzen, also medizinisch wirksamen Pilzen, die oft eine jahrtausend alte Tradition haben. Hier hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Mischungen Auricularia + Reishi und Coprinus + Maitake in Ihrer Kombination hervorragend wirken und manchmal sogar eine Diabetes Medikation überflüssig machen können. Sie bekommen hochwertige Pilzpulverkapseln in Bio Qualität übrigens. (Heilpilzkapseln (Bezugsquelle) oder Heilpilzpulver (Amazon))
  • Nutzen Sie Zimtkapseln. Diese senken den Blutzucker, wirken antioxidativ und fördern das Gedächtnis. (Bezugsquelle Zimtkapseln)
  • Omega 3 Fettsäuren haben sehr vielseitige Wirkungen. Eine ist die Entzündungshemmung, eine andere ist, das Blut zu verdünnen sowie die Darmflora günstig zu beeinflussen – ein nicht zu unterschätzender Aspekt!Ausserdem regulieren Omega 3 Fettsäuren aus Fischöl die Blutfettwerte und führen in der Regel zu einer Erhöhung des HDL-Cholesterins und zu einer Senkung des LDL-Cholesterins und der Triglyzeride. Meine hochwertigen Omega 3 Fettsäuren aus Fischöl hole ich mir immer hier.
  • Auch sollte Sie hierbei auf seinen Vitamin D3 Spiegel achten. Ein Vitamin D3 Mangel verschlechtert die Insulinausschüttung und verschärft die Situation somit. Idealerweise lässt man sich den D3-Spiegel vorher bestimmen, bevor man Vitamin D3 einnimmt. Wenn Sie jedoch wie die Mehrzahl der Menschen sind, dann haben Sie vermutlich ein massives Vitamin D3 Defizit. Und das Schlimme ist, dass der Grenzwert mit 30 ng/ml so niedrig ist. Ignorieren Sie das und zielen Sie auf einen Wert von 65 ng/ml.Um dies zu erreichen können Sie relativ gefahrlos 5.000 I.E. Pro Tag nehmen. Dabei sollten sie auch immer etwas Vitamin K2 hinzunehmen oder sie nutzen das Vitamin D3 Öl von Tisso, wie ich es mache; denn dort ist Vitamin K2 bereits enthalten. Und sie müssen nicht noch mehr Tabletten schlucken…
  • Ferner unterstütze ich das Ganze immer gerne durch komplexhomöopathische oder spagyrische Mittel. Eine schöne Basiskombination mit komplexkomöopathischen Mitteln der Firma sind die Regenaplexe Nr. 6, 33/5, 50a, 62a und 510a.Man gibt diese Tropfen in ein oder mehrere Gläser Wasser und trinkt sie langsam, schluckweise aus. (Bezugsquelle)
  • Und natürlich das LaVita Vitalstoffkonzentrat. Durch seine Zusammensetzung aus fast 70 verschiedenen Gemüse- und Obstsorten, Heilkräuter und Gewürzen liefert es dem Körper alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und die so wichtigen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe.
    Und das ganze wird vom Körper optimal aufgenommen, wie eine Studie der Uni Wien an über 100 Probanden zeigen konnte! Ich empfehle Gesunden in der Regel 1 – 2 Esslöffel mit Wasser oder noch besser Kokoswasser (Bezugsquelle Kokoswasser). Kranke sollten etwas mehr nehmen!

 

Klette (Arctium lappa) antidiabetisch wirksam

Die Klette kann nicht nur bei Haarverlust sondern auch bei Diabetes helfen (© Krylov Nik - Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de3

Die Klette kann nicht nur bei Haarverlust sondern auch bei Diabetes helfen (© Krylov Nik – Fotolia.com)

Bekannt sind die Kletten durch die Anhaftung der purpurfarbene Blüten. Sie sind von einer Vielzahl von hakenförmigen Hüllblättern umgeben, die sich leicht in Textilien, Tierfellen oder Haaren verfangen. Daher auch die Redewendung, daß eine Person wie eine Klette an jemandem hängt.

Man kann bei der großen Klette sowohl die Blätter als auch die Wurzeln therapeutisch nutzen. Dabei werden die Wurzel erst im Herbst geerntet und an der Luft getrocknet. Die Klette enthält ätherisches Öl, Inulin, Schleime, Polyine, Gerbstoffe, Sitosterin, Tannin, Arctigenin, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Trachelogenin, Lappaol, Diarctigenin und weitere Inhaltsstoffe.[2]

Die Klette wirkt antioxidativ, antientzündlich, gegen Krebs, antimikrobiell, antidiabetisch und antiviral.[2]

Klassischerweise wurden Zubereitungen aus Klettenwurzeln bei Erkrankungen und Beschwerden im Bereich des Magen?Darm-Traktes, Gicht, Rheuma sowie als schweiß- und harntreibendes Mittel sowie zur „Blutreinigung“ angewendet. Äußerlich wird die Klettenwurzel bei Psoriasis, unreiner Haut und anderen Hauterkrankungen gerne eingesetzt.

Um die harntreibenden Eigenschaften der großen Klette zu nutzen, empfiehlt sich die Einnahme einer Weintinktur. Hierbei sollten 20 g des Krauts (Wurzel und Blätter) fünf Tage in 200 ml Wein angesetzt werden. [3]

Diabetes Mellitus – zuckersüss aber gefährlich!

Diabetes mellitus wird als Zuckerkrankheit bezeichnet. Es handelt sich um eine chronische Störung des Glukosestoffwechsel[4] mit in der Regel dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel durch Insulinmangel oder verminderte Reaktionsfähigkeit (reduzierte Insulinsensitivität).

Den Namen hat des Diabetes mellitus stammt von dem glukosehaltigen, „honigsüßen“ (mellitus) Urin. Glukose ist osmotisch wirksam, d. h.  es kommt dadurch zu einem Anstieg der Wasserausscheidung (osmotische Diurese). Und somit trinken Patienten mit Diabetes mellitus sehr viel, ohne dass es dafür offensichtliche Gründe gibt – ein typischer Verdachtsmoment für den Therapeuten. Gemeinsames Leitsymptom bei unbehandelten Patienten ist die chronische Hyperglykämie (erhöhte Blutzuckerwerte).

Verschiedene Diabetes-Formen

Im wesentlichen werden folgende Diabetes-Formen unterschieden (Duale Reihe Innere Medizin):

  • Type 1 Diabetes (absoluter Insulinmangel)
  • Typ 2 Diabetes (relativer Insulinmangel)
  • andere spezifische Diabetesformen z. B. als Folge von genetischen Defekten, von Infektionen, medikamentös verursacht usw.
  • Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

Ursachen und Verbreitung des Diabetes Type 2

In der Bundesrepublik Deutschland schätzt man die Diabeteshäufigkeit auf annähernd 8 %, mit steigender Tendenz. Über 90 % der Diabetiker sind Typ–2-Diabetiker. (Duale Reihe Innere Medizin)

Eine der Hauptursachen für den Typ–2-Diabetes ist die Fettleibigkeit, die mit chronisch erhöhter Insulinausscheidung einhergeht, was dann zu einer zunehmenden Insulinresistenz der Zellen führt, d. h. die Zellen können keiner weiteren aufnehmen.

Typische Diabetes Symptome

Häufig wird ein Diabetes Typ 2 eher als Zufalldiagnose entdeckt. Typische Symptome, die darauf hindeuten können, sind:

Diabetes Labordiagnostik

Im Labor werden beim Diabetes verschiedene Laborwerte aus Urin und Blut untersucht und bei einem manifesten (ausgeprägten) Diabetes werden einige dieser Werte über die Zeit hin immer wieder kontrolliert:

  • Nüchternblutzucker
  • Insulin im Blut
  • C-Peptid Bestimmung (als Maß für die noch vorhandene Insulinproduktion)
  • Hb1Ac (hervorragender Masstab für die durchschnittliche Glukosekonzentration)

Kurzfristige Diabetes Komplikationen

Ein Diabetes kann diverse äusserst gefährlich Komplikationen mit sich bringen. Akut und lebensbedrohend können zwei Komplikationen werden:

  • Coma diabeticum (diabetisches Koma): hier sind die Blutzuckerwerte immer deutlich erhöht
  • hypoglykämischer Schock: hier sinken die Blutzuckerwerte unter einen kritischen Grenzwert und die
    Betroffenen verlieren das Bewusstsein

Langfristige Diabetes Komplikationen

Langristig kann es jedoch zu ebenso gefährlich wie „unangenehmen“ Nebenwirkungen kommen. Diese sind dem Diabetes Kranken meist in den Anfangsjahren nicht so präsent und werden ignoriert auf Kosten eines späteren Wohlbefinden. Zu diesen gravierenden Nebenwirkungen zählen:

  • diabetische Retino- / Makulopathie (Krankhafte Veränderung des Augeninneren, führt zur Erblindung)
  • diabetische Nephropathie (Nierenschädigung bis hin zur Dialysepflicht)
  • Diabetische Neuropathie mit den betroffenen Organen:
    • Herz-Kreislauf z. B. mit stummen Herzinfarkten, Herzrhytmusstörungen usw.
    • Verdauungstrakt z. B. Völle-/Druckgefühl, Schluckstörungen
    • Urogenitalsystem mit erektiler Dysfunktion (keine Erektion), Blasenschwäche
    • Augen
    • Haut
    • Knochen
  • diabetische Fuss-Syndrom (Wunden an den Füssen arten in schwerste Infektionen aus=
  • Herzinfarkte
  • Schlaganfall
  • periphere arterielle Gefässverschluss (Schaufensterkrankheit)

  1. Ahangarpour, A., Heidari, H., Oroojan, A. A., Mirzavandi, F., Nasr Esfehani, K., & Dehghan Mohammadi, Z. (2017). Antidiabetic, hypolipidemic and hepatoprotective effects of Arctium lappa root’s hydro-alcoholic extract on nicotinamide-streptozotocin induced type 2 model of diabetes in male mice. Avicenna J Phytomed, 7(2), 169–179. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28348972
  2. Chan, Y.-S., Cheng, L.-N., Wu, J.-H., Chan, E., Kwan, Y.-W., Lee, S. M.-Y., … Chan, S.-W. (2011). A review of the pharmacological effects of Arctium lappa (burdock). Inflammopharmacology, 19(5), 245–254. http://repository.umac.mo/dspace/bitstream/10692/1172/1/7194_0_A%20review%20of%20the%20pharmacological%20effects%20of%20Arctium%20lappa%20(burdock).pdf
  3. Verlag, S. (2002). Lexikon der : Sybex Verlag. http://amzn.to/2hX3Cjl
  4. Bierbach, E. (2013). Naturheilpraxis heute Lehrbuch und Atlas (5. Aufl. ed.). München: Elsevier Urban & Fischer. http://amzn.to/2golPpt

Verwandte Artikel