Es war mal wieder soweit: eine super interessante Fachfortbildung der Firma ISO. Es ging um die Vertiefung der Kenntnisse im Bereich der Harnschau oder eleganter formuliert: Urinfunktionsdiagnostik (UfD).

Die Frage war: was lässt sich über den Menschen nur anhand seines Urins aussagen? (sehr viel übrigens!)

Lange Geschichte

Es ist nicht klar, wer der erste war, der den als diagnostisches Kriterium heranzog. Man geht davon aus, (460–375 v. Chr.) einer der ersten war. Er stellte Veränderungen des Uringeruch bei Fiebererkrankungen fest. Claudius Galenus (um 131 bis 201) befasste sich weitaus ausführlicher mit dieser Körperflüssigkeit und ihrer Beschaffenheit, um daraus Hinweise auf Krankheiten und ihren Verlauf zu gewinnen.
Die Urinfunktionsdiagnostik baut ihr intellektuelles Fundament auf der Vier-Säfte-Lehre, die Hippokrates postulierte. Hiernach erkrankt der Körper, wenn die vier Körperflüssigkeiten Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Ablauf einer Urinfunktionsuntersuchung

Untersucht wurde Urin in Fortbildung mit 4 verschiedenen Reagenzien, die dem Urin zugegeben wurden. Dazu verteilten wir den Urin auf 6 Reagenzgläser. 4 der 6 Reagenzgläser wird ein paar Tropfen Reagenz hinzugefügt. Und dann beobachtet man die Reaktion im Reagenzglas. Je nach zugefügter Reagens erhält man wertvolle Informationen über den Zustand von Darm, , Nieren etc.
Anschließend werden 5 der 6 Reagenzgläser in Kochendes Wasser gehalten, um sich aufzuheizen. Nach 2-3 Minuten werden die Gläser herausgenommen und erneut inspiziert. Auch nun lassen sich aus den Erscheinungen Rückschlüsse auf Störungen innerer organische Erkrankungen schließen.
Hier ein Bild im Kalt-Zustand (links) und im gekochten Zustand (rechts).

Die Ergebnisse werden ausgewertet und zusammengetragen. Der entscheidende Teil ist nach der Analyse die Synthese. D. h. die Ergebnisse und die bekannten Symptome in ein Gesamtbildbild und eine Gesamtdiagnose einzuordnen. Dies ermöglicht dann dem Therapeuten, die Therapie und die Medikamente zusammenzustellen.

Bei diesem Prozess wurden wir von dem sehr kompetenten und erfahrenen Kollegen Markus Engel unterstützt und/oder ausgebildet. Durch seine jahrzehntelange Erfahrung mit dieser Methode kommt er deutlich schneller zu einer Diagnose. Dadurch konnten wir viele Fälle ausführlich besprechen und neue Gedankenansätze und Therapieideen entwickeln.
Oftmals stellte sch dabei der Darm als Hauptverantwortlicher dar, der als erstes therapiert werden musste. Sonst hätte dieser den Körper permanent selbst vergiftet. Die sog. Autointoxikation wiederum führt zu einer erheblich Leberbelastung, da dies gewissermaßen das Klärwerk des Körpers ist.

Hier ein Blick auf das ‚Mini-‘, mit bzw. an dem wir gearbeitet haben:

Die Firma ISO ist eine der wenigen verbliebenen Firmen im Bereich der Spagyrik. Organisiert wurde das Ganze von der engagierten und hilfsbereiten Frau Dr. Ruth Siewe.

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