Löwenzahn (Taraxacum officinalis), hier mit Samen als

(Taraxacum officinalis), hier mit Samen als „Pusteblume“ ist eine tolle und Nierenpflanze, die gleichzeitg die Augen stärken kann. ( ©Andreas Kallmeyer – Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Ist Ihnen schon nach einem fettigen Essen übel geworden oder haben Sie einen Blähbauch gehabt? – Dann sollten Sie sich diese Pflanze merken.
Traditionell wird der Löwenzahn nicht nur bei allen Problemen der Leber und der Gallenblase verwendet, sondern findet seine Anwendung bei Nieren- und Blasensteinen. In der Literatur wird auch die Bedeutung bei der Behandlung von Diabetes mellitus erwähnt, die allerdings schulmedizinisch bisher nicht belegt werden kann.

In der Volksheilkunde wird Löwenzahn zur „Blutreinigung“, bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht, Ekzemen, Lebererkrankungen und zur Diurese angewendet. Bei Frühjahrskuren (als Salat oder Saft) wird er gerne zur Anregung des Stoffwechsels angewendet.

So wird er in der angewendet

Auch die chinesische Medizin kennt ihn:
Gemäß den Kategorien der chinesischen Medizin lässt sich Löwenzahn als kühl-kaltes, bitter-süßes Mittel mit Wirkrichtung nach außen – unten klassifizieren.

  • Es tonisiert (Süße) und bewegt (Bitterkeit) Qi von Leber und Gallenblase sowie von Magen und Darm.
  • Es leitet Hitze aus Leber, Gallenblase, Magen und Darm.
  • Es unterstützt Niere und Blase beim Ausleiten von Nässe.
  • Es beseitigt Nässe-Hitze und Hitze-Toxin aus dem Körper.
  • In den Begriffen der chinesischen Medizin trägt Löwenzahn zu einer Bewegung des Leber-Qi nach außen verteilend bei.
  • Löwenzahnwurzel kann gut als nicht erhitzendes Qi-Tonikum eingesetzt werden, besonders bei aufsteigendem Leber-Yang.

Ein schönes Rezept bei Gallenkoliken und Gallenbeschwerden ist folgendes:
Pfefferminzblätter,
Löwenzahn je 15 g
Arnika,
Kamille je 10g

Mischen lassen und dann 1 EL mit einem ¼ Liter kochenden Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Das ganze sollte man mehrmals täglich über eine längere Zeit einnehmen.

Und so wirkt Löwenzahn (Taraxacum officinalis) in der Homöopathie und Spagyrik

In der Homöopathie wird der Löwenzahn bei Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Leber- und Nierenleiden mit häufigem Harndrang angewendet. Ebenso auch bei stechenden Schmerzen  im Kopf und den Augen.

In der Spagyrik nach Dr. Zimpel ist der Löwenzahn eine der gewaltigsten Pflanzen, denn Sie vermag Hass, Wut, Zorn und andere negative Gefühle in Liebe umzuwandeln.  Es ist eine soziale Pflanze, die einem hilft, sich den anderen und dem Leben zu öffnen. Sie öffnet unseren Geist für neue Erfahrungen.

Löwenzahn (Taraxacum officinalis) kann bei Leber und Nierenprobleme helfen. ( ©Andreas Kallmeyer - Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Löwenzahn (Taraxacum officinalis) kann bei Leber und Nierenprobleme helfen. ( ©Andreas Kallmeyer – Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Der Ursprung des Löwenzahns

Der Löwenzahn hat gaaanz viele Namen Pusteblume, Wiesenlattich, Augenmilch, Augenwurz, Bärenzahnkraut, Bayrischer Enzian, Beddschìssa, Bettpisser, Blindblume, Brummer, Butterblume, Butterstecker, Eierkraut, Franzosensalat, Hahnenspeck, Hundeblume, Judenblume, Kettepösch, Kettenblume, Kuhblume, Kuhlattich, Kuhscheiß, Laternenblume, Lichtbloom, Märzblume, Maiblume, Marienzahn, Melkdistel, Milchdistel, Milchstöck, Pappenstiel, Pfaffenkopf, Pfaffenplatte, Pferdeblum, Pusteblum, Röhrlkraut, Schäfchenblume, Schweineblume, Saurüssel, Sonnenwurzel, Teufelsblume, wilde Zichorie u. v. a.
Der Löwenzahn ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 und 30 cm erreicht und in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Seine bis zu 1 m (selten auch bis 2 m) lange, fleischige Pfahlwurzel ist außen dunkelbraun bis schwarz. Sie geht in eine kurze, stark gestauchte Sprossachse über, auf der die Blätter dicht in einer grundständigen Rosette stehen. Nach einer Verletzung des Vegetationspunktes regeneriert sich die Pflanze aus der Wurzel und bildet dann meist mehrere Blattrosetten. Die 10 bis 30 cm langen Blätter sind eiförmig bis eilanzettlich, unregelmäßig stark gelappt und tief eingeschnitten und gezähnt. Einschnitte und Zähne sind von der Basis bis zu etwa 2/3 der Länge stark, weiter zur Blattspitze häufig geringer ausgeprägt.

Der Name Taraxacum ist nach dem arabischen Arzt Avicenna (Ibn Sina) um 1000 n.Chr. über das Mittellateinische aus dem arabisch-persischen tharakhchakon hervorgegangen. Officinale ist neulateinisch und bedeutet «in der Apotheke gebräuchlich». Es ist abgeleitet vom lateinischen officina, das mit «Werkstatt», später auch mit «Apotheke» übersetzt wird. Alte Namen sind wenig bekannt; die Pflanze lässt sich nicht mit Sicherheit in den Schriften des Altertums und des frühen Mittelalters nachweisen. Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass das massenhafte Auftreten des Löwenzahns als Begleiter der menschlichen Kultur erst in die letzten Jahrhunderte fällt, seitdem die Jauchedüngung der Wiesen dieser Art zugute kommt. Von allen einheimischen Pflanzen hat der Löwenzahn die meisten Volksnamen. Der deutsche Apotheker Jakob Dietrich von Bergzabern (= Tabernaemontanus) empfahl diese Pflanze «wider die Brunst des Magens und der Leber, sie eröffne die  Verstopffung derselben, vertreibe die Harnwinde und treibe den Harn gewaltiglich».
Der Löwenzahn hat zahlreiche hochwirksame Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Flavonoide, Gerbstoffe, viel Calcium, Inulin und Cholin sowie Vit. B1,B2,C,D; Eisen, Mangan, Natrium, Silizium und Schwefel in Spuren.

Schulmedizinische Anwendung

Die schulmedizinischen Indikationen sind u. a.: Leber- und Galleerkrankungen, Völlegefühl, Blähungen, Appetitlosigkeit, Störung des Gallenflusses, Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose, Myalgie, mangelnde Ausscheidung, Mangelnde Diurese, verhindert Nieren-, und Gallensteinbildung, Hautkrankheiten, Neurodermitis, Akne, Ekzem, Ausschlag, Diabetes, kalte Extremitäten.
Da der Löwenzahn die Galleproduktion und Darmbewegungen fördert, sollten Menschen mit einem Verschluss der Gallenwege, einem Gallenblasenempyem (Eiterherd, Entzündung) oder  einem Darmverschluss auf Löwenzahn verzichten.

Fazit:

Der Löwenzahn ist kein Un-Kraut, sondern eine Heilpflanze ersten Ranges!

Welche Erfahrungen haben Sie mit Löwenzahn?
Wie verwenden Sie Ihn?
Schreiben Sie mir!
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen!

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