Haarausfall am Kopf und am restlichen Körper (©-macroart-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

am Kopf und am restlichen Körper (©-macroart-Fotolia.com)

Haarausfall () kennen viele von uns, Männer wie Frauen. Bei manchen tritt es Zeiten von Stress auf, andere haben eine Schilddrüsenfehlfunktion und bei Frauen tritt es in den Wechseljahren auf.

Nur wenige haben das Problem, dass am ganzen Körper die Haare ausfallen: Kopf, Bart, Arme, Beine, Augenlider, Schambereich usw. Manchmal läßt sich die Ursache finden wie z. B. eine Schilddrüsenfehlfunktion, oft jedoch läßt sich keine Ursache finden.

Deswegen im folgenden einige Anregungen und Ideen, die keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit haben:

  • Falls es noch nicht gemacht wurde, sollte ein umfangreicher Schilddrüsenstatus gemacht werden: TSH, T3, T4, Selen und am besten noch die Autoantikörper dazu. Liegt ein Problem vor, sollten sie relativ hochdosiert Selen einnehmen, cca. 200 – 500 ug pro Tag. Selen ist für die Schilddrüsenfunktion extrem wichtig. Manche Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse lassen sich zum Teil mit Selengaben in den Griff bekommen.
  • Auch sollte man Nebenschilddrüse und die Hoden untersuchen lassen. Ein Mangel an Testosteron kann neben anderen Beschwerden auch zu Haarausfall führen.
  • Sehr unwahrscheinlich, aber möglich: Syphilis und verwandt dazu die Borreliose. Wenn man alles schon ausgetestet hat, dann spricht nichts dagegen, dies auch noch mit zu berücksichtigen.
  • Man sollte auch mal einen Mineralien und Vitaminstatus machen lassen. Der ein oder andere Vitaminmangel könnte auch begleitend Haarausfall nach sich ziehen: spielt eine wesentliche Rolle im Stoffwechsel des Cysteins, der wichtigsten Aminosäure für den Aufbau des Haarkeratins. Bei Zinkmangel ist das Haar häufig dünn, farblos und brüchig. Auch bei einem Eisenmangel kann es zu Haarausfall kommen sowie blassen, rissige Haut und brüchige, löfflige Nägel. Natürlich sollte man hier etwas tiefer graben und versuchen die Ursache für den Mangel zu klären. (3)

Welche Medikamente nehmen Sie?

Medikamente als Ursache für Haarausfall (©-psphotography-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Medikamente als Ursache für Haarausfall (©-psphotography-Fotolia.com)

Haben Sie sich mal den Beipack- oder ‚Waschzettel‘ mal durchgelesen?
Anti-Epileptika (Mittel gegen Epilepsieanfälle), bestimmte Mittel gegen Prostatahyperplasie (Vergrößerung der Prostata), Heparine (Antikoagulanz = Hemmung der Blutgerinnung), Mittel gegen erhöhte Blutfettwerte und andere mehr können Haarausfall direkt oder auch indirekt über Mangelerscheinungen erzeugen. (4)
Pflanzliche Präparate, die bei Haarproblemen helfen könnten sind: die Klette (1), die Brennesselwurzel (2) und Ginkgo. Primär werden diese Pflanzen äußerlich angewendet z. B. als Abkochung oder auch als alkoholische Tinktur oder als Salbe. Dies kann man sich auch alles recht gut selbst herstellen.

Schwermetalle?

Schwermetalle wie Quecksilber im Amalgam können viele Probleme im Körpen machen (©-jimbycat-iStockphoto.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Schwermetalle wie Quecksilber im Amalgam können viele Probleme im Körpen machen (©-jimbycat-iStockphoto.com)

Desweiteren sollte man an Schwermetallbelastungen denken. Quecksilber aus Amalgamfüllung oder aus der Umwelt kann zu einem Zink und Selenmangel führen, was dann wieder z Haarausfall und anderem führen kann (5). Ich würde hier über einen Urinprovokationstest untersuchen, welche Schwermetalle oder Giftstoffe schlecht entgiften kann.

Es gibt auch den Ansatz von einer Autoimmunerkrankung auszugehen. In diesem Fall könnte eine Eigenblutherapie vermischt mit einigen homöopathischen Mitteln sehr hilfreich sein.

Und auch die Chinesische Medizin in Form der und Pflanzenheilkunde kann hier wertvolle Dienst leisten.

Wichtig ist eine gründliche Anamnese. Dem geschulten Therapeuten erschließt sich oft schon hieraus die Ursache und der Behandlungsweg. Jedoch ist der Haarausfall am ganzen Körper sehr schwierig zu behandeln!

Quellen:
(1) Wood, Matthew (2008): The earthwise herbal. A complete guide to Old World medicinal plants. Berkeley Calif.: North Atlantic Books.
(2) Treben, Maria (2005): Gesundheit aus der Apotheke Gottes. Ratschläge und Erfahrungen mit Heilkräutern. 87. Aufl., Orig.-Ausg. Steyr: Ennsthaler.
(3) Gröber, Uwe (2008): Orthomolekulare Medizin. Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte ; mit 75 Tabellen. 3., unveränderte Aufl. Stuttgart: Wiss. Verl.-Ges.
(4) Mutschler, Ernst (2001): Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie ; mit einführenden Kapiteln in die Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie. 8., völlig neu bearb. und erw. Stuttgart: Wiss. Verl.-Ges.
(5) Hill, Hans-Ulrich (2009): Chronisch krank durch Chemikalien. Schadstoffbelastung, Folgewirkungen, chronische Krankheiten, Diagnostik und , gesundheits-und sozialpolitische Aspekte ; ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige, medizinisches Personal, Hausärzte und Gesundheitswesen. 2., überarb. und erg. Aachen: Shaker (Berichte aus der Medizin).

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