Was ist das besondere am Dunkelfeldmikroskop bzw. an der Dunkelmikroskopie mit lebendem Blut?

Dies ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Ich werde versuchen sie im nachfolgenden auf einfach und anschauliche Weise zu erläutern.

Die Antwort gliedert sich in zwei Teile: die Technik und ‚die Idee dahinter‘. In diesem Beitrag geht es um die Technik.
Am einfachsten lässt sich ein Dunkelmikroskop durch die Gegenüberstellung mit einem ‚normalen ‘ verstehen. Der wesentliche Punkt ist die Durchleuchtung des Präparats. Dazu die nachfolgende einfache Grafik:

Wie man sieht, geht das Licht beim ‚normalen Mikroskop‘ gerade hindurch, während das Licht beim Dunkelfeldmikroskop schräg einfällt. Dadurch kommt es an zu beobachtbaren Objekten zu Beugungseffekten.

Was ist nun das Endresultat dessen?

Die Beugungseffekte des Lichtes am Objekt und schräge Lichteinfall führen dazu, dass besonders feine Strukturen wie z. B. rote Blutkörperchen () oder weisse Blutkörperchen (Granolyzten o.a.) zu sehen und das OHNE Einfärbung. Im kann man also am noch lebenden Objekt untersuchen!
Das Lichtmikroskop hingegen macht Strukturen deutlich, die viel Licht absorbieren.
Was heisst nun Absorption? – Einfach übersetzt heißt es Aufnahme. Es stellt ein Maß dafür dar, wieviel Licht verloren geht, wenn das Licht durch etwas hindurch geht.
Einfaches Beispiel: Nehmen Sie zwei Stoffe, einen hauchdünne und einen sehr dicken.  Wenn sie nun vor beide eine Taschenlampe halten, werden sie hinter dem dicken Stoff weniger Licht sehen als hinter dem dünnen. Dasselbe Prinzip nutzen wir bei Vorhängen.

Hier einige weitere Links, wo das Ganze technischer erläutert wird:
http://www.sinnesphysiologie.de/methoden/fluo/confocl.htm
http://www.univie.ac.at/mikroskopie/2_kontraste/phasenkontrast/3a_prinzip2.htm
http://www.mikroskopie.de/kurse/dunkelfeld/dfkimmers.htm

(Bildquellen: eigen, Wikipedia)

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