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Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz) hat unglaubliche viele Anwendungsmöglichkeiten (@-sommaill-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz) hat unglaubliche viele Anwendungsmöglichkeiten (@-sommaill-Depositphotos)

Gelbwurz hat – gefühlt – eine Myriade Anwendungen. Er gehört zu der Gruppe der Amara acria, der Pflanzen mit Bitterstoffe und  Scharfstoffen, die einen feurigen Geschmack haben und die Verdauungssekrete und Darmbewegung anregen.

Kurkuma ist ein verwandter des Ingwer

Kurkuma (engl. Tumeric) ist eine tropische Gebirgspflanze mit Heimat in Indien und Südostasien und sie gehört zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Sie ist somit eng mit dem Ingwer verwandt.

Ingwer ist ein naher Verwandter des Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz). ( ©Andreas Kallmeyer - Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Ingwer ist ein naher Verwandter des Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz). ( ©Andreas Kallmeyer – Kallmeyer-Naturheilpraxis.de)

Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz) enthält auch Curcumine

Kurkuma enthält Proteine, Fett, Mineralien, Kohlenhydrate, Flüssigkeit sowie Scharf- bzw. Bitterstoffe. Das ätherische Öl (ca. 6%), das durch Wasserdampfdestillation von Rhizomen (Wurzelstock) gewonnen wird, weist a-Phellandren, Sabine, Cineol, Borneol, Zingiberen und Sesquiterpene auf. Für die gelbe Farbe (und einen grossen Teil der medizinischen Wirkung) ist Curcumin verantwortlich. Es umfasst die Curcumine I bis III[1]. Die bereits erwähnten Scharf- bzw. Bitterstoffe setzen sich aus den Curcuminen und anderen nichtflüchtigen gelben Pigmenten zusammen.

Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz) traditionell bei Verdauungsstörungen eingesetzt

Kurkuma wird klassisch bei Magen-Darm-Beschwerden und Problemen der Galle gegeben (©-Gina-Sanders-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Kurkuma wird klassisch bei Magen-Darm-Beschwerden und Problemen der gegeben (©-Gina-Sanders-Fotolia.com)

Traditionell wurde Kurkuma bei dyspeptischen Beschwerden eingesetzt. Typische Symptome einer Dyspepsie[2] bzw. dyspeptische Beschwerden sind Völlegfühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Nahrungsverweigerung, Durchfall, Erbrechen, Aufstoßen, Sodbrennen, retrosternalen Schmerz, Meteorismus und vorzeitiges Sättigungsgefühl. Diese Verdauungsstörung wird mitunter auch als Reizmagen bezeichnet.

Aktuelle Forschung zeigt breites Wirkspektrum des Kurkuma und des Curcumins

In der aktuellen Forschung bezieht man sich sehr stark auf die Eigenschaften des Curcumin, da dieses einen Großteil der Heilwirkungen zu produzieren scheint. Curcumin wirkt neben anderem:

Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz) könnte diverse Medikamente ersetzen

Auf Greenmedinfo.com erschien ein sehr Artikel, der nahelegte, dass Kurkuma 14 verschiedene Medikamente ersetzen könne. Ich vermute es werden von Jahr zu Jahr mehr, die er ersetzen kann. Denn die Forschung entdeckt immer neue Wirkungen des Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz).

Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz)kann eingesetzt werden oder wurde historisch eingesetzt bei:

Tip 1:
Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz) als Gewürz hat leider den Nachteil, dass es nur in geringem Masse im Darm aufgenommen wird. Geben Sie dem Gelbwurz etwas Pfeffer hinzu und die Aufnahme verbessert sich nahezu um den Faktor 200 bis 2000! [12] [13]

Pfeffer verbessert die Aufnahme von Kurkuma in den Organismus um den Faktor 200 (@-JanPietruszka-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Pfeffer verbessert die Aufnahme von Kurkuma in den Organismus um den Faktor 200 (@-JanPietruszka-Depositphotos)

Tip 2:
Kurkuma lässt sich mit fast jedem Essen kombinieren. Dazu müssen Sie nix indisches kochen. Bei mir kommt in fast jedes Essen – ob Tomatensuppe, Rühreier, Grünkohl, Rotkohl, Linsensuppe, Kürbissuppe, Smoothies und so weiter. Natürlich stets mit einer Prise Pfeffer verbunden.

Bezugsquellen von Kurkuma

Meine Empfehlungen für Kurkuma Präparate (@-areeya-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover

Meine Empfehlungen für Kurkuma Präparate (@-areeya-Depositphotos)

Ein schönes Kurkuma Präparat ist das Pro Curmin Complete II von Tisso, welchem nicht nur Kurkuma sonder auch einige weitere Heilpflanzen mit verarbeitet sind (Bezugsquelle Tisso Pro Curmin Complete II)

Ein weiteres hervorragendes Kurkuma-Präparat ist das Curcumin-Loges von Dr. Loges mit einer fettbasierten Struktur, die bis 200 mal besser aufgenommen wird. (Bezugsquelle Curcumin Loges)

Und mein Kurkuma (Gelbwurz) – Pulver für Esseen hole ich mir über Amazon (Amazon: Kurkuma)


  1. Anil Kumar, J. D., Anup Singh. (2011). A Review On Spice Of Life Curcuma Longa (Turmeric). International Journal of Applied Biology and Pharmaceutical Technology, 2(4), 371–379. < http://www.ijabpt.com/pdf/23051-Anil%20kumar%20patil[1].pdf>
  2. Typische Symptome einer Dyspepsie bzw dyspeptische Beschwerden sind Völlegfühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Nahrungsverweigerung, Durchfall, Erbrechen, Aufstoßen, Sodbrennen, retrosternalen Schmerz, Meteorismus und vorzeitiges Sättigungsgefühl.
    Diese Verdauungsstörung wird mitunter auch als Reizmagen bezeichnet. Ausgelöst wird sie durch eine krankhafte Veränderung des Magensaftes oder verstärkte Bewegungen des Magens. Auch psychische Ursachen kommen in Frage wie Geschwüre oder Krebs.  ?
  3. Prafulla Sabale, A. M., Vidya Sabale. (2013). Curcuma longa Linn. A Phytochemical and Phytopharmacological Review. Research J. Pharmacognosy and Phytochemistry, 5(2), 59–68.  https://www.researchgate.net/profile/Arjun_Modi3/publication/301644533_Curcuma_longa_Linn_A_Phytochemical_and_Phytopharmacological_Review/links/5777a8be08ae1b18a7e438a4.pdf?origin=publication_list
  4. Moghadamtousi, S. Z., Kadir, H. A., Hassandarvish, P., Tajik, H., Abubakar, S., & Zandi, K. (2014). A review on antibacterial, antiviral, and antifungal activity of curcumin. Biomed Res Int, 2014, 186864. doi:10.1155/2014/186864
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4022204/pdf/BMRI2014-186864.pdf
  5.   Karl, J. (1995). Neue Therapiekonzepte für die Praxis der Naturheilkunde ein Wegweiser durch Erkrankung und Heilung aus ganzheitlicher Sicht. München: Pflaum.   http://amzn.to/2fh00cK
  6.   Pahlow, M. (2013). Das große Buch der Heilpflanzen gesund durch die Heilkräfte der Natur (Genehmigte Lizenzausgabe für Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG ed.). Hamburg: Nikol Verlag.   http://amzn.to/2g5Eomt
  7.   Hänsel, R., Sticher, O., & Steinegger, E. (2010). Pharmakognosie – Phytopharmazie mit 182 Tabellen (9., überarb. und aktualisierte Aufl. ed.). Heidelberg: Springer Medizin.    http://amzn.to/2fo70ml
  8. Kranzberger, B., & Mair, S. (2000). Pflanzenmonographien Heilpflanzen nach Monographie, Gegenwart, Humoralpathologie (1. Aufl. ed.). München: Foitzick.  http://amzn.to/2fGrtXP
  9. Vaughn, A. R., Branum, A., & Sivamani, R. K. (2016). Effects of Turmeric (Curcuma longa) on Skin Health: A Systematic Review of the Clinical Evidence. Phytother Res, 30(8), 1243–1264. doi:10.1002/ptr.5640  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27213821
  10.   Wood, M. (2008). The Earthwise Herbal. A complete Guide to old world medicinal plants: North Atlantic Books  https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de/azearthwiseherbal1
  11. Haddad, M., Sauvain, M., & Deharo, E. (2011). Curcuma as a parasiticidal agent: a review. Planta Med, 77(6), 672–678. doi:10.1055/s–0030–1250549  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21104602
  12. Dudhatra, G. B., Mody, S. K., Awale, M. M., Patel, H. B., Modi, C. M., Kumar, A., … Chauhan, B. N. (2012). A comprehensive review on pharmacotherapeutics of herbal bioenhancers. ScientificWorldJournal, 2012, 637953. doi:10.1100/2012/637953 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23028251
  13. Prasad, S., Tyagi, A. K., & Aggarwal, B. B. (2014). Recent developments in delivery, bioavailability, absorption and metabolism of curcumin: the golden pigment from golden spice. Cancer Res Treat, 46(1), 2–18. doi:10.4143/crt.2014.46.1.2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24520218

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