(Hypertonie) ist eine schleichende Erkrankung ähnlich dem Diabetes. Sie macht sich oft erst spät bemerkbar, da die Frühwarnzeichen harmlos sind. Die Naturheilkunde kann sich hier durchaus mit den schulmedizinische Methoden messen – je nach Art des Bluthochdrucks.

Ab wann ist es Bluthochdruck?

Allgemeinhin wird ein Bluthochdruck als solcher diagnostiziert, wenn nach mehrfacher Messung zu verschiedenen Zeiten die Werte > 139/89 sind. Zu bedenken ist dabei die sogenannte ‚Weißkittel‘-Hypertonie. Dies ist eine akute, stressbedingte Hypertonie, die immer nur beim Arzt auftritt, jedoch nicht bei Selbstmessungen.

Ursachen der Hypertonie

Der landläufige als Bluthochdruck bezeichnete Zustand ist medizinisch gesehen ein arterieller Bluthochdruck, d. h. der Druck in den Arterien ist zu hoch. Die Schulmedizin wie auch die Naturheilkunde unterscheiden hier jedoch, ob dieser Druck durch eine andere körperliche Veränderung oder Entgleisung entsteht, oder „einfach so da ist“. Letzter wird als primärer oder essentieller Bluthochdruck bezeichnet.
Aus naturheilkundlicher Sich hat dieser essentielle Bluthochdruck meist denselben Grund: bestimmte Bereiche des Körpers werden nicht ausreichend versorgt, so dass der Körper den Druck in der ‚Pipeline‘ erhöht. Alternativ kann er auch durch Dauerstress bedingt sein. Die Ursache des Stress’s zu finden, wäre dann die Hauptaufgabe des Therapeuten. Es muß sich dabei nicht nur um emotionalen Stress handeln…

eine Therapiealternative

Ein  möglicher Weg den Bluthochdruck zu behandeln ist die Eigenblutherapie, ein klassisches Naturheilmittel. Die Eigenblutherapie ist eine vergleichsweise junge Therapieform. Sie ist ca. 150 Jahre  alt. Damals hat ein Wundarzt festgestellt, dass Brüche besser und schneller verheilen, wenn etwas Eigenblut in bzw. an die Bruchstelle injiziert wird.

Formen und Vorgehen

Heutzutage geht man wie folgt vor:
Der  Therapeut entnimmt dem Patienten aus der Armvene etwa ein bis zehn oder mehr Milliliter Blut und spritzt sie in den Gesäßmuskel (oder wieder zurück in die Vene) .
Es gibt verschiedene Formen der Eigenblutbehandlung:

  • unbehandelt
  • mit Medikamenten versetzt
  • Licht-aktiviert (UVE / UVB)
  • Sauerstoff und Licht aktiviert (HOT)
  • Ozonisiert (große Eigenbluttherapie)
  • ‚Zerbröselt‘ (Foamake™ von Spenglersan)

Wirkungsweise der  Eigenblutbehandlung

Die Injektion für zu einem örtlich begrenzten Bluterguß mit nachfolgenden Entzündungszeichen (Rötung, Schwellung, Erwärmung, ev. Schmerz). In der Folge geht die lokale Reaktion über in eine allgemeine, systemische Reaktion.
Dabei können folgende Phänomene beobachtet werden:

  • eine Leukozytose, also ein Anstieg der weißen Blutkörper
  • die Anregung des gesamten Stoffwechsels
  • die Auslösung unspezifischer Immunreaktionen
  • eine Temperaturerhöhung
  • Antikörperbildung
  • Das Auftreten subjektiver Phänomene
  • Herdreaktionen

Die Eigenbluttherapie ist eine klassische Reiztherapie. Man setzt mit dem abgenommenen Blut einen Reiz im Körper des Patienten und aktiviert bzw verstärkt die Regulationsfähigkeit des Organismus. Viele Erkrankungen können auf eine mangelnde Regulationsfähigkeit oder eine einseitige Regulation zurückgeführt werden. Eigenblutbehandlungen heben diese Starre auf.

Wirksam: ja oder nein?

Trotz entsprechender Erfolge wird diese Therapieform von vielen Schulmedizinern kritisch beäugt.  Auch sollen Untersuchungen die nicht-Wirksamkeit bestätigt haben. Aus naturheilkundlicher Sicht aber lassen gute Erfolge mit der Eigenblutherapie erzielen bei:

  • Besserung des Allgemeinbefindens (physisch und psychisch)
  • Bluthochdruck
  • allgemeine Rekonvaleszenzförderung (z. B. Erholung nach langen Krankheiten oder einen Burn-Out)
  • Depressionen, Erschöpfungszustände
  • Entzündungshemmung
  • Steigerung der Immunabwehr
  • Arthrosen
  • Akute und chronisch entzündliche Erkrankungen
  • Tumorbegleitung
  • Reduzierung stark wirkender Arzneigaben
  • klimakterische Beschwerden

Für mich hat die Eigenbluttherapie ihren festen Platz im Werkzeugkasten des naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten – ob Arzt oder Heilpraktiker. Sie hat sich oftmals als sehr wirksam herausgestellt.

 

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Haben Sie eigene Erfahrungen gewonnen mit der Eigenblutherapie?
Dann schreiben Sie mir. – Ich freue mich über Ihr Feedback!

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