In Zeiten steigender psychische Belastungen durch die beruflichen und privaten Anforderungen leiden immer mehr Menschen unter Magenbeschwerden. Und oft versteckt dahinter eine Gastritis, also eine Magenschleimhautentzündung. Diese kann sich schleichend entwickeln und im schlimmsten Fall eine Magenblutung oder eine Magendurchbruch verursachen. Oft macht die Magenschleimhautentzündung sich durch ein Brennen in der Magengrube bemerkbar.

Statt nun gedankenlos Protonenpumpenhemmer oder andere Magensäurehmmer einzunehmen, hier mal eine „bittere Alternative“:

Bitteres Teerezept für Magenbeschwerden, vor allem bei chronischer Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Baldrianwurzel

Pfefferminze

Holunderblätter
je 10 g von jedem

Zubereitung: Einen Eßlöffel mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Nach Möglichkeit drei Tassen täglich trinken. Bitte nicht während der Schwangerschaft!

– das pflanzliche ‚Anti--Mittel‘

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Baldrianwurzeln sind ätherische Öle neben Valeronsäuren (Mono- und Sesquiterpene). Valerionsäure ihre Abkömmlinge beinhalten beruhigende Eigenschaften und hemmen den Abbau eines Botenstoffes. Die beruhigende Wirkung der Baldrianwurzeln beim Menschen wurde in sehr vielen Studien mit Erfolg nachgewiesen. Die Baldrianwurzel wurden immer wieder bei Unruhezuständen und nervös bedingte Einschlafstörungen empfohlen.
In der Volksheilkunde werden Arzneimittel mit Baldrian Extrakt bei:

  • / Schlafstörung
  • Unruhe
  • Angst
  • nervöser Erschöpfung / geistiger Überarbeitung / allgemeiner Leistungsschwäche
  • Konzentrationsschwäche
  • Reizbarkeit
  • Stress
  • Kopfschmerzen / Migräne

Schafgarbe – das Mittel des Blutflusses

Inhaltsstoffe der Schafgarbe sind Proazulen, Ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide, Chamazulen, Kampfer, Achillein und andere Bitterstoffe sowie verschiedene Mineralien (vor allem Kalium).
Verwendung findet die blühende Schafgarbe als Bittertonikum bei Verdaungsstörungen und Koliken. Zudem werden die Blüten zur Pflege der Gesichtshaut in Dampfbädern eingesetzt.
Si ewirkt Krampflösend,  (menstruations)blutungsregulierend,  entzündungshemmend,  antibakteriell,  keimwidrig, wundheilungsfördernd, appetitanregend, blähungshemmend und gallenflussfördernd.
Nach M. Woods kontrolliert sie den Blutfluß zur Körperoberfläche und zurück. D. h. sie ist auch eine hervorragende Pflanze bei Wunden (Geschwüren), Blutungen oder Quetschungen sowie bei akuten Entzündungen durch ‚Blutstagnation‘.

Wermut – das bittere Regeneration-Mittel

Wermut ist extrem bitter! Daher kommt ein Großteil seiner Wirkungen: er ist Appetitanregend, tonisierend auf Magen und Gallenblase, fördert den gallenfluss, hemmt Blähungen und Bakterien, hemmt Entzündungen und Krämpfe.
In höhere Mengen wirkt er anregend und tonisierend auf das ZNS (zentrale Nervensystem). Er ist gutes Mittel bei schwacher Magen- und Galletätigkeit, nei allgemeiner Schwäche sowie bei asthenischem Konstitutionstyp.
Wermut fördert übrigens die Hg (Quecksilber)-Ausscheidung durch Anregung der Gallensekretion und sogar in der Nachbehandlung von Gallenblasenoperierten angewendet werden!
Eine Unterart des Wermut, die Artemisia tridentata, sei – so M. Woods – hilfreich für Menschen, die vernichtet wurde, hoffnungslos sind, mißbraucht wurden oder in nicht zu gewinnenden Situationen festsitzen. Er gibt ihnen allen Kraft.

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