Heilpilze kann bei Allergie und Heuschnupfen helfen. (©-drubig-photo-Fotolia.com) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Heilpilze kann bei Allergie und Heuschnupfen helfen. (©-drubig-photo-Fotolia.com)

Die Nase ist rot, die Augen tränen und husten müssen sie auch noch. Na, Glückwunsch. Dann sind Sie wohl Allergiker und leiden an Heuschnupfen?

Das ist nicht schön.

Eine Allergie ist allerdings nicht Stein gemeisselt. Es gibt Menschen, die bekommen sie in späten Lebensjahren auf einmal und andere verlieren sie nach jahrelanger Quälerei einfach so.

Deswegen möchte ich Ihnen heute als eine Alternative die Vital- oder Heilpilze vorstellen. Dies kann eine Möglichkeit sein, die Symptome besser in den Griff zu bekommen und vielleicht auch Ihre Allergie und den Heuschnupfen ganz wegzubekommen.

Heilpilze bei Allergie und Heuschnupfen

Bei einer Allergie und bei Heuschnupfen bieten sich zwei Pilze insbesondere an und drei weitere können eine hilfreiche Ergänzung sein:

( Blazei Murill) bei Allergien

Der Agaricus ist ein toller Pilz bei Heuschnupfen. (@-AndreasZerndl-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Der Agaricus ist ein toller Pilz bei Heuschnupfen. (@-AndreasZerndl-Depositphotos)

Der ABM wird auch Sonnenpilz oder Mandelpilz genannt und kann auch als Speisepilz genossen werden. Der Agaricus wirkt sehr stark auf das Immunsystem ein und reguliert dieses. Dies kommt insbesondere bei Krebs- und Autoimmunerkrankungen sowie bei Allergien zum Tragen. Also überall dort, wo das Immunsystem seine Aufgaben nicht mehr richtig erfüllt.

Der Agaricus besteht aus einer sehr ausgewogenen Kombination wertvoller Vitamine wie Riboflavin, Niacin, Biotin und Folsäure, Mineralstoffen wie Kalium, Zink, Eisen, Kalzium und Magnesium sowie Aminsosäuren und Polysaccharide.

Die hohe therapeutische Wirksamkeit verantworten im wesentlichen zwei Inhaltsstoffe bzw. -Gruppen[1]: Beta-Glucane und Ergosterin, eine Vorstufe des Vitamin D. Ferner präsentiert der Agaricus den höchsten Gehalt an Superxiddismutase (SOD), Katalase und Tyrosinase. Dies sind Verbindungen, die wir auch im Körper haben und die dort eine sehr stark anti-oxidative Wirkung haben. (ABM bei Amazon)

Der  Agaricus Blazei Murill,, kurz ABM, wird gerne für folgendes eingesetzt:

(Bezugsquelle ABM-Kapseln oder ABM-Pulver bei Amazon)

(Ganoderma lucidum) zur Regulation des Immunsystem und bei Heuschnupfen

Der Reishi reguliert das Immunsystem und hilft bei Allergien und Heuschnupfen. (@-Deerphoto-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Der Reishi reguliert das Immunsystem und hilft bei Allergien und Heuschnupfen. (@-Deerphoto-Depositphotos)

Der Reishi oder Lingzhi (Ganoderma lucidum) kann bereits auf eine lange Tradition in China als Heilpilz, um die Gesundheit  und die Langlebigkeit zu fördern, zurückblicken. Der Name Lingzhi repräsentiert eine Kombination aus spiritueller Kraft und der Essenz der Unsterblichkeit.

Reishi (Ganoderma lucidum) reich an Mineralien Polysacchariden

Der Reishi enthält zahlreiche Vitamine (Vitamin A, B2, B3, B6, Biotin, Folsäure) und Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Calcium, Zink, Kupfer, Mangan und Germanium[Sliva, 2004 #4294]. Polysaccharide, über 100 verschiedene Triterpene (zyklische Kohlenwasserstoffe wie Ganodermiksäuren, Ganolucidsäuren, Lucidemiksäuren) und Glycane scheinen die drei hauptsächlich aktiven Inhaltsstoffe zu sein.

Die aus dem Reishi isolierten Polysaccharide wirkten entzündungshemmend, blutzuckersenkende und gegen Geschwüre; sie hatten immunstimulatorischen Effekte und wirkten der Krebsentstehung entgegen. Sie wirken leberschützend und antibakteriell[Wachtel-Galor, 2011 #4264].

Reishi (Ganoderma lucidum) hat eine breite Wirkpalette

Reishi oder Lingzhi (Ganoderma lucidum) wirkt insgesamt immunmodulatorisch und das Immunsystem anregend, antiallergisch (z. B. bei Heuschnupfen), antiviral, hepatoprotektiv (=leberschützend) und antibakteriell. Auch schützt Reishi gegen Hautalterung durch UV Strahlung[4] (Sonnenschutz von innen).

Er steigert der Leukozytenzahl und dadurch werden z. B. Chemotherapien besser vertragen. Der Reishi schützt die Leber und dient als Krebsprophylaxe[5].  Es gibt Einzelfälle, in denen Betroffene durch hohe Gaben vom Reishi in Kombination mit Vitamin C Ihren Krebs ausheilen konnten.

Anwendungsmöglichkeiten des Reishi

Reishi (Ganoderma lucidum) kann eingesetzt werden oder wurde historisch eingesetzt bei:

Man kann den Reishi (Ganoderma lucidum) auch in den Kaffee tun oder sich mit dem Kaffee aufbrühen. Sie können ihn auch zum Essen nutzen und in Suppen einrühren.

Ergänzende Heilpilze bei Allergie

Als ergänzende Pilze kommen in Frage:

Hericium für die Nerven und den Darm

Der Igenstachelbar ist ein seltener Speise- und Heilpilz mit eier- oder kugelförmigen Fruchtkörpem, die eine Höhe von 30cm erreichen. Er wächst als Wundparasit an Eichenbäumen oder Buchenstämmen. Aufgrund seiner Erscheinung wird er gerne auf englisch mit „Lion’s Mane“ (zu deutsch Löwenmähne) bezeichnet. Im chinesischen wie im deutschen existiert der alternative Name „Affenkopf“.

Er enthält Kalium, Zink, Eisen, Germanium, Selen, Phosphor und einen geringen Anteil an Natrium, sowie alle grundlegenden Aminosäuren, Polysaccharide, Polypeptide, Ergosterin (Vitamin D) und Proteine.

Hericium wirkt sehr gut auf die Nerven und den Darm

Die Hauptwirkrichtungen des Hericium sind der Darm und das Gehirn, was interessant ist, da beide Organe eng zusammenhängen. Insbesondere beeinflusst der Darm in weitaus grösserem Maße das Gehirn, als man das bislang immer angenommen hatte. Lediglich in der Sprache drückte sich so ein Verhältnis schon öfters aus, wenn man von „Bauchhirn“ sprach, man auch seinen „Bauch hören soll“ oder einem „etwas auf dem Magen schlägt“.

Über die Wirkung auf den Darm, wo er die Magen- und Darmschleimhaut stärkt, schützt er den Organismus vor Umweltgiften. Auch wirkt der darüber hinaus auch auf das Immunsystem, das zu 70 – 80% um den Darm als größte Grenzschicht verteilt ist, gegen allergieauslösende Stoffe aus Nahrungsmitteln. Diese können dann nicht mehr so leicht die Darmwand passieren. Dies ist vor allem wichtig bei: Nahrungsmittel­unverträglichkeiten, allen Arten von Allergien, Hauterkrankungen (z. B.: Neurodermitis) und einer Schwäche des Immunsystems.

Der Hericium kann und wird bei folgenden Symptomen oder Erkrankungen gerne angewendet:

Pleurotus bei Heuschnupfen

Der Pleurotus zu Deutsch Austernpilz oder Austernseitling wächst nahezu überall und ist auch deshalb nicht nur ein Heilpilz sonder aich einer der wichtigsten Speisepilze.

Der Heilpilz Pleurotus beginnt etwa Mitte Oktober zu wachsen und bei minus drei Grad Celsius ruht sein Wachstum. Kommt jedoch die die Mittagssonne in der Winterzeit heraus, gedeiht der Austernpilz problemlos weiter. Er wächst bis zum Februar. Am liebsten wächst er an absterbenden Laubbäumen wie beispielsweise Pappel, Erle, Buche und Weide.

Der Pleurotus ist reich an Vitaminen des B-Komplexes, wie B1 (Thiamin), B2 (Ribo­flavin), B5 (Niacin), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin), Folsäure, und B12 (Cobalamin). Darüber hinaus enthält er Folsäure, sowie Vitamin C, Vitamin D (Calciferol), ß-Glykane (Polysaccharide) und Polypeptide. Ein Viertel der Trocken­substanz besteht aus Proteinen und enthält alle essenziellen Aminosäuren.

Durch seine Inhaltsstoffe, vor allem die ß-Glykane wirkt der Pleurotus auf das Immunsystem und zeigt Antiaging-Eigenschaften. Er reguliert den Cholesterinspiegel (HDL ?, LDL ?), wirkt gegen Krebs[9] [10] und schützt die Leber. Ferner wirkt der Pleurotus (Austernpilz) antimikrobiell[11], antiviral[12], antiallergisch und antidiabetisch[13].

Was ihn unter anderen Vitalpilzen hervorhebt, ist wahrscheinlich seine probiotische Wirkung. Durch ihn kann der Bakterienhaushalt auf der Darmschleimhaut reguliert und positiv angeregt werden. Nach einer Behandlung mit Antibiotika kann er so schnell dazu beitragen, eine geregelte Verdauung wiederherzustellen.

Der Pilz kann oder wird angewendet bei:
* Allergien und Heuschnupfen
* Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen
* Krebs, vor allem Brust- und Darmkrebs[10]
* Lebererkrankungen wie Leberzirrhose[14] oder Leberentzündung
* Regulierung des Darmmilieus (gerne zusammen mit dem Hericium)[12]
* Knochenheilung
* Thrombosevorsorge (gerne zusammen mit dem Auricularia)
* Immunsystem stärken bei häufigen Infekten oder chronischen Vorerkrankungen
* Bluthochdruck[12]
* Neurodermitis (zusammen mit Hericium)
(Bezugsquelle Pleurotuskapseln oder Pleurotuspulver bei Amazon)

Fazit

Pilze haben zahlreiche Inhaltsstoffe, die medizinisch sehr effektiv sind und die „normalen“ Heilpflanzen fehlen. Deswegen kann es für Leidgeplagte eine sehr gute Idee sein, diese einmal auszuprobieren.
Die meisten Pilze kann man sehr gut parallel zu homöopathischen, spagyrischen oder schulmedizinischen Mitteln sowie parallel zu Nahrungsergänzungen einnehmen.

Ein äusserst bewährte Mischung bei Allergien und Heuschnupfen ist die Kombination:

Reishi + Hericium + Pleurotus (Bezugsquelle)

Einnahme der Pilze

Da die Pilzpulver unter Umständen intensive Heilreaktionen auslösen können, sollten Sie die Dosis nur langsam steigern. Bewährt hat sich dabei folgendes Schema:

  • Für die 1. Woche: 1 Kapsel / Tag (je Packung, falls Sie mehr als eine Sorte Pilzkapseln geordert haben)
  • Für die 2. Woche: (je) 2 Kapseln/Tag, zum Beispiel morgens und abends
  • ab 3. Woche: (je) 3 Kapsel/Tag

Meist reichen 3 Kapseln pro Tag, so dass man die Dosis nicht weiter steigern muss. Doch es kann in Einzelfällen wie zum Beispiel bei sehr akuten Erkrankungen (Allergien) oder bei Krebserkrankungen sinnvoll sein, die Dosis auf bis zu 6 Kapseln pro Tag zu erhöhen.

Das Schöne ist:
im Gegensatz zu schulmedizinischen Medikamenten kommt es auch bei hohen Dosierungen zu keinen schädlichen Nebenwirkungen.

Das heisst, eine Ausnahme gibt es doch: wenn Blutverdünner wie Macumar, Heparin & Co nehmen, dann gibt es bestimmte Pilze wie den Auricularia, welche Sie nicht nehmen sollten oder wenn Sie ihn nehmen wollen, müssen Sie doppelt so oft Ihre Blutwerte kontrollieren lassen. Sie wollen ja schliesslich gesund werden und nicht irgendwann innerlich verbluten…

Doch auch bei dieser Ausnahme ist es eigentlich auch wieder das schulmedizinische Medikament, welches das Blut „völlig hirnlos weiter verdünnt“, während der Pilz nur reguliert!

Welche Erfahrungen haben Sie gewonnen mit Heilpilzen?
Welche Tipps haben Sie noch zu Heilpilzen?
Schreiben Sie mir!


Allergie und Heilpilze: Literaturquellen – Forschungsquellen – Fussnoten

  1. Motoi, M., Motoi, A., Yamanaka, D., & Ohno, N. (2015). Open-Label Study of the Influence of Food Containing the Royal Sun Mushroom, Agaricus brasiliensis KA21 (Higher Basidiomycetes), on the Quality of Life of Healthy Human Volunteers. Int J Med Mushrooms, 17(9), 799–817. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26756293
  2. Hetland, G., Johnson, E., Lyberg, T., & Kvalheim, G. (2011). The Mushroom Agaricus blazei Murill Elicits Medicinal Effects on Tumor, Infection, Allergy, and Inflammation through Its Modulation of Innate Immunity and Amelioration of Th1/Th2 Imbalance and Inflammation. Adv Pharmacol Sci, 2011, 157015. doi:10.1155/2011/157015 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21912538
  3. Vincent, M., Philippe, E., Everard, A., Kassis, N., Rouch, C., Denom, J., … Magnan, C. (2013). Dietary supplementation with Agaricus blazei murill extract prevents diet-induced obesity and insulin resistance in rats. Obesity (Silver Spring), 21(3), 553–561. doi:10.1002/oby.20276 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23592663
  4. Zeng, Q., Zhou, F., Lei, L., Chen, J., Lu, J., Zhou, J., … Huang, J. (2017). Ganoderma lucidum polysaccharides protect fibroblasts against UVB-induced photoaging. Mol Med Rep, 15(1), 111–116. doi:10.3892/mmr.2016.6026  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27959406
  5. Chen, C., Li, P., Li, Y., Yao, G., & Xu, J. H. (2016). Antitumor effects and mechanisms of Ganoderma extracts and spores oil. Oncol Lett, 12(5), 3571–3578. doi:10.3892/ol.2016.5059  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27900038
  6. Wang, M., Konishi, T., Gao, Y., Xu, D., & Gao, Q. (2015). Anti-Gastric Ulcer Activity of Polysaccharide Fraction Isolated from Mycelium Culture of Lion’s Mane Medicinal Mushroom, Hericium erinaceus (Higher Basidiomycetes). Int J Med Mushrooms, 17(11), 1055–1060.
  7. Qin, M., Geng, Y., Lu, Z., Xu, H., Shi, J. S., Xu, X., & Xu, Z. H. (2016). Anti-Inflammatory Effects of Ethanol Extract of Lion’s Mane Medicinal Mushroom, Hericium erinaceus (Agaricomycetes), in Mice with Ulcerative Colitis. Int J Med Mushrooms, 18(3), 227–234. doi:10.1615/IntJMedMushrooms.v18.i3.50 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27481156
  8. Simonovski, K. (Ed.) (2012). MRL Handbuch für Therapeuten: Aneid Press.
  9. Fontana, S., Flugy, A., Schillaci, O., Cannizzaro, A., Gargano, M. L., Saitta, A., … Alessandro, R. (2014). In vitro antitumor effects of the cold-water extracts of Mediterranean species of genus Pleurotus (higher Basidiomycetes) on human colon cancer cells. Int J Med Mushrooms, 16(1), 49–63. http://www.dl.begellhouse.com/journals/708ae68d64b17c52,5607443c009a2341,004570147cef9e84.html
  10. Xue, Z., Li, J., Cheng, A., Yu, W., Zhang, Z., Kou, X., & Zhou, F. (2015). Structure Identification of Triterpene from the Mushroom Pleurotus eryngii with Inhibitory Effects Against Breast Cancer. Plant Foods Hum Nutr, 70(3), 291–296. doi:10.1007/s11130–015–0492–7 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26089128
  11. Younis, A. M., Wu, F. S., & El Shikh, H. H. (2015). Antimicrobial Activity of Extracts of the Oyster Culinary Medicinal Mushroom Pleurotus ostreatus (Higher Basidiomycetes) and Identification of a New Antimicrobial Compound. Int J Med Mushrooms, 17(6), 579–590. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26349515
  12. Patel, Y., Naraian, R., & Singh, V. (2012). Medicinal properties of Pleurotus species (oyster mushroom): a review. World Journal of Fungal and Plant Biology, 3(1), 1–12. http://www.idosi.org/wjfpb/wjfpb3(1)12/1.pdf
  13. Li, J. P., Lei, Y. L., & Zhan, H. (2014). The effects of the king oyster mushroom Pleurotus eryngii (higher Basidiomycetes) on glycemic control in alloxan-induced diabetic mice. Int J Med Mushrooms, 16(3), 219–225. http://www.dl.begellhouse.com/journals/708ae68d64b17c52,23d62e9b62d52918,4b032a6b7912b4c5.html
  14. chronische Erkrankungen der Leber, die mit einem Umbau von funktionierende Leberzellen zu nicht funktionalem Narbengewebe einhergeht  ?

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