Studien belegen, dass Akupunktur bei Bluthochdruck hervorragend helfen kann. (©Max-Tactic_Fotolia) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Studien belegen, dass bei hervorragend helfen kann. (©Max-Tactic_Fotolia)

Die Behandlung des Bluthochdruck ist eine wesentliche Komponente, um Herz-Kreislauf-Krankheiten zu verhindern. Üblicherweise geht man mit mehreren Medikamenten dagegen an. Doch dies versagt den zu regulieren. Er wird lediglich künstlich niedrig gehalten, quasi gedrosselt, und birgt wegen der Nebenwirkungen der Medikamente zahlreiche Risiken.

Die Forscher C. Cevik und S.O. Iseri untersuchten die Auswirkungen der Akupunktur auf die Behandlung des Bluthochdrucks[1] und zeigten, dass man mit Akupunktur den Bluthochdruck natürlich senken kann. Sie untersuchten dazu Patienten, die hiergegen seit mindestens 24 Monate 1–3 Medikamente wie ACE Hemmer, Diuretika (entwässernde Mitte) oder Beta Blocker einnahmen. Sie veränderten auch nicht die Ernährung der Probanden, ihre körperliche Aktivität oder die verwendeten Medikamente.

Die häufigsten Beschwerden dieser Patienten waren Müdigkeit, Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen, Schlafstörungen, kalte Hände und Füße, Ödeme und Depressionen.
Die Studie umfasste 24 Männer und 10 Frauen. Diese wurden über einen Monat alle 2 Tagen, insgesamt 15 Mal, behandelt. Es wurden 18 Akupunkturpunkte[2].

Das Ergebnis: Blutdruck natürlich senken mit Akupunktur

Der Bluthochdruck sank natürlich. Die Blutdruckwerte normalisierten sich bei den Probanden. Der diastolische Werte sank um 15% und der systolische Wert sank sogar um 20%![3]

Eine andere Studie konnte auch den Blutdruck natürlich senken und kam mit einer etwas anderen Punktekombination bei morgendlichem Bluthochdruck[4] zu ähnlichen Ergebnissen.

Bluthochdruck () weit verbreitet

Hypertonie (Bluthochdruck) stellt weltweit ein enormes Gesundheitsrisiko dar. Hypertonie erhöht drastisch das Risiko von Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz. Darüber hinaus folgt es an zweiter Stelle nach dem Diabetes als Verursacher einer Niereninsuffizienz.

Studien belegen, dass Akupunktur bei Bluthochdruck hervorragend helfen kann. (@-orcearo-Depositphotos) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

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Laut Daten des Robert Koch-Instituts in Berlin liegen die Blutdruckwerte jedes zweiten Erwachsenen im Alter zwischen 35 und 64 Jahren an der Grenze zur Behandlungsbedürftigkeit.

Wann haben Sie Bluthochdruck?

Das ist einerseits eine einfache Frage – die WHO hat’s definiert. Andererseits ist dies eine schwere Frage.

Niemand kann sagen, was für Sie der optimale Blutdruck wäre. Gerade ältere Menschen, die mit zahllosen blutdrucksenden Mitteln traktiert werden, zeigen mitunter Vergesslichkeit, Antriebslosigkeit, (geistige) Abwesenheit, vielleicht auch Gangstörungen, Rückenschmerzen verstärken sich und so weiter. Mit zunehmendem Alter werden unsere Gefäße immer ein bisschen härter und weniger flexibel. Das ist nicht toll, sondern die eigentliche Herausforderung, derer sich aber leider niemand annimmt! ?
Diverse Sensoren im ganzen Körper, vor allem aber im Gehirn und den Nieren registrieren, wenn zuwenig Sauerstoff ankommt und zuwenig Nährstoffe. Über Botenstoffe sorgen sie dann dafür, dass der Blutdruck erhöht wird. Eine „einfache“ Regulation.

Übrigens: das WHO erklärt (unabhängig vom Alter) einen Blutdruck von unter 120/80 als optimal und alles unter 140/90 als grenzwertig normal. Alles, was darüber hinaus schießt: Bluthochdruck.

Übrigens – zum 2.: man stellt den Bluthochdruck dadurch fest, dass man zu 3 verschiedenen Zeitpunkten an verschiedenen Tagen misst. Dabei muss der Patient ausreichend geruht haben. Es geht also nicht, dass de Betroffene in die Praxis hechtet und dann mal schnell Blutdruck gemessen wird. Der ist dann natürlich immer zu hoch wegen der körperlichen Anstrengung.

Mögliche Symptome einer Hypertonie (Bluthochdruck)

Kopfschmerzen können ein Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck (Hypertonie) sein. (©-comodigit-Fotolia) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Kopfschmerzen können ein Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck (Hypertonie) sein. (©-comodigit-Fotolia)

Das problematische an Bluthochdruck ist, dass man oft lange Zeit keine Symptome hat oder sie nicht als solche wahrnimmt. Oft erst bei Blutdruckkrisen oder extrem erhöhtem Blutdruck merkt man etwas.

Typische Beschwerden, die auf Bluthochdruck hindeuten können, könnten sein:[5] [6]

  • Kopfschmerzen (besonders morgens im Bett)
  • Abgeschlagenheit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Ohrensausen
  • Sehstörungen
  • Nasenbluten
  • Schweissausbrüche besonders bei Belastungen

Bei stark erhöhten Blutdruck können hinzutreten:

  • Belastungsdyspnoe (Atemnot)
  • Angina Pectoris (vorübergehende Durchblutungsstörung des Herzens, meist in Folge einer Verengung der Herzkranzgefäße)
  • Palpitationen („Pochern“)
  • Übelkeit
  • Sehstörungen
  • Nervosität
  • Angst

Schulmedizinische Behandlung der Hypertonie (Bluthochdruck)

Da man sich der Schulmedizin (meist) auf die Symptome konzentriert und den Menschen wie ein fortgeschrittenes Auto wahrnimmt, unterdrückt man die Symptome und ignoriert die „wahre“ Ursache oder die Ursachen. Üblicherweise wird der Blutdruck mit einer Kombination folgender Medikamentengruppen in die Knie gezwungen:

  • Diuretika
  • ACE-Hemmer
  • Beta-Blocker
  • Kalziumantagonisten
  • AT1-Rezeptorantagonisten
  • Alpha-Rezeptorenblocker
  • Antisympathotonika

Schulmedizinische Ursachen der Hypertonie (Bluthochdruck)

Wie bereits erwähnt ist der Bluthochdruck meist ein Symptom einer anderen Problematik. Die Schulmedizin unterscheidet hierbei Bluthochdruck aufgrund von organischen Ursachen bzw. Medikamenten (sekundäre Hypertonie) und Bluthochdruck, bei dem sich keine Ursache feststellen lässt, sogenannter essentieller Bluthochdruck. Spannend finde ich, dass in geschätzte 90% –95% der Fälle keine organische Ursache festzustellen ist!

Zu den möglichen Ursachen aus schulmedizinischer Sicht gehören unter anderem:

  • Nierenbedingte Hypertonie
    • zum Beispiel Nierenarterienstenose
  • Durch das Hormonsystem bedingt zum Beispiel
    • Phäochromozytom (Tumor der Nebennierenrinde)
    • Cushing-Syndrom (krankhaft erhöhte Cortisolspiegel)
    • Hyperparathyreoidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüsen)
    • Akromegalie (vermehrte Produktion eines Wachstumshormons)
    • Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse)
  • Herz-Kreislauf-bedingte Hypertonie, beispielsweise
    • Aortenisthmusstenose (Verengung des Aortenbogens, also der vom Herz wegführenden Arterie)
    • Aortensklerose (Verhärtung der vom Herz wegführenden Arterie)
  • Nervensystem-bedingte Hypertonie
    • Hirndrucksteigerung
    • Hirntumore
  • medikamentös induzierte Hypertonie
    • „Pille“
    • Lakritze
    • Alkohol
    • Schilddrüsenmittel
    • Psychopharmaka
    • Cortisonpräparate
    • Mittel gegen Rheuma

Wie die Bluthochdruck?

Mit der Akupunktur versucht man ein Energiegleichgewicht herzustellen (©-Björn-Wylezich-Fotolia) - Heilpraktiker Hannover - Naturheilpraxis Hannover - https://www.kallmeyer-naturheilpraxis.de

Mit der Akupunktur versucht man ein Energiegleichgewicht herzustellen (©-Björn-Wylezich-Fotolia)

Die chinesische Medizin TCM hat eine Art zu reden und einem System zu operieren, welches uns mechanistisch geprägten Menschen oft fremd erscheint. Natürlich geht dies auch mit einer eigenen Wortwahl einher die manchmal zu Irritationen führen kann.

Hier unterscheidet man vier bis fünf Krankheitsbilder der Hypertonie (Bluthochdruck):

  1. innerer Wind
  2. Feuer
  3. Schleim
  4. Blockade des Blutes
  5. Aufsteigendes Leber-Yang oder Leber-Feuer[7]

Interessant ist, dass der häufigste Ursache, die dann zu einer der vier Krankheitsbilder führt, die Psyche oder die falsche Ernährung ist[8]. Schon für die alten Chinesen gehörten zuviel Emotionen – ob gelebt oder unterdrückt – zu den stärksten Krankmachern.

In der chinesischen Medizin unterscheidet man folgende Emotionen[8]: Zorn und Wut (geht auf die Leber), Freude im Sinne von Euphorie (stört das Herz), Sorge oder Nachdenklichkeit (beeinflusst die Milz), Sorge und Traurigkeit (beeinflusst die Lunge), Angst (stört die Nieren) und ein Schock stört den Energiefluss im allgemeinen und stört Niere und Herz[9].

Viele dieser Einflüsse kennen wir schon aus Redewendung wie zum Beispiel
„Eine Laus über die Leber laufen.“
„Etwas geht einem an die Nieren.“

Haben Sie Fragen?
Welche Erfahrungen haben Sie gewonnen?
Welche Tipps haben Sie noch?
Schreiben Sie mir!


  1. Cevik, C., & Iseri, S. O. (2013). The effect of acupuncture on high blood pressure of patients using antihypertensive drugs. Acupunct Electrother Res, 38(1–2), 1–15. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23724695
  2. Dies waren beidseitig die Punkte Ki 3 (Niere, Taixi), Liv 3 (Leber, Taichong), Sp 9 (Milz-Pankreas, Yinlingquan), L.I. 4 (Dickdarm, Hegu), Ht 7 (Herz, Shenmen), St 36 (Magen, Zusanli), Sp 6 (Sanyinjiao), Ki 7 (Niere, Fulio), Lu 9 (Lunge)  ?
  3. berechnet von Mittelwert zu Mittelwert.  ?
  4. beidseitig Renying (Magen, ST 9), Quchi (Dockdarm, LI 11), Hegu (Dickdarm, LI 4), Zusanli (Magen, ST 36) and Taichong (Leber, LR 3)  ?
  5. Allmeroth, M. (2007). Kompendium für die Heilpraktiker-Prüfung 51 Tabellen (4., überarb. Aufl. ed.): Karl F. Haug. http://amzn.to/2giswtn
  6. Bierbach, E. (2013). Naturheilpraxis heute Lehrbuch und Atlas (5. Aufl. ed.). München: Elsevier Urban & Fischer. http://amzn.to/2golPpt
  7. Stux, G. (2008). Akupunktur Lehrbuch und Atlas ; mit 48 Tabellen (7., überarb. und erw. Aufl. ed.). Heidelberg: Springer Medizin. http://amzn.to/2hNKR2y
  8. Maciocia, G. (1997). Die Grundlagen der chinesischen Medizin: Verlag-Ges. für Traditionelle Chines. Medizin. http://amzn.to/2hNNcuh
  9. Mit Herz, Niere, Milz, etc. sind die Bezeichnungen im Sinne der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) gemeint und nicht die tatasächlichen Organe.  ?

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