(Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom) ist massiv auf dem Vormarsch. Waren im Jahr 2004 noch 21 von 1000 Jugendlichen betroffen, so lag die Zahl 2007 bereits bei 33 -Diagnosen auf 1000 Jugendliche.(Quelle Und immer mehr Eltern handeln bewußter und schütten Ihr Kind nicht einfach mit Ritalin zu. Erschreckend ist auch die hohe Zahl von Fehldiagnosen in diesem Bereich. Man spricht von bis zu 80% Fehldiagnosen.
Umso wichtiger ist die wachsende Erkenntnis, dass die Ernährung eine herausragende Bedeutung hat. In einer aktuellen Studie der Johannes-Gutenberg-Universität konnte die Gabe von Omega-3 und -6 Fettsäuren, Zink und die Symtome des ADHS erheblich abschwächen. (1)

Unsere Nahrung enthält weniger als noch vor 50 Jahren

In zahlreichen Studien weltweit wurde Zusammenhänge zwischen der Ernährung und den geistigen Fähigkeiten von Kindern aber auch Erwachsenen nachgewiesen.
Wieso?
1. Es werden immer wieder die Nährstoffgehalte unserer Grundnahrungsmittel untersucht. Lebensmittel wie Möhren, Kartoffeln, Salate, Kohl usw. enthielten 50 – 90 % mehr (!) Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien, sogenannte Pflanzenzusatzstoffe, Antioxidantien etc.. Also selbst bei einer hervorragenden und ausgeglichenen Ernährung bekommen wir oft zu wenig ab.
2. Immer weniger Menschen ernähren sich ausgewogen und gesund. Fastfoodketten erzielen traumhafte Umsätze. Irgendwer muß also dies Junk-Food, zu Deutsch Müll-Essen, zu sich nehmen…
3. Bedingt durch die intensive Landwirtschaft, sind viele Böden mit Dünger und den darin enthaltenen Substanzen verpestet. Diese Stoffe landen dann in unseren Grundnahrungsmitteln und dann auf unserem Teller.
4. Die Gier vieler Menschen ist ein weiteres Problem. Müll wird wild entsorgt, auf hoher See verkappt oder ungefiltert in Bäche, Flüsse, Seen oder das Meer geleitet. Am Ende der langen Nahrungskette steht dann wieder – der Mensch! Wir bekommen also unseren ‚eigenen Dreck zu fressen.

Fettsäuren braucht jede Zelle

Zum Leben braucht unser Körper Fettsäuren, von denen er fast alle selbst herstellen kann. Bis auf zwei: die Omega-6-Fettsäure Linolsäure und die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Diese beiden Fettsäuren werden als essentiell bezeichnet, da sie von außen (mit der Nahrung) zugeführt werden müssen.
Omega 3 Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle in der Gesundheit von Herz und Blutgefäßen. Sie verbessern unter anderem die Blutfettwerte und haben gerinnungs- und arteriosklerosehemmende Eigenschaften. Auch sind Sie wichtiger Bestandteil gesunder Zellmembranen in allen Geweben, nicht zuletzt in den Membranen der Hirn- und Nervenzellen! Auch wirken  Omega 3 Fettsäuren entzündungshemmend.
Omega-3-Fettsäuren in relevanten Mengen liefern nur Leinöl, Hanföl, Rapsöl und vor allem fetter Fisch – Lebensmittel also,  die heute vergleichsweise selten auf dem Speiseplan stehen.

Zink ist wichtig für den Stoffwechsel

Zink spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Da Zink auch ein Bestandteil von Insulin ist, beeinflusst es vor allem den Zuckerstoffwechsel. Es ist wichtig für die Wundheilung, das Wachstum und den Geschmackssinn.(3) Denn Zink wird bei der Zellteilung benötigt und ist deshalb für das Wachstum und die Erneuerung der Zellen wichtig. Zusammen mit Vitamin A ermöglicht es das Sehen bei schlechter Beleuchtung. Vor allem für das Immunsystem ist es aber von Bedeutung. Ein Mangel an Zink kann durchaus zu Depressionen führen.

Magnesium ist an über 300 Enzymen beteiligt

Magnesium ist ein extrem wichtiges Mineral. Es wird in hunderten Stoffwechselprozessen benötigt. Menschen mit zu wenig Magnesium im Blut erlebe ich oft als extrem unruhig und rastlos.

ADHS wird Narhrungsergänzungen besser

ADHS (= Attention Deficit Hyperactivity Syndrome) ist eine psychische Störung, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit sowie Impulsivität und häufig auch Hyperaktivität auszeichnet. Es mehren sich die Anzeichen, dass ADHS mit einer erhöhten Bleibelastung im Blut einhergeht sowie mit Nährstoffunterversorgungen.  Diese können manchmal durch eine Ernährungsumstellung behoben werden. (2)

Haben Sie ein Kind mit ADHS?Welche Erfahrungen mit Nahrungsergänzungen gemacht? Was änderte sich?
Schreiben Sie mir!

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(1) Huss M; Volp A; Stauss-Grabo M (2010): Supplementation of polyunsaturated fatty acids, magnesium and zinc in children seeking medical advice for attention-deficit/hyperactivity problems – an observational cohort study. In: Lipids Health Dis 9, S. 105.
(2) Carter CM, u.a. 1993. Effects of a few food diet in attention deficit disorder. Arch Dis Child 69(5), 564–568.
(3) Gröber, Uwe (2008): Orthomolekulare Medizin. Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte ; mit 75 Tabellen. 3., unveränderte Aufl. Stuttgart: Wiss. Verl.-Ges.

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