sind ein häufig genanntes Symptom auch in meiner Praxis. Sehr viele klagen darüber. Bei manchen tauchen sie nur sehr selten auf, bei anderen mehrmals wöchentlich.
Es gibt zahlreiche verschiedene Kopfschmerzarten und noch viel mehr Ursachen: vom Gehirntumor über das falsche Essen über Bluthochdruck bis hin zu ‚einfachen‘ Verspannungen.  Dementsprechend sollten immer wiederkehrende Kopfschmerzen auch abgecheckt werden.

Hier nun ein , dass viele Ursachen abdeckt (Psyche, Verspannungen, Stoffwechsel etc):

Rp: Kopfschmerztee
Schlüsselblumenblüten (Flor. primulae) 25.0
Ringelblumenblüten (Flor. Calendulae) 5.0
Kamillenblüten (Flor. Chamomilae) 10.0
Pfefferminzblätter (Hb. Menthae pep.) 5.0
Lavendelblüten (Flor. Lavendulae) 5.0
Melissenblätter (Hb. Melissae) 15.0
Arnikablüten (Flor. Arnicae ) 5.0
Benediktenkraut (Hb. … ) 25.0

Anwendung: 1–4-mal täglich 1 Tasse als Aufguss einnehmen, ca. 5 min. ziehen lassen

Einige kurze Informationen zu den Heilpflanzen:

Schlüsselblume

Die Schlüsselblumenblüten mit Kelchen enthalten weniger Saponine als der Rest der Pflanze, dafür mehr Flavonoide, Carotinoide und ätherisches Öl. Sie wirken sekretolytisch, expektorierend, mild krampflösend. Tabernaemontanus (1520-1590) berichtete, die Schlüsselblume helfe „gegen Blödhaupt, Gehirnverschleimung und verstopfte Nerven“. 🙂

Ringelblume

Ringelblumenblüten sind vornehmlich bekannt für die äußere Anwendung z. B. bei infizierten Wunden. Doch auch innerlich eingenommen entfalten sie ihre heilsamen Wirkungen. Sie wirken:
entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, lymphabflussfördernd, antiödematös (gegen Wassereinlagerungen), antibakteriell (z. B. Staphylococcus aureus), virustatisch (hemmen das Wachstum von Viren) und fungistatisch (hemmt Pilzwachstum). Sie erhöht die Phagozytose (Abtöten von Zellen) und wirkt so zytotoxisch gegen verschiedenste Typen von Tumorzellen

Lavendelblüten werden gerne als Zubereitungen bei nervös bedingten Unruhezuständen und Einschlafstörungen empfohlen. Vor allem den Inhaltsstoffen Linalool und Linalylacetat wird eine beruhigende Wirkung zugesprochen, Linalool besitzt zusätzlich eine hemmende Wirkung auf das Wachstum einiger Bakterien und Pilze. Auch lassen sich mit Lavendel funktionelle Oberbauchbeschwerden und ein nervöser Reizmagen wie auch das Roemheld-Syndrom (durch Blähungen im Oberbauch kommt es zu Herz-Kreislaufbeschwerden) behandeln. Eine Kombination mit anderen sedativ und blähungstreibend wirkenden Pflanzen ist eine sinnvolle Sache. Übrigens: Kräuterkissen mit Lavendelblüten sollen bei Einschlafstörungen helfen.

Melissenblätter

Nac Hildegard von Bingen stärken die Blätter „das nervöse Herz“, harmonisieren und beruhigen. Paracelsus (1493-1541) setzte die im Sinne der Signaturenlehre aufgrund ihrer herzförmigen Blätter bei Herzkrankheiten an. Heutzutage bewährt sie sich bei nervösen Herzleiden und nervöser Unruhe, „Stressherz“ und im Klimakterium.

Benediktenkraut

Benediktenkraut wird cholagog (Gallentätigkeit anregend), entzündungshemmend und sekretionsfördernd auf die Verdauungsdrüsen. Es hemmt Blähungungen und wirkt bakteriostatisch. Es wird gerne bei Verdauungsstörungen und zur Entgiftung einsetzt sowie bei Fettverdauungsstörungen, Appetitlosigkeit und dem Roemheld-Syndrom .
Was machen Sie bei Kopfschmerzen?
Schreiben Sie mir!

Quelle
nach R. Quincke / DHZ, 2006; 1: 37 – 42
Ursula Bühring, Praxis-Lehrbuch der modernen Pflanzenheilkunde
http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de/lavendel/lavendel_anwendung.shtml

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