Krankheiten und sonstige medizinische Begriffe

A

Amenorrhoe

ein mehr als 6 Monate dauerndes Aussetzen der Blutung (sekund. Amenorhhoe) oder ein Ausbleiben der Regelblutung bis zum 18. LJ (primäre A.)

Anämie

Blutarmut; verminderte Erythrozytenzahl, Hämoglobinkonzentration und/oder Hämatokrit unterhalb der geschlechts- und altersspezifischen Referenzwerte

Analgetisch

Schmerzlindernd wirkend, die Schmerzempfindung aufhebend

Anastomose

netzartige Vereinigung von Blut- oder Lymphgefäßen, wodurch die Ernährung eines Organs auch bei Ausschaltung eines Gefäßes gesichert bleibt

Angiitis

siehe Vaskulitis

Angina

Enge, Beklemmung

Anorexia

Pubertätsmagersucht, Magersucht; psychogene Essstörung mit beabsichtigten, selbst herbeigeführtem Gewichtsverlust

Antimykotisch

Hemmt das Wachstum von Pilzen und tötet Pilze ab.

Antiinfektiös

wirkt ansteckenden Krankheiten entgegen.

Apoplex

Schaganfall; apoplektischer Insult infolge arterieller Durchblutungsstörungen des Gehirn verschiedener Genese

Aquaretisch

die Harnausscheidung fördernd, “entwässernd” ohne Elektrolytverluste

Arterie

leitet sauerstoffreiches, ‘frisches’ Blut in den Körper und das Gehirn und von der Lunge zum Herzen

Arteriitis

Entzündung der Arterien

Arteriosklerose

“Arterienverkalkung; häufigste und wichtigste patholog. Veränderung von Arterien mit Verhärtung, Verdickung, Elastizitätsverlust und Lichtungseinengung (4 Stufen)

Asthenozoospermie

Finden sich im Spermiogramm weniger als 25% schnell bewegliche (WHO Kategorie a) bzw. weniger als 50% progressiv bewegliche Spermatozoen (WHO Kategorie a+b) wird dies als Asthenozoospermie bezeichnet (WHO-Laborhandbuch 1999)

Asthma bronchiale

eine akute anfallsweise auftretende Atemnot, bei der es durch Bronchiospasmus, Schwellung und Hypersekretion der Bronchialschleimhaut zu einer bronchialen Obstruktion kommt

Asthma cardiale

Herzasthma; anfallsweise, bes. nachts auftretende Atemnot, die durch Lungenstauung als Folge einer Links-Herz-Insuffizienz ausgelöst wird und durch einen zusätzlichen Bronchospasmus charakterisiert ist

Athralgie

Gelenkschmerz

Atonie

Erschlaffung der Muskulatur

Atrophie

von altgriechisch: ἀτροφία (“atrophia”) – [Abmagerung, Nahrungsmangel(http://flexikon.doccheck.com/de/Atrophie)

a/an – nicht; trophein – ernähren, wachsen

Synonyme: Atrophia, Gewebsschwund, Gewebeschwund

Atopische Dermatitis

s. Neurodermitis

Autismus / autistische Störung

Autistische Störungen zeichnen sich durch eine qualitative Beeinträchtigung in den sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern sowie durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten aus. Man unterscheidet klinisch zwei Formen: den frühkindlichen Autismus nach Kanner und die autistische Psychopathie nach Asperger. (Quelle: 1)

Azoospermie

Bei der Azoospermie befindet sich keine Spermatozoen in Ejakulat.

B

Bathmotrop

die Reizschwelle des Herzens verändernd

Brachialgie

Schmerzen im Bereich der Arme

C

Cholagog

stimuliert die Kontraktion Gallenblase, um die Ausschüttung der Gallenflüssigkeit anzuregen

Choleretisch

stimuliert die Bildung von Gallenflüssigkeit in der Leber

Colitis ulcerosa

eine chronisch entzündliche Dickdarmerkrankung; vom Rektum ausgehende, kontinuierlich aszendierende Ausbreitung in höhere Abschnitte unter Ausbildung von Ulcerationen (=lamina muscularis durchdrungen) der oberflächlichen Wand

D

degenerativ

abbauend

Delir / Delirantes Syndrom

Akute organische Psychose mit Desorientiertheit, Verkennung der Umgebung, halluzinatorischen Erlebnissen und Unruhe.

Demenz

chronisch exogene Psychose/HOPS; diffuse, progrediente Hirnatrophie (degenerative hirnorganische Erkrankung) mit Verlust der intellektuellen (erworbenen) Fähigkeiten (ZÖSP=zeitlich, örtlich, situativ, persönlich)

derivativ

abgeleitet

Dermatitis

Bezeichnung für eine primär die Dermis erfassende, entzündliche Hautreaktion auf chemische, physikalische, mikrobielle oder parasitäre

Dermatitis exfoliativa

sog. Schälrötelsucht; subakute bis chronische Erythrodermie mit großblättriger Schuppung, oft Verlust der Haare und Nägel

Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus ist ein Sammelbegriff für Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels, die druch einen erhöhten Zuckergehalt im Blut gekennzeichnet sind.

Dyskinesie

motorische Fehlfunktion

E

Effloreszenz

Als Effloreszenz bezeichnet man eine pathologische Hautveränderung. Hierbei unterscheidet man zwischen Primär- und Sekundäreffloreszenzen je nach Art der Veränderung.

Emmenagog

Menstruationsauslösend oder –regulierend

erythemato-squamös

Der [Begriff erythemato-squamös[(http://flexikon.doccheck.com/de/Erythemato-squam%C3%B6s) dient der Beschreibung von Hauteffloreszenzen. Er beschreibt, dass eine Hautveränderung gerötet ist (Erythem) und auf ihrer Oberfläche Schuppen (Squamae) aufweist.

Erythrodermie

generalisierte entzündliche Rötung, Schuppung und ödematöse Schwellung der gesamten Haut mit Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln

Erythrozten

rote Blutkörperchen

Exanthem

entzündliche Hautveränderungen auf großen Bereichen der äußeren Haut mit einem bestimmten zeitlichen Ablauf, währenddessen verschiedene Effloreszenzen hervortreten können

G

Gicht

Gicht ist eine erblich bedingte Stoffwechselstörung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gelenken kommt. Es kann dann zu den äusserst schmerzhaften Gichtanfällen kommen.

H

Halluzination

Eine Halluzination ist eine Sinneswahrnehmung ohne entsprechenden Sinnesreiz (durch die Ohren, Augen, Nase etc.), die für einen wirklichen Sinneseindruck gehalten wird (Trugwahrnehmung, Sinnestäuschung).

Hämatokrit

feste Blutbestandteile

Hämoglobin

roter Blutfarbstoff

Hämolyse

Zerstörung der roten Blutkörperchen

Hernie

lat. hernia = Bruch; im engeren Sinne Eingeweidebruch mit sackartiger Ausstülpung des (parietalen) Bauchfells

Hydrozele

sog. Wasserbruch; Ansammlung seröser Flüssigkeit im processus vaginalis peritoneus;

’Hyper- ’

lateinisch über…hinaus; beschreibt im medizinischen Zustände, die über den Normwerten liegen z. B. Hyper-Tonus = Über-Spannung = Bluthochdruck bzw. Blutüberdruck

Hypersekretion

übermäßige Ausscheidung

I

Impotenz

Unter Impotenz (Erektile Dysfunktion, ED) versteht man allgemein, dass Männer den Beischlaf nicht mehr befriedigend ausführen können. Es gibt verschiedene Formen der Impotenz.

Inkanzeration

Einklemmung

intravitale

während des Lebens; in Bezug auf den lebenden Körper

K

Karminativ

blähungshemmend

Katatonie

siehe Stupor

Kongestion

Verstopfung

Konstriktion

Einschnürung

L

Laktagog

den Milchfluß fördernd

Lethargie

Als Lethargie wird in der medizinischen Fachsprache eine Form der Bewusstseinsstörung bezeichnet, die mit Schläfrigkeit und einer Erhöhung der Reizschwelle einhergeht

Leukopenie

Die bezeichnet eine Verminderung der Leukozytenzahl. Zu den Leukozyten, den weißen Blutkörperchen, gehören verschiedene Formen: Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten.

Leukozyten

weiße Blutkörperchen

M

Morphologie

Lehre von Körperform und -struktur

Mukolytisch

schleimlösend, durch den Einsatz bestimmter ätherischer Öle kann Schleim in den Atemwegen dünnflüssiger und dann leichter abgehustet werde

N

Nekrose

intravitale morphologische Veränderungen einer Zelle, die irreversiblem ausfall der Zellfunktionen (sog. Zelltod) auftreten

Neurodermitis

Die Neurodermitis ist eine anlagebedingte Überempfindlichkeit der Haut mit Neigung zur Ekzembildung. Die Neurodermitis manifestiert sich bereits im

Kleinkindalter, geht mit ausgeprägtem Juckreiz einher und ist chronisch rezidivierend. Synonyma: Neurodermitis; endogenes Ekzem, Atopische Dermatitis

Noxe

Schadstoff, schädigendes Agens, krankheitserregende Ursache

O

Obstruktion

Ein pathologisch erhöhter Strömungswiderstand in den luftleitenden Atemwegen durch Konstriktion der Bronchialmuskulatur, vermehrte Schleimsekretion und Schwellung der Schleimhaut.

Östrogen

Östrogen ist ein weibliches Sexualhormon und Steroidhormon. Es wird in den Graaf-Follikeln, Corpus luteum, Plazenta sowie in geringeren Mengen im Fettgewebe, Nebennierenrinde und Hoden gebildet.

Oligozoospermie

Eine Oligozoospermie bedeutet eine zu geringe Zahl von Spermien pro Milliliter (ml). Man spricht bei weniger als 20 Mio. Spermatozoen/ml von einer Oligozoospermie.

P

Parästhesien

Parästhesien sind Mißempfindungen. Parästhesien werden u. a.als „Kribbeln“ oder „Ameisenlaufen“ beschrieben. Dysästhesien sind quälende,meist schmerzhafte Missempfindungen, die durch einen Berührungs- oder Temperaturreiz hervorgerufen werden.

Paralyse

Unter Paralyse ist eine vollständige Lähmung der Muskulatur zu verstehen. Hier können einzelne Muskeln oder auch die Gesamtmuskulatur betroffen sein. Synonym: Lähmung, Plegie.

Pathogenese

Entstehung und Entwicklung von Krankheiten

pathologisch

krankhaft

Polyneuropathie

Eine Polyneuropathie ist eine allgemeine Schädigung peripherer Nerven im Rahmen verschiedener Grunderkrankungen (z. B. alkoholische P., diabetische P.), die zu Sensibilitätsstörungen, Schmerzen und Störungen der Motorik führen kann.

Psychose

Eine Psychose ist eine psychische Störung mit grundlegendem Wandel des eigenen Erlebens und des Außenbezuges. Entweder im Rahmen einer organisch fassbaren Störung oder im Rahmen von Veränderungen des Gehirnstoffwechsels.

Psoriasis

Die Psoriasis ist eine gutartige, chronisch schubweise verlaufende, erblich disponierte, immunvermittelte entzündliche Erkrankung der Haut und Nägel sowie teils der Gelenke mit scharf begrenzten erythemato-squamösen Plaques vor allem an den Streckseiten.

Psychose

nicht einheitlich genutzter Begriff, der meist schwere psychische Erkrankungen bezeichnet, bei denen der Kranke in seinem Kontakt zur Realität erheblich gestört ist und Zeichen von Persönlichkeitszerfall aufweist. Der Kranke kann den Anforderungen des täglichen Lebens nicht mehr gerecht werden

Purpura

exanthemische Hautblutugen

Pyurie

Eiterbeimischung im Harn

R

Raynaud Syndrom

durch zentralnervöse Fehlsteuerung kommt es zu Gefässkrämpfen

S

Schizophrenie

Die Gruppe der Schizophrenien umfasst verschiedene klinische Untertypen mit vielgestaltiger, auch schwankender Symptomatik. Im Vordergrund stehen Störungen des Denkens, des Antriebs, derWahrnehmung, der Affektivität, des Ich-Erlebens und Verhaltens, überhaupt der gesamten Persönlichkeit. Leitsymptome sind wahnhafte Vorstellungen und Denkabläufe, Sinnestäuschungen, uneinfühlbare Verhaltensweisen, unangemessene Gestimmtheit wie auch abnorme Bewegungsmuster samt parathymer Ausdrucksweisen.

Somnolenz

Der Betroffene ist sehr apathisch lind so schläfrig, dass er nur durch lautes Ansprechen oder Anfassen weckbar ist. (Quelle: 1)

Sopor

Der Patient ist nur durch starke Weckreize wie Schütteln oder Zwicken erweckbar, ist nicht mehr orientiert und zeigt keine sprachlichen Äußerungen. Abwehrbewegungen auf Schmerzreize sind ungezielt, die Reflexe sind erhalten, der Muskeltonus ist herabgesetzt.

Spasmolytisch

krampflösend

Spasmus / spastisch

Krampf / krampfig

Spastik

Spastizität beschreibt einen gesteigerten, geschwindigkeitsabhängigen Dehnungswiderstand der willkürlich nicht vorinnervierten Skelettmuskulatur. Das heißt, dass eine Beeinträchtigung absteigender, motorischer Bahnen bestehen muss, die neben der Tonuserhöhung der Muskulatur in der Regel auch mit anderen Problemen wie Bewegungsverlangsamung oder Paresen, gesteigertem Muskeleigenreflexen und pathologischen Fremdreflexen verbunden ist

Spermatozoon

Ist der medizinische Ausdruck für das Spermium. Spermatozoen entstehen in der Spermiogenese aus Spermatogonien.

Spermiogramm

Im Spermiogramm wird das Ejakulat unter dem Mikroskop untersucht. Hierbei werden die Spermatozoen nach unterschiedlichen Kriterien beurteilt. Gemäß der aktuellen WHO-Klassifikation von 2009 ist hierbei nicht mehr die Konzentration der Spermatozoen pro Milliliter, sondern pro Ejakulat ausschlaggebend. Normale Spermawerte lt. WHO:

  • Volumen: 1,5 – 5,0 ml
  • Dichte: >20 Mio. / ml
  • Motilität: >60%
  • Vorwärtsbewegung: >2
  • Morphologie: >60% normal
  • Leukozyten: < 1 Mio/ml
  • Agglutination: keine
  • Hyperviskosität: Tropfenartig oder Faden nicht über 2 cm Länge

Spider naevi

Gewebsspinne

Stupor

Motorische Erstarrung („Versteinerung“)

Symptom

Beschwerde, fassbares oder angegebenes Erkrankungszeichen

Synapse

Umschaltstelle für die diskontinuierliche Erregungsübertragung von einem Neuron auf ein anderes oder ein Erfolgsorgan (z.B. Muskel)

Syndrom

Gruppe von Krankheitszeichen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild mit meist einheitlicher Ätiologie (Ursprung), aber unbekannter Pathogenese charakterisiert sind

T

Tachykardie

schneller Herzschlag

Teleaniektasien

bleibende Erweiterungen kleiner oberflächlicher Hautgefässe

Thrombozytopenie

verminderte Zahl der Thrombozyten

Thrombozyten

„Blutplättchen“, dienen der Blutgerinnung

Tonus

Spannung

Tourette-Syndrom

Nervale Erkrankungen mit dem Leitsymptom plötzliche Tic-artige Zuckungen im Sinne motorischer Automatismen

Toxisch

giftig

U

Ulzeration / Ulkus

Als Ulkus bezeichnet man einen Defekt der Haut bis in den Bereich der Dermis oder tiefer bzw. der Schleimhaut durch alle Wandschichten. In der Dermatologie zählt das Ulkus zu den Sekundäreffloreszenzen.

Urtikaria

Nesselsucht

V

Varikose

ausgedehnte Bildung von Krampfadern

Varizen

Krampfadern

Vaskulitis

auch Angiitis; Bezeichnung für entzündliche Reaktionen, die von der Wand der Blutgefäße Ihren Ausgang nehmen (Arteriitis, Phlebitis) und zu Nekrosen an den Gefäßwänden führen können

Vene

führt sauerstoffarmes, ‘verbrauchtes’ Blut zum Herzen oder zur Lunge hin

virustatisch

hemmt das Wachstum von Viren

Quellen

Bücher / Artikel

H-J Möller, G. Laux, A. Deister: Psychiatrie und Psychotherapie, Duale Reihe

M. Allmeroth: Kompendium für die Heilpraktiker-Prüfung

M Middeke, H S Füeßl: Anamnese und Klinische Untersuchung, Duale Reihe

I Moll: Dermatologie, Duale Reihe

K F Masur, F Masur, M Neumann: Neurologie, Duale Reihe

Brunnhuber, Stefan; Frauenknecht, Sabine; Lieb, Klaus; Wewetzer, Christoph (2005): Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie. Mit 218 Tabellen. 5. Aufl. München: Elsevier Urban & Fischer (Klinik)

Mutschler, Ernst (2001): Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie

Pschyrembel, Willibald (2002): Pschyrembel klinisches Wörterbuch

Kirby, Roger S.; Herrmann, Michael (2002): Männerheilkunde. 1. Aufl. Bern: Huber

Internet

DocCheck® Flexikon

Wikipedia

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