Dosenfutter ist schlecht für die Gesundheit und den Kinderwunsch

Dosenfutter schaden der Gesundheit (© Matthias Geipel - Fotolia.com)

Dosenfutter schaden der Gesundheit (© Matthias Geipel - Fotolia.com)

Ich sage es meinen Patienten und Abnehmenwilligen immer wieder: Dosenfutter ist tabu. Schön, dass die Gefahren von Dosenfutter nun auch wissenschaftlich belegt ist:

Dosenfutter in Form von Suppen erhöhen laut einer Studie die Werte der Chemikalie Bisphenol A (kurz: BPA) im Blut. Dies ist ein Weichmacher, der auf das Drüsensystem des menschlichen (und tierischen) Organismus einwirkt und ihn stört. In der Fachsprache heißt das: ein hormoneller Disruptor. Schon öfter wurde er auch mit Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht.

Diese neue Studie sollte feststellen, in welchem Ausmaß dieser Stoff von Suppen den Körper aufgenommen wird. Dazu untersuchten die Forscher der Harvard School of Public Health 75 Freiwillig. Diese nahmen entweder eine frisch zubereitete Gemüsesuppe oder eine Dosensuppe zu sich. Danach wurde der Urin auf Spuren des Bisphenol A (BPA) getestet.

Das erschütternde Ergebnis: die Freiwilligen, die das Dosenfutter zu sich nahmen, wiesen 20 fach höhere Werte von BPA im Urin auf.

Bisphenyl A – Dosen auch in Deutschland

Die Aufnahme von Bisphenol A erfolgt weitgehend über die Nahrung. BPA dient beispielsweise als Ausgangsstoff von Epoxidharzen, die zur Innenbeschichtung von Konservendosen verwendet werden, um eine Rostbildung zu vermeiden.

Auch in Deutschland sind nach wie vor Dosen mit BPA belastet, unter anderem sind Limonaden, Cola, Bier oder Energy Drinks betroffen. In einer vom BUND beauftragten Untersuchung lagen die BPA-Werte zwischen 0,3 und 8,3 μg/Dose.

Weite Wirkung des BPA

BPA wird mit Krebs und anderen schweren Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. So kam eine Untersuchung dem Ergebnis, dass bei einer künstlichen Befruchtung (IVF) um so weniger Eizellen aus der Frau extrahiert werden können, je höher der BPA Spiegel im Blut ist! Also: je mehr BPA eine Frau im Blut hat, desto schlechter sieht es mit der Fruchtbarkeit aus!

 

Quellen:
  1. Balabanic, Damjan; Rupnik, Marjan; Klemencic, AleksandraKrivograd (2011): Negative impact of endocrine-disrupting compounds on human reproductive health. In Reprod Fertil Dev 23 (3), pp. 403–416.
  2. Li, De-Kun; Zhou, Zhijun; Miao, Maohua; He, Yonghua; Wang, JinTao; Ferber, Jeannette et al. (2011): Urine bisphenol-A (BPA) level in relation to semen quality. In Fertil Steril 95 (2), pp. 625-30.e1-4.
  3. Mendiola, Jaime; Jorgensen, Niels; Andersson, Anna-Maria; Calafat, AntoniaM; Ye, Xiaoyun; Redmon, JBruce et al. (2010): Are environmental levels of bisphenol a associated with reproductive function in fertile men? In Environ Health Perspect 118 (9), pp. 1286–1291.
  4. Mok-Lin, E.; Ehrlich, S.; Williams, P. L.; Petrozza, J.; Wright, D. L.; Calafat, A. M. et al. (2010): Urinary bisphenol A concentrations and ovarian response among women undergoing IVF. In Int J Androl 33 (2), pp. 385–393.
  5. Salian, Smita; Doshi, Tanvi; Vanage, Geeta (2011): Perinatal exposure of rats to Bisphenol A affects fertility of male offspring–an overview. In Reprod Toxicol 31 (3), pp. 359–362.
  6. Tyl, RochelleW; Myers, ChristinaB; Marr, MelissaC; Sloan, CarolS; Castillo, NoraP; Veselica, MMichael et al. (2008): Two-generation reproductive toxicity study of dietary bisphenol A in CD-1 (Swiss) mice. In Toxicol Sci 104 (2), pp. 362–384.
  7. Wong, ElissaWP; Cheng, CYan (2011): Impacts of environmental toxicants on male reproductive dysfunction. In Trends Pharmacol Sci 32 (5), pp. 290–299.
  8. Carwile, Jenny L.; Ye, Xiaoyun; Zhou, Xiaoliu; Calafat, Antonia M.; Michels, Karin B. (2011): Canned soup consumption and urinary bisphenol A: a randomized crossover trial. In JAMA 306 (20), pp. 2218–2220.
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Eine Antwort auf Dosenfutter ist schlecht für die Gesundheit und den Kinderwunsch

  1. Jacky sagt:

    Okay, dass “Dosenfutter” nicht sehr gesund sein soll, ist nichts Neues, aber so…
    Danke für die Aufklärung!

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