Diabetes: gefördert durch Schlafmangel und elterliche Veranlagung

Schlafmangel fördert Diabetes (© evgenyb - Fotolia.com)

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Eine neue Studie zeigt, dass sogar schon junge, schlanke Menschen – mit Diabetes in der Familiengeschichte – bei Schlafmangel Insulinresistenz und Hyperinsulinämie entwickeln.
Der Mangel an hoher Schlafqualität scheint sich auf physiologische Mechanismen des Energiegleichgewichts auszuwirken, nämlich den Appetit, das Hungergefühl sowie den Energieverbrauch. Darüber hinaus wirkt sich Schlafentzug ungünstig auf die Fähigkeit des Körpers aus, mit Glukose umzugehen und kann das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 erhöhen.

Diabetes – häufige Erkrankung des Stoffwechsels

Der Diabetes mellitus oder umgangssprachlich die Zuckerkrankheit ist eine häufige Erkrankung. Bei Kindern und Jugendlichen ist es die häufigste chronische Stoffwechselstörung überhaupt. Insgesamt leiden in Deutschland etwa 7 bis 8 Prozent der Bevölkerung daran. Jährlich werden pro 100.000 Menschen etwa 360 Neuerkrankungen registriert, bei den über 60-Jährigen sogar etwa 1200 Neuerkrankungen pro 100.000 Menschen.

Einteilung des Diabetes durch die WHO

Um die verschiedenen Arten dieser häufigen Erkrankung unterscheiden zu können, orientiert man sich an folgender Einteilung der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO), die auch der Einteilung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) entspricht:

  • Diabetes mellitus Typ 2
  • andere Diabetestypen
  • Schwangerschaftsdiabetes

Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 beginnt meist in der Jugend und führt zu ausgeprägten Beschwerden. Bei Diabetes mellitus Typ 1 werden bestimmte Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) oft in Folge einer Krankheit zerstört. Dadurch kann das Hormon Insulin nicht mehr gebildet werden. Insulin ist aber absolut notwendig, damit Zucker von Zellen aufgenommen und verarbeitet werden kann. Ist zu wenig Insulin vorhanden, verbleibt der Zucker im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt.

Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2 betrifft dagegen meist ältere Menschen, weswegen er früher häufig Altersdiabetes genannt wurde. Dieser Begriff ist jedoch nicht ganz korrekt, denn zunehmend sind auch jüngere Personen und sogar Kinder betroffen. Beim Typ-2-Diabetes schüttet die Bauchspeicheldrüse zwar meist ausreichend Insulin aus. Die Körperzellen reagieren jedoch zunehmend unempfindlicher auf das Insulin. Auch in diesem Fall steigt der Blutzuckerspiegel. Diabetes mellitus Typ 2 kann lange Zeit ohne Symptome verlaufen und erst durch Spätschäden auf sich aufmerksam machen.
Man sollte daher bei einer Blutuntersuchung möglichst immer darauf drängen, auch den Langzeitzuckerwert HbA1c Wert untersuchen zu lassen. Auch leichte Erhöhungen dieses Wertes sind Alarmzeichen!

Symptome des Diabetes Typ 2

Der Typ 2 Diabetes tritt meist erst im mittleren und höheren Lebensalter auf. Die Blutzuckerspiegel können sich langsam und schleichend erhöhen, ohne dass die Patienten sich beeinträchtigt oder krank fühlen. Auch unspezifische Symptome wie allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Leistungsminderung können vorausgehen. Die Mehrzahl der Diabetes-Erkrankungen diesen Typs entwickelt sich im Rahmen des sogenannten Wohlstandssyndroms (metabolisches Syndrom), welches durch Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und vermindertes Ansprechen des Körpers auf Insulin (Insulinresistenz) gekennzeichnet ist.

Ein immer wiederkehrender Harnwegsinfekt oder schlecht verheilende Wunden können Vorboten oder Begleitphänomen eines erhöhten Blutzuckerspiegels sein. Operationen oder schwere Infektionen, die für den Körper eine Stress-Situation bedeuten, können einen Typ 2 Diabetes auslösen. Die Stoffwechselsituation des Typ 2 Diabetikers ist relativ stabil. Das diabetische Koma kommt bei dieser Form des Diabetes selten vor. Relativ selten, jedoch typisch für den Typ 2 Diabetiker ist allerdings das hyperosmolare Koma, welches sich schleichend durch zunehmende Appetitlosigkeit, Durst, Austrocknung des Körpers, Schwächegefühl und Kollapsneigung bemerkbar macht.

Spätfolgen des Diabetes

Von Kopf bis Fuss lauern bei schlecht oder unbehandeltem Diabetes verherrende Spätfolgen.

  • Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
  • Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Diabetischer Fuss
  • Diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankung)
  • Diabetische Nephropathie (Nierenerkrankung)
  • Diabetische Neuropathie (Nervenschädigung)
  • Amputation, Erblindung, Nierenversagen
  • und im schlimmsten Fall der Tod sind die Folgen dieser Erkrankungen.

Fazit: Schlafmangel begünstigt Diabetes

Bisher ist noch nicht klar, inwiefern Änderungen der Schlafmuster verwendet werden könnten, um ein günstiges Umfeld für die Handhabung des Körpergewichts sowie für die Risikoreduktion damit verbundener Krankheiten zu schaffen.
Vor diesem Hintergrund sollte man darüber nachdenken, ihnen eine Ernährungsweise zu empfehlen, die bei Insulinresistenz die Hyperinsulinämie deutlich mindert!

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Eine Antwort auf Diabetes: gefördert durch Schlafmangel und elterliche Veranlagung

  1. Schönen Dank für diesen schönen Artikel. Zwar ist dieser Post schoon ein paar Tage alt, dafür aber immer noch sehr aktuell. Ich hoffe, dass noch mehr solche Post gepostet werden

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