Homöopathische Therapieoption bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen

Homöopathische Mittel als erste Hilfe bei Blasenentzündung ((c) Fotolia - Bettina-Eder)

Homöopathische Mittel als erste Hilfe bei Blasenentzündung ((c) Fotolia - Bettina-Eder)

Herbst und Winter – Zeit der Harnwegsentzündungen oder Blasenentzündung, in der Fachsprache Cystitis. Harnwegsinfektionen (HWI) gehören eh zu den häufigsten bakteriellen Infektionen in der Praxis, vor allem in der kalten Jahreszeit.

Die unkomplizierte Blasenentzündung

Die unkomplizierte Blasenentzündung ist durch einen meist gutartigen Verlauf charakterisiert. Bei der Therapie geht es vorrangig darum, die klinischen Symptome rasch zum Abklingen zu bringen. Die Symptome sind auf den unteren Harntrakt beschränkt; typisch sind z.B.:

  • Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie),
  • ein ständiger Harndrang und
  • häufiges Wasserlassen kleiner Urinmengen (Pollakisurie).

Die atypische Blasenentzündung

Es gibt jedoch gerade bei Männern, aber auch bei Frauen, atypische stille Verläufe. Diese sind natürlich besonders gefährlich. Symptome können hier sein:

  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Leistungsschwankungen
  • häufiger Harndrang ohne Schmerzen

Mitunter kann ein Sticktest einen Hinweis über eine Harnwegsentzündung liefern. Der Sticktest ist ein Schnelltest, mit dem man auf Nitrite, PH-Werte und anderes testen kann und den man in jeder Apotheke bekommt.

Leider werden im Fall des Falles zu schnell Antibiotika verschrieben; meist auch noch Breitbandantibiotika. Dadurch nehmen Antibiotikaresistenzen leider deutlich zu (wie bei fast allen Krankheiten). Der primäre Einsatz sanfterer Methoden wie Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Akupunktur, Chiropraktiker etc. wären hier wünschenswert.

Doch Vorsicht bei jeglichen sanften Alternativen!

Von der Blase ist die Niere nicht weit entfernt. Und eine aufsteigende Blasenentzündung, die die Nieren erreicht kann schnell entstehen!! Dann bekommt man eine äußerst schmerzhafte Nierenbeckenentzündung oder schlimmeres… Und wie wichtig die Nieren sind muß ja wohl niemanden gesagt werden?

Homöopathie – zur effektiven symptomatischen Therapie bei Blasenentzündungen

Nachfolgende einige homöopathische Mittel bei Blasenentzündung:

Berberis vulgaris (der Sauerdorn)

Er ist gemäß seiner Leitsymptomatik im homöopathischen Arzneimittelbild angezeigt bei häufigem Wasserlassen, brennenden Schmerzen während des Urinierens, krampfartigen Schmerzen in der Blase und Urin mit Schleim und hellrotem Sediment.

Dulcamara D4 (Bittersüßer Nachtschatten)

Er kommt zum Einsatz bei Blasenbeschwerden infolge von Unterkühlung und feuchtkalter Witterung und schmerzhafter Miktion.

Equisetum hiemale (Winterschachtelhalm)

Er wirkt gegen ständigen Harndrang, wobei nur kleine Mengen abgehen, Reizblase, Brennen in der Blase und der Harnröhre beim Wasserlassen, Schmerzen und Empfindlichkeit in der Blasengegend.

Eupatorium purpureum (Roter Wasserhanf)

Er ist angezeigt bei Blasenreizung, Brennen in der Blase und in der Harnröhre beim Wasserlassen und bei dauerndem schmerzhaften Harndrang.

Aconitum napellus (Eisenhut)

Akut geht es los. In diesem ersten Anfangsstadium mit plötzlichem Harnverhalt und Begleitsymptomen wie Angst und Unruhe kommt es zu Einsatz.

Apis mellifica (Honigbiene)

Es herrscht ein Tröpfchenweiser Drang und der Urin ist blutig. Der Sticktest zeigt Eiweisse (!) und es bilden sich Ödeme (Wassereinlagerungen). Man ist durstlos und fühlt sich dem Ersticken nahe.

Cantharis vesicatoria (Spanische Fliege)

Es wird gegen brennende Entzündungen verschiedenster Art eingesetzt. Das können Entzündungen der Haut, der Blase oder anderer Organe sein. Typisch für Cantharis ist immer, dass die Schmerzen brennend sind. Es besteht ein heftig drückender, krampfiger steter Drang und ein intensives Brennen beim Wasserlassen. Die Schmerzen wurden einmal wie folgt beschrieben: es sei, als würde jemand einem einen glühenden Stacheldraht durch die Harnröhre ziehen …

Nux vomica (Brechnuß)

Es herrscht ein intensives Brennen, ziehen und Pressen am Blasenhals. Der Urin geht nur tröpfchenweise ab und man muß nur noch auf Toilette. Nux vomica wird auch bei Erkältung, Reisekrankheit, Übelkeit und Kater verwendet.

Sehr gut paßt Nux vomica bei Menschen, die oft angespannt, energisch und fleissig erscheinen oder sind. Hier können die Symptome unerheblich sein. Wenn man den Eindruck hat, die Beschwerde sei streßbedingt – Nix vomica (als erster Versuch)

Dosierung

Bis auf Aconitum, welches man zu Anfang ein-, maximal zweimal gibt, sollte der Laie alle anderen Mittel am einfachsten in der D6 zu sich nehmen und dann anfangs 1/4 stündlich 5 Globuli nehmen. Mit abklingenden Beschwerden wird das Intervall auch länger. Wenn kaum noch Symptome vorhanden sind: aufhören.

Und eine Selbstverständlichkeit zum Schluß: Trinken Sie viel Wasser, am besten ‘Saufen’ Sie Wasser. Ab und zu auch mal einen Nierentee und auf keinen Fall gesüßtes!

Übrigens: die komplizierte Harnwegsentzündung

Im Gegensatz hierzu ist die komplizierte Harnwegsentzündung sehn. Es bedeutet das Patienten mit zusätzlich Risikofaktoren belastet sind, die das Leiden begünstigen. Dazu zählen zum Beispiel

- Schwangerschaft

- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

- Abwehrschwäche (Immunsuppression) durch Medikamente oder Krankheit

- Harnstau und eine Einengung der Harnwege (z.B. bei vergrößerter Prostata, Harnsteinen, Tumoren …)

- Rückfluss von Urin aus der Blase in den Harnleiter (vesiko-ureteraler Reflux)

- Blasenfunktionsstörungen (z.B. bei Nervenerkrankungen)

- wiederkehrende Blasenentzündungen und Harnwegsinfekte

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2 Antworten auf Homöopathische Therapieoption bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen

  1. Pingback: Homöopathie bei Harnwegsentzündungen « Hpkallmeyer's Blog

  2. dieta sagt:

    Das Hauptsymptom ist Dysurie die Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen ist. Der Arzt untersucht den Penis und Hoden fur Schmerzen oder Schwellungen.

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