Resveratrol zeigt Nutzen bei Fettleibigkeit

Forscher der Aarhus Universität berichteten im International Journal of Obesity, dass Resveratrol die Produktion von Adipokinen (Hormone der Fettzellen)  in menschlichen Fettzellen veränderte und entzündungshemmend wirkte. Dies waren Ergebnisse eines in-vitro-Experiment. Sie müssen natürlich in vivo, also am Lebenden, überprüft werden. (1)
Fettleibigkeit geht einher mit einem geringgradigen Entzün­dungszustand. Dieser ist gekennzeichnet durch abnorme Spiegel von zirkulierenden entzündungsfördernden Stoffen und abnormer Produktion von bioaktiven Substanzen/Adipozytokinen des Fettgewebes. Diese Adipozytokine sollen direkte Auswirkungen auf die Entwicklung des metabolischen Syndroms haben.
Jen Olholm und sein Team (2) untersuch­ten die Effekte von Resveratrol auf die Adipozytokin-Spiegel in menschlichem Fettgewebe. Bei menschlichen Fettzellen stellten die Forscher eine verstärkte Absonderung von entzündungsfördernden Substanzen (Zytokine) fest. Wurden die Zellen gleichzeitig mit Res­veratrol behandelt, kam es zu einer 16 bis 36 %igen Reduktion dieser Zytokine. Oral zuge­führtes Resveratrol wird übrigens schnell re­sorbiert und zügig verstoffwechselt.

Resveratrol ist Teil des pflanzlichen Immunsystems

Resveratrol ist Bestandteil des pflanzeneigenen Immunsystems. Seine Hauptaufgabe ist der Schutz der Pflanze vor Pilz-, Bakterien- und Virusinfektionen sowie vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Ozonbelastung und Toxine.
Seine vielfältigen und zum Teil sehr spezifischen Wirkungen auf die Gesundheit und die Lebenserwartung machen Resveratrol derzeit zu einer der interessantesten Substanzen im Phytobereich. Resveratrol gehört zur großen Gruppe der Polyphenole. Polyphenole sind bekannt für ihre hohe antioxidative Potenz.  Auch für das Polyphenol Resveratrol wurde eine ausgeprägte antioxidative Wirksamkeit nachgewiesen.

Einnahme von Resveratrol alleine macht nicht schlank

Wer dies gehofft hat – sorry. Natürlich sollte eine Gewichtsreduktion immer und vor allem von einer entsprechenden Ernährungsumstellung wie bei der Sanguinum Kur begleitet werden. Die Ernährung ist Basis, dann kommt etwas Sport und dann evtl. Nahrungsergänzungen.

Quellen:
(1) Köhler Pharma / Kaske Medizin Telegramm November 2010
(2) Olholm et al, Anti-inflammatory effect of resveratrol on adipokine expression and se-cretion in human adipose tissue explants, In­ternational Journal of Obesity, Volume 34, Pages 1546-1553
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