
Blei führt zu Bluthochdruck ((c) Leah-Anne Thompson - Fotolia.com)
Interessant: mehrere klinische Studien haben einen Zusammenhang zwischen chronischer Bleibelastung und erhöhtem Blutdruck festgestellt. Doch damit nicht genug. Darüber hinaus haben einige Studien einen möglichen Zusammenhang zwischen der Bleibelastung und Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schaufensterkrankheit, also Erkrankungen des Herz-Kreislauf-systems, festgestellt. (1)
Hilfe bei Bluthochdruck, Verkalkung und Bleivergiftung: Chelate (2)
Die wirksamste Methode hierbei ist die Chelattherapie. Sie begegnet einer chronischen oder akuten Bleivergiftung effektiv. Hierbei verwende ich standardmäßig den Chelator EDTA. Speziell das Magnesium EDTA hat die tolle Eigenschaft, arteriosklerotische Plaques wieder abzubauen. Dabei ist es unerheblich, wo diese Plaques sitzen: Herzkranzgefäße, Gefäße des Gehirns, Gefäße in den Beinen etc. Selbst das schnelle Voranschreiten einer chronischen Niereninsuffizienz ließ sich abbremsen (3).
Ein Chelator ist eine Substanz, die ein Schwermetall aus dem Gewebe lösen kann. Dabei bindet sie das Schwermetall so ähnlich wie eine Krabbe Ihre Nahrung mit den Scheren festhält. Chelat kommt auch aus dem griechischen und heißt Schere. Diese kommen auch in der Natur vor, z. B. im Bärlauch oder im Knoblauch. Vorbeugend sind sie hervorragend einzusetzen. Doch wenn die Gefäße schon verkalkt sind, ist ihr Nutzen minimal.
So bewirkt Blei Bluthochdruck und Arteriosklerose
Blei erhöht den oxidativen Stresspegel im Körper, führt zu lokalen Entzündungen an den

Blei kann Arteriossklerose (Gefäßverkalkung) machen. (© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com)
Nieren, die kaum merkbar sind, und verstärkt die Aktivität des Sympathikus. Auch werden Regulationsprozesse der Gefäße dahingehend verändert, dass sich erhöhter Tonus einstellt.
Von akuten Bleivergiftungen ist berichtet worden, daß Sie die Herztätigkeit beeinträchtigen; und chronische Vergiftungen mit Blei führen zu Arteriosklerose.
Blei wird langrfristig in die Knochen eingelagert stört dort die Erythropoese (Blutbildung) (4).
Blei ist ein Schwermetall
Blei ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pb (lat. plumbum) und der Ordnungszahl 82. Es ist ein giftiges Schwermetall und steht in der 4. Hauptgruppe (Kohlenstoffgruppe) und 6. Periode des Periodensystems. Blei ist leicht verformbar und hat einen vergleichsweise niedrigen Schmelzpunkt. Blei kommt überall um uns herum vor, in der Luft, dem Boden, dem Essen.
So kommt Blei in den Körper
Blei wirkt auf veschiedene Arten im Körper (4). Einiges davon wurde bisher nur im Tierversuch nachgewiesen. Für Menschenversuche dürfte es ethische Bedenken geben.
Bleiversetzte Farbe ist ein wichtiger Faktor. Im Laufe der Zeit bleicht die Farbe aus und das Blei wird frei und gelangt auf den Boden und wird über die Luft eingeatmet. Eine weitere Quelle kann das Trinkwasser sein, vor allem in älteren Gebäuden. Diese können unter Umständen noch Bleirohre enthalten. Auch gelangt Blei durch die Luft, z. B. durch Abgase in den Körper. Blei findet sich auch in Zigaretten. Und natürlich kann man beruflich bedingt die Bleikonzentration erhöht sein, z. B. in Batterienwerken.
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Quellen:
(1) Vaziri ND; Gonick HC (2008): Cardiovascular effects of lead exposure. In: Indian J Med Res 128 (4), S. 426–435.
(2) Villarruz MV; Dans A; Tan F (2002): Chelation therapy for atherosclerotic cardiovascular disease. In: Cochrane Database Syst Rev (4), S. CD002785.
(3) Lin-Tan DT; Lin JL; Yen TH; Chen KH; Huang YL (2007): Long-term outcome of repeated lead chelation therapy in progressive non-diabetic chronic kidney diseases. In: Nephrol Dial Transplant 22 (10), S. 2924–2931.
(4) Patrick L (2006): Lead toxicity part II: the role of free radical damage and the use of antioxidants in the pathology and treatment of lead toxicity. In: Altern Med Rev 11 (2), S. 114–127.