Krampfadern? – Versuchen Sie’s mal mit dieser Anti-Krampfader-Tinktur!

Schöne Beine ohne Krampfadern! (© G.G. Lattek - Fotolia.com)

Schöne Beine ohne Krampfadern! (© G.G. Lattek - Fotolia.com)

Krampfadern sind mindestens eine unangenehme Erscheinung, vor allem für Frauen. Krampfadern (Varizen) betreffen fast jeden: Bei etwa 90 Prozent aller Deutschen verändern sich im Laufe ihres Lebens manche Venen – sie erweitern sich leicht oder können knotenförmig sein. Doch Sie können auch gefährlich werden, wenn der Prozess voranschreitet. Deshalb ist es sinnvoll nach dem Prinzip vorzugehen: “Wehret den Anfängen”.
Hier ein schönes Rezept für eine Anti-Krampfader-Tinktur zum Selbstherstellen.Hierzu braucht man die Samen des Kastanienbaumes, also die Kastanien ohne die stachelige Hülle.

Rosskastanien Tinktur (aus Natur und Heilen 9/2009 von Margret Rupprecht)
5 – 7 Kastanien
120 ml – 200 ml Doppelkorn
1 Glas mit Schraubdeckel

Zubereitung:
Kastanien schälen und in kleine Stücke schneiden und das Glas tun. Das ganze dann wird dann mit dem Doppelkorn übergossen bis die Stücken gut bedeckt sind.
Man läßt die Tinktur 2 – 3 Wochen an warmen, aber nicht sonnenbeschienenen Ort stehen und ziehen. Danach wird die entstandene Tinktur durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter abgeseiht und in einer dunklen Flasche kühl und dunkel gelagert.

Anwendung:
Man kann diese Tinktur schön auf geschwollene Knöchel auftragen oder leichte Krampfadern  oder Besenreißer damit bestreichen.

“Die bläulich schimmernden Krampfadern entstehen vor allem in den Beinen. In den

Krampfadern (via en.wikipedia - Jackerhack (creative commons lizenz))

Krampfadern (via en.wikipedia - Jackerhack (creative commons lizenz))

meisten Fällen sind sie harmlos: Die Betroffenen haben keine oder nur leichte gesundheitliche Beschwerden. Nur jeder Sechste benötigt eine medizinische Behandlung.
Die Ursachen für Krampfadern liegen in einer angeborenen Schwäche des Bindegewebes, die zu einer Funktionsstörung der Venenklappen führt (sog. primäres Krampfaderleiden). Venenklappen arbeiten in den Venen ähnlich wie Ventile: Wenn sie sich öffnen, kann Blut hindurchfließen – geschlossen verhindern sie dessen Rückfluss.” (onmeda)
Nach Matthew Wood3 zwingt eine venöse Stase das Herz dagegen anzupumpen, was in einem erhöhten Blutdruck mündet und die rechte Herzkammer vergößern läßt.

Der Hauptwirkstoff bzw. das Hauptwirkstoffgemisch1 der Rosskastanie, lateinisch Aesculus hippocampus, ist das Triterpen-Saponin-Gemisch Aescin mit mehr als 30 Saponinglykosiden, Flavonoiden mit Vit. P, Cumarin-Derivat Aesculin, Catechin-Gerbstoffe, Bitterstoffe und mehr.

Rosskastanie (Aesculus hippocampus) hilft bei Krampfadern (© volff - Fotolia.com)

Rosskastanie (Aesculus hippocampus) hilft bei Krampfadern (© volff - Fotolia.com)

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist ein Venotonikum par excellence, also ein belebendes Mittel für erschlaffte Venen:
Venöse Stasen, der variköse Symptomenkomplex, Pfortaderstauung, Hämorrhoiden, periphere Durchblutungsstörungen auch arterieller Art wie z. B.  Morbus Raynaud, Claudicatio Intermittens (Schaufensterkrankheit), Brachialgia paraesthetica (Schmerzen / Mißempfindungen im Bereich des Armes)
Und nach Pahlow2 soll sich die Rosskastanie (Aesculus hippocastanus) auch bei  rheumatischen Beschwerden und Magen-/Darmkrämpfen und als Hustenmittel sehr gut eignen.
Auch Matthew Woods 3 hält die Rosskastanie (Aesculus hippocampus) für das klassische Heilmittel bei “passiver venöser Kongestion (Verstopfung)” und venöse “Verstopfung des Dickdarms, Rektums und den Gefäßen im Becken”. Es soll auch effektiv sein bei obzessivem Denken; so als würde man von den eigenen Gedanken gejagt und hat keine Kontrolle über sie.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Rosskastanie gemacht?
Haben Sie schon mal die Rosskastanien-Tinktur ausprobiert?
Schreiben Sie mir!

(1) Bühring, Ursel (2009): Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Grundlagen, Anwendung, Therapie ; 22 Tabellen. 2., überarb. und erw. Stuttgart: Sonntag.
(2) Pahlow, Mannfried (2004): Das große Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Aktualisierte Neuausg. Augsburg: Weltbild.
(3) Wood, Matthew (1997): The book of herbal wisdom. Using plants as medicine. Berkeley Calif: North Atlantic Books; Distributed to the trade by Publishers Group West.

Unklare oder unbekannte Begriffe? – schauen Sie in den Glossaren nach.

Hinweis:
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