Das Thema Übersäuerung des Stoffwechsels und des Körpers ist gerade in letzter Zeit sehr präsent in nahezu allen Medien. Dabei ist das Wissen um die qualitative Veränderung der Körpersäfte seit der Antike bekannt.
“…die Art der Zusammensetzung der Körpersäfte entscheidet wesentlich über das Maß der Gesundheit oder Krankheit…” lesen wir bei Hippokrates. Auch die heilige Hildegard von Bingen beschäftigte sich bereits intensiv mit der qualitativen Veränderung der Körpersäfte.
Auch Pastor Felke kann man in die traditionelle Linie der “Entsäurer” einreihen. Durch Betrachtung des Auges erkannte er Störungen innerhalb des Organsystems und behandelte diese durch Lehmauflagen- und Wickel.
Durch Überlieferung und Erkenntnisse der modernen Naturheilkunde ist das Thema Säure-Basen-Haushalt wieder sehr populär geworden. Gerade der moderne Mensch unserer Zeit scheint besonders anfällig und prädisponiert für Stoffwechselstörungen der verschiedensten Art zu sein. Das Leben des “modernen” Menschen ist geprägt von Reizüberflutung, Stress, Hektik, beruflicher Überforderung, Sorgen und (Existenz-) Ängsten. Unsere Essgewohnheiten sind amerikanisiert, Fast Food und Mikrowelle ein fester Bestandteil unserer modernen Küchen- und Koch-Kultur. Rauchen, Alkohol und Süßigkeiten werden im Übermaß konsumiert.
Dazu kommen Schadstoffe aus der Luft und Umwelt, chemische Substanzen aus Medikamenten oder chemischen Nahrungszusätzen. Wen wundert’s, wenn sich dann gelegentlich der Körper meldet. Dies können zunächst einfach nur Schlafstörungen sein, Antriebsschwäche, Müdigkeit, Konzentrationsmangel. Die zuvor genannten Symptome münden dann meist in den so genannten Leistungsknick.
Die Basen-Kur
Ein solchermaßen belasteter Organismus sollte entsäuert werden. Dies geschieht durch zahlreiche Umstimmungsmaßnahmen und Lebensänderungen. Zunächst müssen die entsäuernden Schleusen geöffnet werden. Dies geschieht durch klassische Maßnahmen der traditionellen Naturheilkunde. Eine Basen-Kur muss durch mehrere flankierende Maßnahmen unterstützt werden. Ein gutes Therapiemodell finden Sie hier: Entsäuerungskur.
Es sollte auf die Einhaltung einer genauen Diätvorgabe geachtet werden. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, dass neue Anreize vermittelt werden für eine Änderung der Lebensgewohnheiten. Ein moderates Bewegungsprogramm gehört ebenso dazu wie eine Lehrküche.
Weitere Informationen zum Thema: Basen-kur
“Säuren” – was ist das überhaupt?
Zunächst muss man ein Verständnis entwickeln für die Problematik und deren innere Zusammenhänge. Jeder Mensch produziert in nahezu jedem Moment seines Lebens Säure. Diese wird freigesetzt z. B. bei der Zellteilung (Nukleinsäure) diese Nukleinsäure sollte im weiteren Verlauf in Harnsäure überführt und ausgeschieden werden. Kommt es nun aber zu Störungen dieses Umbauprozesses, oder bestehen bereits latente Störungen innerhalb des Urogenitaltraktes, so können diese nun harnpflichtig gewordenen Stoffe nicht mehr adäquat ausgeschieden werden. Sie verbleiben also im System.
Wird nun noch von außen (exogen) über die Nahrung Harnsäure zugeführt, oder Stoffe konsumiert werden welche säuernd im System puffern, sind Probleme bereits vorprogrammiert. Zahlreiche Erkrankungen haben ihren Ursprung in einer Übersäuerungsproblematik. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Gicht-Krankheit.
Das Basenfasten
Das Basenfasten orientiert sich an den unter Basen-Kur genannten Inhalten. Es ist wenn man so will “Alter Wein aus neuen Schläuchen”. Die Heilpraktikern Sabine Wacker und ihr Mann haben einige Bücher zum Thema Basenfasten veröffentlicht. Ratgeber für die Methode selbst, sowie Anleitungen für die Küche und den Alltag sind im gutsortierten Buchhandel zu finden.
Das Basenfasten legt seinen Fokus mehr auf die strikte Einhaltung der entsäuernden Diät. Während die klassische Basen-Kur sich auch um die Ausleitungs- und Umstimmungsmaßnahmen kümmert. Das Basenfasten kann durchaus auch Zuhause durchgeführt werden. Eine gute Vorbereitung vorausgesetzt!
Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Basenfasten
Beiden Kurmodellen sind die basisch puffernden Elemente gemeinsam. Durch die Untersuchung der Körperflüssigkeiten wird zunächst das Ausmaß der Übersäuerung festgestellt. Anhand dieser Befunde wird dann das therapeutische Konzept entworfen. Sowohl beim Basenfasten, wie auch bei der Basen-Kur müssen Mineralien (auch Schüßler-Salze) substituiert werden. Dies geschieht durch Tabletten, basische Suppen, sowie Gabe von Mineralien. Der ph-Wert muss ständig überwacht werden.
Wie bei der Basen-Kur auch, wird die Kur durch ein Bewegungsprogramm unterstützt. Atemtherapie, Elemente aus Yoga und Qigong kommen zur Anwendung. Das Stressmanagemet ist bei Übersäuerungsprobanden ganz wichtig!
Denn gerade im beruflichen Alltag sind die seelischen Belastungen sehr groß und müssen deshalb auch individuell betrachtet und behandelt werden.
Wie bereits erwähnt sind im Grunde die Konzepte Basenfasten und Basen-Kur dasselbe, jedoch mit verschiedenen Herangehensweisen. Das Thema Entäuerung geht uns alle an!
Wir sind alle mehr oder weniger stark belastet. Wichtig ist, dass man sich der Zusammenhänge bewusst wird und etwas dagegen tut. Es sind oft die kleinen dinge des Alltags welche uns eine tiefgreifende Veränderung bringen können.
Eine Basen-Kur ist ein guter Einstieg um in seinem Leben eine positive Veränderung herbeizuführen.
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