
Unerfüllter Kinderwunsch? - Gewichtsabnahme! (© memo Fotolia)
Sie haben einen unerfüllten Kinderwunsch? Und Sie versuchen schon eine ganze Weile mit Ihrem Partner ein Kind zu bekommen?
Dann könnte eine Gewichtsabnahme helfen. Auch dann, wenn Sie es mit der künstlichen Befruchtung versuchen wollen.
Beinträchtigung der Fruchtbarkeit von Mann und Frau durch Übergewicht
Diverse Studien zeigen, dass Übergewicht die Empfängnis behindern und dem Kinderwunsch im Wege stehen kann. Frauen scheinen hier stärker betroffen zu sein als Männer. Bei Frauen kann eine früh entstandenes Übergewicht zu Zyklusunregelmäßigkeiten, chronische Oligo-Anovulation and Unfruchtbarkeit im Erwachsenenalter führen. Übergewicht mit einem BMI von über 30 kann bei Frauen auch das Risiko von Fehlgeburten erhöhen und es verschlechtert den Erfolg moderner Reproduktionstechniken.
Männer haben es hierbei etwas einfacher. Primär führt ein erhebliches Übergewicht primör zu einem verminderten Testosteronspiegel. Und in massiv übergewichtigen Männern führt dies zu einer reduzierten Spermatogenese, also es werden weniger Spermien gebildet. Zusätzlich steigt das Risiko der erektilen Dysfunktion, umgangssprachlich Impotenz genannt, mit dem BMI, dem Body Mass Index.
Also muß eine Gewichtsabnahme her! – Wie?
Sicher nicht durch massives Fasten oder Kalorienrestriktion (z. B. FDH Friss die Hälfte). Vielmehr ist eine kontinuierliche und geplante Gewichtabnahme gefragt. Und dieses kann aus meiner Sicht nur über eine Ernährungsumstellung und einer Änderung weiterer Lebensümstände geschehen!
Wie ich das mache, dass es zu einer dauerhaften Gewichtsabnahme kommt?
Das hängt von meinen Patienten ab:
Einige sind sehr diszipliniert. Für diese kann die Gesund und aktiv Stoffwechseloptimierung sinnvoll sein. Hierbei nehme ich meinen Patienten Blut ab und lasse es untersuchen. Aus den Blutergebnissen wird dann ein individueller Ernährungsplan für den oder die Betreffende erstellt. Dieser Ernährungsplan paßt dann optimal zu diesem Menschen und die Gewichtabnahme erfolgt dann wie im Schlaf mit ca. 1 kg/Woche. Nach der Aushändigung des Planes sehen mich meine Patienten alle 1 – 3 Wochen zu einer Gewichtskontrolle, BIA-Messung und einem kurzen Gespräch. Anders verläuft es oft auch bei den Engagiertesten im Sande.
Einige Patienten wissen von sich, dass Sie eine permanente Kontrolle brauchen. Mit diesen mache ich dann die überdurchschnittlich erfolgreiche Sanguinum Kur. Auch hier verläuft die Gewichtsabnahme mit ca. 1 kg/Woche fast wie im Schlaf. Meine Patienten sehen mich dann dreimal die Woche. Es wird gewogen, sie erhalten eine Spritze, die den Stoffwechsel ankurbelt und wir sprechen über Erfolge und ‘weniger Erfolge’.
Mit beiden Methoden nehmen meine Patienten durchschnittlich 1 kg/Woche ab, fast schon wie im Schlaf erfolgt die Gewichtsabnahme – ob mit der Sanguinum Kur oder der Gesund und aktiv Methode.
Haben Sie es bei unerfülltem Kinderwunsch schon mal mit einer dauerhaften Gewichtsabnahme versucht?
Womit gelingt es Ihnen, Gewicht zu verlieren?
Schreiben Sie mir!
Quellen:
Chavarro JE; Toth TL; Wright DL; Meeker JD; Hauser R (2010): Body mass index in relation to semen quality, sperm DNA integrity, and serum reproductive hormone levels among men attending an infertility clinic. In: Fertil Steril 93 (7), S. 2222–2231.
Hammoud AO; Gibson M; Peterson CM; Meikle AW; Carrell DT (2008): Impact of male obesity on infertility: a critical review of the current literature. In: Fertil Steril 90 (4), S. 897–904. Pandey S; Maheshwari A; Bhattacharya S (2010): The impact of female obesity on the outcome of fertility treatment. In: J Hum Reprod Sci 3 (2), S. 62–67.
Wang JX; Davies MJ; Norman RJ (2002): Obesity increases the risk of spontaneous abortion during infertility treatment. In: Obes Res 10 (6), S. 551–554.
Mah PM; Wittert GA (2010): Obesity and testicular function. In: Mol Cell Endocrinol 316 (2), S. 180–186.
Hast du noch naehere Informationen darueber ?
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Hallo,
bei mir hat die Gewichtsabnahme zu einer SS geführt…
-> Vor ca. 6 Jahren gab ich das Rauchen auf. Mein Gewicht lag da bei 56 Kilo auf 1,70 m. Nach und nach nahm ich mehr zu, statt Zigarette gabs was zu futtern…ich hatte es nicht mehr unter Kontrolle und ging auseinander wie ein Hefeteig.
Anfang 2010 zog ich die Notbremse bei 98 Kilo (!!) – ich konnte mich schlecht bewegen, schnaufte wie ein Walross bei kleinster Anstrengung – aber das schlimmste war mein Anblick für mich…
Die Kontrollbildschirme beim Betreten eines Ladens und das eigene Spiegelbild in den Schaufenstern waren besonders schlimm…
Laut Zykluskurven und Ovus gab es immer einen Eisprung mit Hochlage in der hohen Gewichtsklasse und der Zyklus war regelmäßig. Wie es früher aussah, weiß ich nicht, da ich erst 2008 anfing, mit Kurven und Ovus…
Allerdings war die Hochlage oft knapp über der Coverline und auch öfter mal nur 10 Tage (sonst 12). Daran ließ sich das Gewichtsproblem schon erkennen…
Wir haben seit etwa 3 Jahren erfolglos geübt. Ich denke aber, dass es dabei auch 2-3 Frühabgänge gab (zu NMT), da Schwangerschaftstest darauf deuten ließen. Bis September/Oktober 2010 nahm ich ordentlich ab und kam auf etwa 80 Kilo runter. (zu Eisprung)
In dem Zyklus wurde ich nach 3 Jahren dann tatsächlich endlich schwanger.
Die SS endete allerdings in einer Fehlgeburt in der 11.Woche. (von Beginn an kein Herzschlag und Wachstum vermindert) – laut Arzt läge das an einem fehler in der Zellteilung – ich denke aber, dass noch immer das erhöhte Gewicht dabei mitwirkte. ->Bis zum Tag der Fehlgeburt wog ich wieder 83, 4 Kilo…
Ich nehme seither aber weiter ab, stehe heute bei 71,8 Kilo (Ziel 60-65 Kilo) und denke, dass ich auf diesem wege schwanger werden kann, wie es sich ja bereits zeigte.
Ich treibe Sport (am Heimtrainer 1/2-1 Stunde täglich), gehe täglich spazieren und habe meine Ernährung umgestellt. Kleine Portionen, kalorienreduziert…viel Gemüse… mein Mann nimmt mit mir zusammen ab, da geht alles etwas leichter
– nix konkretes, ich achte eben auf die Menge und was drin ist…
Zu Anfang fällt es schwer, der Hunger ist schlimm, der Magen versteht nicht, warum er keine Pizza mehr bekommt… aber er gewöhnt sich dran..das Hungergefühl sinkt und man ist in der Tat schnell satt.
Wir haben auch immer Schokolade da… Vollmilch mit Nuss.
Die kann man lutschen *gg* und die einzelnen Riegel halbiere ich immer, damit es mehr wirkt. (aus einem Riegel von 4 Stücken werden so 8 Stücke und psychologisch wirkt es allemal
Täglich bekommt jeder 2 Riegel/Reihen a 4 Stücke…das verhindert den Heißhunger auf Süßes- denn man möchte immer das haben, was man nicht “darf” und das schlingt man dann in sich hinein.
Aber die schokolade ist da und man “darf” (in Grenzen). Bei uns klappt das prima..
Ansonsten trinke ich mittlerweile verschiedene Tees, u.A. auch zum Entschlacken und entwässern.
Ich denke und hoffe, dass wir dank der Diät bald ein gesundes Kind haben werden…Ich bin nun im 2.Zyklus nach der Fehlgeburt und wer weiß….
Vielen Dank für den toller Erlebnisbericht. Sicher wird es bald klappen…
Viele Grüße
Andreas Kallmeyer