Volksmedizinisch wurden Zubereitungen aus der Klettenwurzel zur Behandlung von Magen- und Darmbeschwerden, Rheumatismus und bei Gallen- und Blasensteinleiden verwendet. Die Klette soll stoffwechselaktivierend wirken. Matthew Wood empfiehlt in seinem Buch “The Earthwise Herbal” die Klette bei einer Schwäche des lymphatischen Systems und einer Schwäche von Pankreas, Leber und Prostata. Ferner schätzt er sie bei Nierensteinen und Nierengries.
Die Große Klette wird auch Dollenkraut, Haarwuchswurzel, Kladde, Klettendistel, Wolfskraut usw. genannt. Der lateinische Name Arctium lappa leitet sich, wahrscheinlich wegen des haarigen Aussehens der Blüten, von dem griechischen Wort für Bär arctos ab. Das lappa vom griechischen labein (festhalten) ab. Die Blüten verfangen sich wirklich in allen stoff oder fellähnlichen Dingen.
Über die Inhaltsstoffe der Klette ist recht wenig bekannt. Die als Bardanae radix bezeichnete Klettenwurzel enthält Schleimstoffe und Inulin, geringe Mengen an ätherischem Öl, Pflanzensäuren und Lignane (z.B. Arctiin).
Äußerlich wird ein Auszug mit Oliven- oder Erdnussöl (Klettenwurzelöl) bei vor allem trockener, schuppender Erkrankungen der Haut und Kopfhaut eingesetzt.
Der Klettenwurzel wird auch die Förderung des Haarwuchses nachgesagt; Belege gibt es dafür leider keine. Vermutlich schloss man aus der Tatsache, dass die Pflanze selbst stark behaart ist, eine Wirkung auf den menschlichen Haarwuchs (Signaturenlehre). Ursel Bühring erwähnt sie in ihrem Buch “Praxis-Lehrbuch der modernen Pflanzenheilkunde” bei hormonbedingtem Haarausfall.
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Klette gewonnen?
Schreiben Sie mir!

Pingback: Haarausfall am ganzen Körper - einige Anregungen und Ideen | Kallmeyer Naturheilpraxis in Hannover - unerfüllter Kinderwunsch, Gewichtsreduktion, Burn-Out und komplementäre Krebstherapie