5 (schulmedizinische) Medikamente und mehr pro Person?

“Jeder Vierte braucht mindestens fünf Medikamente.” – als ich diese Überschrift las, dachte ich mir:  nur 5?? In meiner Praxis sind 5 Mittel oft schon wenig – je nach Alter des Patienten.

Das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. führte im Auftrag der Bundesapothekerkammer eine Studie durch.

Ergebnis:

Für jeden vierten Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse – das sind etwa 15 Millionen Bundesbürger – waren im Lauf des Jahres 2009 fünf oder mehr unterschiedliche Wirkstoffe zur Behandlung notwendig!

(Quelle: Vitaljournal)

Für 12 Prozent der Versicherten – und damit mehr als 7 Millionen Patienten bundesweit-verordneten Ärzte sogar elf oder mehr verschiedene Wirkstoffe.

Problem: Mit der Anzahl der gleichzeitig angewendeten Wirkstoffe steigt auch das Risiko für Wechselwirkungen. Beispiel: ASS Tabletten, die zur Blutverdünnung gering dosiert werden, haben als Nebenerscheinung oft erhöhte Magensäureaktivität. Also wird zur Eindämmung der Nebenwirkung  gleich ein weiteres Mittel mitverschrieben: Magensäurehemmer. Die haben aber ebenso ihre Nebenwirkungen, zumal sie nie für den Langzeitgebrauch getestet wurden…

Den Vogel schoß neulich jemand ab, der 5 Mittel nur gegen Bluthochdruck bekam. Schade – dabei bekommt man gerade Bluthochdruck durch naturheilkundliche Verfahren wie Akupunktur, Chelattherapie, Sauerstoffinfusionen, Pflanzliche Mittel, Spagyrik etc. meist gut in den Griff…

Wie ist das bei Ihnen?
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3 Antworten auf 5 (schulmedizinische) Medikamente und mehr pro Person?

  1. Sie deuten es im ersten Absatz bloß zutreffend an – tatsächlich aber ist gerade diese “klassische” Polymedikation bei alten und sehr alten Menschen ein großes Problem, das auch die von Ihnen zitierten Statistiken entscheidend nach oben treibt:

    Ist Oma erst mal in einem Pflegeheim kaserniert, hat sie keinen Zugang zu (ihren bisherigen) Hausmitteln und den oft hilfreichen naturheilkundlichen Verfahren (mehr) und wird von der hilflosen geriatrischen Schulmedizin wegen ihrer “Multimorbidität” mit Medikamenten aller Art vollgestopft.

    Denn diesen teuren Unfug zahlt ja die Kasse. Und private Aufwändungen für ihre Gesundheit können sich Oma und Opa oft nicht leisten, weil sie entweder nur eine kleine Rente beziehen oder ihre Pension bis auf ein kärgliches Taschengeld vom Pflegeheim einbehalten wird. So geben wir um sehr viel Geld “w.o.” vor dem würdevollen Altern und Sterben in unserem Gemeinwesen…

  2. Andreas Kallmeyer sagt:

    Auf den Punkt! ;-)

  3. Pingback: Haarausfall am ganzen Körper - einige Anregungen und Ideen | Kallmeyer Naturheilpraxis in Hannover - unerfüllter Kinderwunsch, Gewichtsreduktion, Burn-Out und komplementäre Krebstherapie

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