Die Kunst, sein Wissen zu managen

Die Kunst, sein Wissen zu managen

Es ist ja allseits bekannt, das wir immer mehr in einer Wissens-Gesellschaft leben. Und es heißt nicht ohne Grund: „Wissen bedeutet Macht.“
Das ist für einen Heilpraktiker gar nicht so viel anders wie für einen Arzt oder Forscher oder jedem, der mit Wissen hantiert. Ich suche immer nach Möglichkeiten, so einfach wie möglich auf dies Wissen zuzugreifen. Hier mein Erfahrungsbericht und einige Tipps.

Perfekt wäre es natürlich, wenn wir alle ein fotografisches Gedächtnis hätten. Dem ist aber leider nicht so. Und deswegen halte ich mich schon immer gern an Einstein, der da gesagt haben soll: “Man muß nicht alles wissen, man muß nur wissen, wo es steht.”


Da ich sehr viel Seminare, Fortbildungen und Kurse besuche, sammelt sich eine Menge an. Ich habe mir angewöhnt viel mitzuschreiben und die Kurse ausschließlich für meinen privaten Gebrauch mitzuschneiden. Um diese Unterlagen wiederzufinden, habe ich mir (unter Windows) themenspezifische Ordner angelegt, in welche die Mitschnitte sowie die eingescannten Mitschriften abspeichere. Hierbei folge ich einem festen System, indem dem Dateinamen immer das Datum voransteht.

Zum Einscannen nutze ich einen Seitenscanner, in meinem Fall den Canon DR-2010C. Für die Mitschnitte nutze ich das Olympus Diktiergerät LS-10 sowie (manchmal) das Olympus Richtmikrofon ME31.

Meine Mitschrift durchforste ich auf sinnvolle Therapien, Therapieideen und ähnliches. Dieses erfasse ich dann ich der kostenlosen Software Scribble Papers. Ich hatte erst mit Excel rumprobert, doch diese kleine Software ist optimal für eine Wissenssammlung.

Ferner bin ich nicht nur ein Jäger (des Wissens und der Erkenntnis) sondern auch ein Sammler – lieber ein Dokument zuviel als eins zu wenig. D. h. ich sammle auch dem Internet zusammen, was es zum runterladen gibt und speichere diese Dokumente in einer entsprechenden Ordnerstruktur. Wenn auf einer Website viele pdf-, Word-, Excel- oder andere herunterladbare Dateien befinden, hat sich für mich das Firefox plugin DownThemAll überaus bewährt.

Nun will man ja diese Dateien auch wiederfinden auf seiner riesigen Festplatte. Hierzu nutze ich das (teilweise kostenlose) Tool  Copernic Desktop. Es handelt sich um eine lokale Suchmaschine. Ich hatte zuvor Google Desktop ausprobiert, doch erstens hatte ich immer ein mulmiges Gefühl und zweitens konnte man die Festplattenindizierung nicht konfigurieren, also all or nothing.

Oft habe ich es auch, dass ich interessante Abschnitte oder Zeilen aus Artikeln habe, die ich in meine Datenbank einfügen möchte. Hierzu nutze ich den Irispen executive, ein hervorragender Zeilenscanner. Und um die Artikel zu sortieren aus denen ich die Zitate habe, nutze ich die Zitatensoftware citavi. Über die Software kann man seine Literatur- und Artikelbestände verwalten und pflegen.

Oft ergibt sich für mich die Notwendigkeit, Dinge zu strukturieren und sie strukturiert darzustellen. Hierzu nutze ich Mindmaps und, da ich eh‘ fast alles in elektronischer Form habe, nutze ich hierfür den Mindmanager Pro 8. Man kann hier seine Gedanken kreativ darstellen, sie mit Dokumente verlinken und Bilder mit einfügen.

Da ich oft im Internet recherchiere und mir viele interessante Dinge begegnen (nicht immer zu dem Recherchethema passend… ), nutze eine Software, um ganze Seiteninhalte abzuspeichern, um sie später auszuwerten. Hierzu nutze ich das Tool Evernote. Durch einfache Tastenkombis oder Mausbewegungen lassen sich Inhalte kopieren und in Evernote zwischenspeichern. Ein netter Nebeneffekt:  man kann unter Googlebooks eingescannte Bücher mit Evernote markieren und als Bild abspeichern. Diese Bilder kann man dann mit einer Texterkennung in Text umwandeln lassen. Hierzu benutze ich den AbbyFinereader.

Und zum Thema Internet-Recherche. Ich nutze hier viele verschiedene Seiten. An erster Stelle (leider) Google. Ansonsten habe ich hier mal eine Auswahl an medzinische-naturheilkundlich interessanten Rechercheseiten aufgelistet:

Metasuche
http://www.metaeureka.com
http://meta.rrzn.uni-hannover.de/
http://www.apollo7.de/

Suchseiten – Medizin
http://scholar.google.de/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/
http://www.genios.de/r_startseite/index.ein
http://www.mayoclinic.com
http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de/
http://www.napralert.org/
http://cambase.dmz.uni-wh.de/opencam/

Suchseiten Heilpflanzen
http://www.heilkraeuter.de
http://www.naturheilkraut.com
http://www.herbaversum.de
http://www.tee.org
http://www.botanical.com
http://www.theepicentre.com/Spices/spiceref.html
http://www.henriettesherbal.com
http://www.pfaf.org/index.php

Ihre Erfahrungen und AnregungenWie sieht es bei Ihnen aus?

Wie organisieren Ihre Wissen?

Ich freue mich auf Ihre Feedback.



Kommentare

4 Kommentare zu “Wissensmanagement oder wie verwalte ich all‘ das angesammelte Know-How?”

  1. Ulrich Schramme am 9. Februar 2010 um 10:09 Uhr

    Eine weitere Möglichkeit wäre ein eigenes Wiki. Auf http://www.wikimatrix.org lässt sich mit Hilfe des “Choice Wizard” sicherlich ein passendes finden. Eventuell ist auch dieser Artikel nützlich: http://www.drweb.de/magazin/wissen-zum-mitnehmen-wiki-to-go/

    Eine direkte Empfehlung kann ich leider nicht geben. Da auf einem meiner Rechner ohnehin ständig ein DB-Server läuft, lag es für mich nahe, mir eine passende Datenbank zu entwickeln.

  2. Schrader am 10. Juni 2010 um 12:52 Uhr

    Hallo Herr Kallmeyer,

    ein kostenloses Mindmap-Programm ist freemind

    http://www.chip.de/downloads/FreeMind_30513656.html

    Mit freundlichen Grüßen
    Jo S.

  3. torsten am 3. Juli 2010 um 12:04 Uhr

    interessante tips, werde die bei gelegenheit mal nach und nach ausprobieren.

    ich empfehle noch die https://www.dropbox.com/ um nicht alle dokumente immer per usb hin und her zu schieben.

    desweiteren empfehle ich ihnen sich mit den abc und kawa techniken der vera f. birkenbihl auseinander zu setzen.

  4. Andreas Kallmeyer am 4. Juli 2010 um 18:23 Uhr

    Danke für das Feedback und die Informationen. Ich werde es mir mal in den nächsten Tagen ansehen.

    Gruss
    Andreas Kallmeyer

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Andreas Kallmeyer, Heilpraktiker und Dipl.-Phys. Dipl.-Kfm.
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