Zink ist wichtig bei Infektionen

Zink ist wichtig bei Infektionen

Zink kommt an vielen Stellen im Körper vor und ist an unzähligen Reaktionen beteiligt. Ein Zinkmangel kann sogar zu psychischen Störungen führen. Zink ist ein wichtiges Antioxidans und spielt im Immunsystem eine wesentliche Rolle.
Zink ist an über 200 Enzymen beteiligt. Seine Beteiligung ist dabei katalytischer Art, d . h. es wird bei der Reaktion nicht verbraucht. Zink kann beschleunigend oder auch hemmend auf bestimmte metabolische Vorgänge einwirken. So spielt Zink eine wesentliche Rolle beim Auf- und Abbau von Nukleinsäuren im Rahmen der Zellteilung.


Eine ungenügende Versorgung mit Zink kann zu folgendes bedeuten:

  • Gestörter Säure-Basen-Haushalt mit einer vermehrten Natrium- und Wasserauscheidung
  • Der Abbau von Alkohol wird gehemmt; dies gilt sowohl für den von außen zugeführten wie innen gebildeten Alkohol
  • Gestörte Eiweißverdauung, da Zink für die Spaltung kurzkettiger Proteine benötigt wird
  • Mangelnder Zellschutz gegenüber freien Radikalen und Schwermetallen
  • Zink ist am Hormonstoffwechsel, z. B. Testosteron, Schilddrüsenhormone, Insulin etc. beteiligt.

Ursachen eines Zinkmangels

Unter Umständen kann es zeiten geben, in denen man einen erhöhten Bedarf hat bzw. der Bedarf steigt. Dies ist bei folgenden Umständen der Fall (aus: Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag):

  • einseitige Ernährung
  • verminderte Aufnahme durcherhöhte Zufuhr von Kalzium, Phosphor, Phytat oder Nahrungsfasern
  • chronische Schwermetall-Vergiftungen
  • Aufnahmestörungen z. B. durch ungenügende Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse
  • die Einnahme bestimmter Medikamente, wie z.B.:
    • säurebindende Mittel,
    • das Immunsystem unterdrückende Wirkstoffe,
    • Entzündungshemmer,
    • Entwässerungsmittel,
    • Wirkstoffe zur Senkung der Blutfettwerte (Lipidsenker),
    • orale Verhütungsmittel (Kontrazeptiva),
    • Bluthochdrucksenker (ACE-Hemmer),
  • Krebs sowie Strahlen- oder Chemotherapie
  • lang andauernde Durchfälle
  • Diabetes mellitus
  • im Rahmen verschiedener Erkrankungen, wie z.B. Neurodermitis, Leber- und Nierenerkrankungen
  • akute oder chronische Infektionen
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Wachstum
  • Leistungssport

Symptome eines Zinkmangels

Folgende Symptome können bei einem Zinkmangel auftreten:

  • Unterfunktion der Hoden bzw. Eierstöcke
  • Weiße Flecken auf den Fingernägeln
  • Haarausfall
  • Verzögerte Wundheilung, Ausschläge
  • Infektionsanfälligkeit
  • Verminderte Geruchs-/Geschmacksempfindung, Nachtblindheit
  • Wachstumsstörungen, Wachstumsverzögerungen
  • Depressionen, Psychosen aber auch Aggressivität und Hyperaktivität.

Zink in Lebensmitteln

Man kann dem Zinkmangel mit Tabletten oder – am besten – mit einer Ernährungsumstellung begegnen. Folgende pflanzliche Lebensmittel haben am meisten Zink (Wertangaben in mg pro 100 g; aus: Lebensmitteltabelle für die Praxis):

  • Weizenkeime (17)
  • Weizenkleie (9,4)
  • Goabohne (4,6)
  • Kichererbse (2,4)
  • Leinsamen (5,5)
  • Linsen (3,8)
  • Mandeln (2,2)
  • Walnuss (2,7)

Ihre Erfahrungen und AnregungenWie sieht es mit Ihnen aus?

Nehmen Sie genug Zink zu sich?

Schreiben Sie mir!



Kommentare

8 Kommentare zu “Zink im Körper: ein Tausendsassa”

  1. Leon am 10. September 2009 um 05:15 Uhr

    Ich brauche genau diese Information! Ich habe Zinkmangel und ich wusste bis jetzt gar nicht, was ich essen muss. Vielen Dank für den informativen Artikel!

  2. Andreas Kallmeyer am 10. September 2009 um 12:57 Uhr

    Das freut mich zu hören! Am besten klären Sie mal ab, warum Sie einen Zinkmangel haben…

  3. Chris am 16. Februar 2010 um 19:21 Uhr

    Ich hatte vor Jahren eine Stoffwechselstörung die durch einen Zinkmangel begründet war. Unter anderem mit einer erniedrigten Produktion von Testasteron und multiblen Allergien. Durch eine Ernährungsumstellung, die Einnahme von Zink und regelmäßiges Heilfasten habe ich dieses Problem in den Griff bekommen. Prima Information zum Thema Zink.

  4. Andreas Kallmeyer am 27. Februar 2010 um 19:33 Uhr

    Vielen Dank für das Feedback und den Erfahrungsbericht!

  5. Frau Krüger am 17. März 2010 um 19:10 Uhr

    Guten Abend!

    Sehr informativ Ihr Artikel!
    Bei mir wurde vor einiger Zeit Eisenmangel festgestellt, seither nehme ich morgens und abends ein Eisenpräparat ein. Nun ist auch ein Zinkmangel diagnostiziert. (Ich habe fünf Jahre lang kein Fleisch und kein Fisch zu mir genommen, ich nehme an, daher resultieren die Mängel)
    Habe da mal eine Frage:
    Zu welchem Zeitpunkt sollte ich ein Zinkpräparat einnehmen? Ich habe nämlich gelesen, das die Zinkaufnahme während einer Eisenkur kontraproduktiv ist!?!

    Vielen lieben Dank, … Frau Krüger

  6. Andreas Kallmeyer am 18. März 2010 um 17:22 Uhr

    Hallo Frau Krüger!
    Völlig korrekt – eine gleichzeitige Eisenzufuhr behindert die Zinkaufnahme. Wenn Ihr Eisenmangel so stark ist, dass sie 2 x tgl. Eisen nehmen sollen, würde ich die Eisenpräparate morgends/vormittags o. mittags einnehmen und die Zinkpräparate zum Abend und/oder vorm Schlafengehen. Probieren Sie verschiedene Präparate aus. Manche sind bekömmlicher als andere…
    Noch ein Tipp am Rande: die Eisenaufnahme wird durch die gleichzeitige Gabe von Vitamin C deutlich beflügelt… also die Eisentablette mit einem frisch gepressten Orangensaft (0,2 l) einnehmen.
    Viel Erfolg
    Andreas Kallmeyer

  7. Frau Krüger am 18. März 2010 um 19:59 Uhr

    Lieber Herr Kallmeyer!

    Herzlichen Dank für die zügige Antwort!

    Mit freundlichen Grüßen, Frau Krüger

  8. Erschreckend! Wie wenig die Chemotherapie hilft … und welche Alternativen es gibt | Kallmeyer Naturheilpraxis Hannover am 16. Mai 2010 um 17:00 Uhr

    [...] meisten Krebspatienten fehlen oft Zink, Selen, Vitamin D3 und andere Vitamine oder Mineralstoffe, da diese oft durch die Chemotherapie und [...]

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Andreas Kallmeyer, Heilpraktiker und Dipl.-Phys. Dipl.-Kfm.
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