„Das Auge als Spiegel der Seele“ – seit alters her liegt in den alten Deutekünsten ein gewisser Zauber – ein Zauber von Tiefe und Weisheit. Irisdiagnose ist daher nicht nur ein Instrument, um körperlich-organische Probleme im Körper aufzuspüren. Die Beobachtung der Augen und ihrer Veränderungen haben auf den Menschen seit langem eine besondere Anziehungskraft. In der alten europäischen Medizin bei Hippokrates und bei Philostratus – der im 3.Jahrhundert v.Ch. lebte – finden wir ebenso wie in der chinesischen Medizin Quellen die sagen, man erkenne den Charakter eines Menschen aus den Augen.
Konstitution und Disposition
Die Irisdiagnose basiert auf der Vorstellung, dass zwischen allen Körperteilen und Organen eine feste Nervenverbindung zur Regenbogenhaut (Iris) des Auges besteht.
Krankheiten oder Störungen der Organe sind daher in verschiedenen Strukturen der Iris (Pigmentflecken, Streifen oder Ringe) erkennbar. Statt einer ‘Organdiagnose’ liefert die Augendiagnose (Irisdiagnose) Informationen über den vererbten und erworbenen gesundheitlichen Zustand des Gesamtorganismus, die mit keiner anderen Methode zu erhalten sind, die aber für eine gezielte, individuelle naturheilkundliche Behandlung von grosser Bedeutung sind. Die traditionelle Naturheilkunde versteht Krankheit immer als Ergebnis von komplexen Störungen im Gesamt organismus. Ziel der Augendiagnose (Irisdiagnose) ist es, die Zusammenhänge der verschiedenen Faktoren, die am krankhaften (pathologischen) Geschehen beteiligt sind, zu analysieren.
Erblich bedingte Schwachstellen, welche nie zuvor erkannt wurden, werden durch die Augendiagnose sichtbar. In der Therapie ergeben sich daher ganz neue Perspektiven, denn durch die Augendiagnose wird die Früherkennung von Krankheiten möglich.
Beobachtung der Matrix
Die Irisdiagnose bietet die Möglichkeit, das Bindegewebe direkt zu betrachten, denn die Iris wird in der embryonalen Entwicklung aus dem gleichen Ausgangsgewebe aufgebaut wie das Bindegewebe. Aus dem Bindegewebe entwickeln sich verschiedene andere Gewebe wie Knochen und Fettgewebe und es bildet die Zwischenzellsubstanz, die oft auch als Matrix bezeichnet wird. Diese Matrix kann man sich wie ein feingewebtes Netz vorstellen, das alles verbindet. Es umkleidet die Organe umkleidet und versorgt die Zellen mit Nährstoffen, Hormonen und Nerveninformationen und entgiftet sie auch von Abfallprodukten des Stoffwechsels. Wird dieses Bindegewebe durch Stoffwechselschlacken, Säuren, Schwermetalle, Medikamentenrückstände oder Konservierungsmittel überlastet, dann ist die Zellversorgung und –entsorgung gestört. Das kann dann kurz-, mittel oder langfristig zu Krankheiten jeglicher Art führen: Allergien, Entzündungen, Knotenbildung, „Verschleißerkrankungen“ etc..
Und genau den Zustand dieses Bindegewebes und den Grad der Verschlackung kann man an der Iris beobachten! Die Iris ist der einzige Ort im Körper, an dem das Bindegewebe offen zutage tritt ohne die sonst überall vorhandene schützende Hautschicht.
