Naturheilkundliche Behandlung von Migräne: Pflanzenheilkunde

Grüner Tee hat zahllose positive Wirkungen auf den Körper.

Auch Pflanzen helfen bei Migräne und Kopfschmerzen.

Verschiedene Pflanzen haben eine positive Wirkung bei Migräne. Häufig wirken Sie indirekt, indem Sie ein funktionelles Ungleichgewicht beheben. Doch es gibt natürlich auch Pflanzen, die unmittelbar am Schmerz ansetzen, wie z. B. die gute alte Weidenrinde mit Ihrem Wirkstoff Salicylsäure.

Ich habe mir hier vier mögliche Kandidaten zur Behandlung von Migräne und Kopfschmerz rausgepickt:

Pestwurz (Petasites hybridus, engl. Butterbur, Pestweed)

Pestwurz gehört zur Familie der Korbblütler und ist fast überall in Europa zu Hause, wie auch in Nord- und Westasien. Es wirkt intensiv krampflösend und zwar bis zu 14 Mal stärker als das Papaverin im Schlafmohn! Ausserdem wirkt es schmerzlindernd und entzündungshemmend. In einer 1996 erfolgten Doppelblindstudie konnten Migräneattacken signifikant vermindert werden (ohne Nebenwirkungen).

Mutterkraut (Tanacetum parthenium, engl. Feverfew)

Das Mutterkraut gehört auch zur Familie der Korbblütler und stammt ursprünglich aus dem Orient und dem Mittelmeerraum. Innerlich genommen wirkt es Entzündungshemmend, schmerzlindernd, verdauungsfödernd und tonisierend wie auch menstruationsregulierend. Das Mutterkraut hat sich besonders bewährt bei Kopfschmerzen und Migräne durch Blutstau im Kopf, die oft linksseitig in Augen und Schläfe ausstrahlen. Auch hat es sich als sehr gutes prophylaktisches Mittel vor Migräneattacken bewährt.

Odermennig (Agrimonia Eupatoria, engl. Agrimony)

Der Odermennig wirkt zusammenziehend und entzündunghemmend. Ein Mensch für den Odermenig die richtige Pflanze ist, fühlt sich in einer Zwickmühle. Er hält die Luft an vor Schmerz und leidet vor allem an Spannungskopfschmerz. Auch kann er unter Geschwüre auf der Zunge oder im Mund leiden.

Schöllkraut (Chelidonium, engl Celandine)

Das Schöllkraut gehört zu den Mohngewächsten und war in der Antike wegen seiner krampflösenden Eigenschaften bekannt. Es wirkt vor allem im oberen Verdauungstrakt krampflösend sowie galleflussfördernd. Es ist ein klassisches Lebermittel bei einem Leber-Galle-Stau. Die zugehörige  Migräne startet im Hinterkopf und zieht zu den Schläfen und bis hinter die Augen. Der Leidende ist Lichtempfindlich, empfindet Übelkeit und bevorzugt Ruhe und Dunkelheit.

Sie sehen: es muß nicht immer Chemie sein. Oft tun es unsere Pflanzen auch!

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2 Antworten auf Naturheilkundliche Behandlung von Migräne: Pflanzenheilkunde

  1. Fabian von Knaut sagt:

    Hallo, eigendlich wollte ich fragen ob Sie mir eine Anletung für ein Peswurz-antimigränemittel zusammenschreiben könnten?! der wirkstoff scheint ja in den blättern zu sein, rein intuitiv hätte ich die eifsch mal ausgekocht…

  2. Andreas Kallmeyer sagt:

    Vielen Dank für Ihr Interesse. Aber das Aufkochen lassen mal lieber.
    Normaler Pestwurz enthält ähnlich dem Beinwell (Prellungen, Brüche, Verrenkungen, Arthritis etc.) oder dem Huflattich (bei Husten) Pyrrrolizidinalkaloide. Diese greifen bei längerem Gebrauch die Leber an.
    Es gibt jedoch ein Fertigpräparat mit pyrrolizidinfreiem Pestwurz: Petadolex. Da Dumme: es wird in Deutschland nicht mehr verkauft. Wie so viele andere erprobte und bewährte naturheilkundliche Mittel fiel es den Regularien zum Opfer.
    ABER: Sie können es in England beziehen. Schauen Sie hier nach: http://www.petadolex.eu/

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