Naturheilkundliche Behandlung von Migräne: Komplexhomöopathie und Vitamine

Auch Infusionen können bei einer Migräne helfen. Sinnvollerweise sollte vorher ein Blutbild gemacht werden, um eventuelle Defizite aufzudecken.

Infundiert werden können z. B. Mineralien, B-Vitamine, rechtsdrehende Milchsäure, diverse homöopathische Komplexmittel etc.Auch Schwermetalle können als Verursacher in Frage kommen. Alumimium und Quecksilber sind bekannt dafür, bei einer chronisch (=langfristigen und schleichenden) Vergiftung, Kopfschmerzen zu erzeugen. Liegt der Verdacht hier, sollte ein Haarmineraltest (oder Speicheltest) und ein Urinprovokationstest mit einem Schwermetall-bindenden Mittel (z. B. Natrium-EDTA) vorgenommen werden.  Dies soll einerseits aufzeigen, wie die Schwermetallbelastung aktuell ist und wie die Fähigkeit des Körpers zur Ausscheidung derselben ist.

Ist das Testergebnis positiv, so sollte man zum einen versuchen, seine letzten verbliebenen Amalgamfüllungen entfernen zu lassen und danach eine Entgiftungstherapie ansteuern.

Doch auch hier gilt Vorsicht! Entgiftungstherapie ist nicht gleich Entgiftungstherapie. Man kann mit homöopathischen Hochpotenzen entgiften oder eher schulmedizinisch. So viel ich auch von der Homöpathie halte, so wenig kann ich mir vorstellen, dass sie eine massive Giftbelastung alleine ausleiten kann. In diesem Fall ziehe ich gering dosierte Infusionen mit Schwermetallbindern vor (plus flankierenden Maßnahmen). In der Regel bessert sich das Allgemeinbefinden nach 5 – 10 Infusionen, verteilt über mehrere Wochen (ca. 2 Infusionen pro Woche).

Es gibt auch verschiedene, niedrig potenzierte Komplexhomöopathika, die in dem Ruf stehen, Gifte auszuleiten. Jeder hat hier so seine Vorlieben. Ich nutze z. B. gerne Kombinationen aus rechtsdrehender Milchsäure der Firma Pflüger und dem Mittel Derivatio (R) derselben Firma. Auch Infusionen mit Vitamin C können unterstützend zum Einsatz kommen.

Bei allem ausleiten und binden von Schwermetallen oder anderen Giften sollte man daran denken, die Ausscheidungsorgane zu unterstützen – also: Leber, Niere, Lymphe, Darm, Haut, Lunge.

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