
Naturheilkundliche Alternativen
Welche Naturheilkundlichen Alternativen gibt in der Behandlung der Chronischen Polyarthritis (cP)?
Die Naturheilkunde behandelt immer den ganzen Menschen. Deswegen läßt sich hier auch keine pauschale Aussage treffen, welche Therapien passen.
Oftmals leiden langjährige cP-Patienten zusätzlich an den Folgen der schulmedizinischen Medikation. Hier kann es vorrangig darum gehen, diese Nebenwirkungen in den Griff zu bekommen, bevor ich das primäre Leiden in Angriff nehme. Und es kann auch darum gehen, die Medikamentendosis zu reduzieren.
Zweifach-Therapie
Die Therapierichtung ist also oft zweifach: Entgiftung und Immun-Umstimmung.
Die Entgiftung läßt sich über Infusionen oder bestimmte Medikamente erreichen. Dies setzt immer voraus, dass der Patient sehr viel trinkt und seine Ernährung anpasst. Ich habe hier z. B. gute Erfahrungen mit den Mitteln der Firma Sanum, Regenaplex, Pflüger, Phylak, Wala und ISO gemacht. Darüberhinaus können einige heimische Heilpflanzen oder ein gezieltes homöopathisches Mittel wahre Wunder bewirken.
Immun-Umstimmung
Die Immunumstimmung ist der schwierigste Part. Es gibt kein klassisches Mittel, dass dem Immunsystem wieder beibringt, was richtig und was falsch ist. Dies ist deswegen kein kurzer Weg, den die Patienten gehen müssen.
Letztlich wende ich auch hier die o. g. Präparate an sowie Akupunktur. Nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wird die chronische Polyarthritis LONG BI genannt. Ein pathogener Faktor dringt in den Körper ein und verkriecht sich. Im Kriegsjargon gesprochen: er gräbt sich ein. Immer wieder kommt er heraus, was zu akuten Entzündungen und Schüben führt. Danach ruht er wieder im Körper. Auch wenn Akupunktur hier vielleicht nicht heilen sollte, wird die Erleichterung und Schmerzstillung ziemlich wahrscheinlich erheblich sein.
Auch eine Eigenblut-Stufen-Therapie kann hier hilfreich sein. Auf der feinstofflichen Ebene schätze ich sehr die spagyrischen Mittel der Firma Phylak Sachsen.
Feichtinger und Co empfehlen in ihrem ‘Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüssler’ unter anderem die Schüsslersalze Nr. 3 (Ferr. Phosp.), Nr. 5 (Kalium Phosph.) und Nr. 9 (Natrium Phoph.). Bei Schmerzen kann man die Stellen gut Johanniskrautöl einreiben.
Mögliche Ursachen
Immer im Hinterkopf behalten sollte man natürlich auch Schwermetallbelastungen oder Narben. Schwermetalle sind bekannt dafür, dass Immunsystem zu beeinflussen und zu verwirren. Ein erster Schritt sollte daher auch die korrekte (!) Amalgamentfernung sein.
Ferner wird in der Literatur auf geopathologische Störfelder (einfach gesprochen: Erdstrahlen) hingewiesen. Man vermutet, dass Menschen, die über längere Zeit Erdstrahlen ausgesetzt sind, eine Neigung zu Krebsentstehung entwickeln. Ein Kollege hatte mir hierzu mal berichtet, dass er den Schlafplatz aller seiner Krebs-Patienten überprüfen ließ und bei allen Erdstrahlen festgestellt wurden… Leider kommt es bei wiederholten Untersuchungen nicht immer zu den gleichen Ergebnissen.
Daneben könnten dem Körper Mineralstoffe fehlen, die eine Autoimmunerkrankung fördern. Hier könnten eine umfangreiches Blutlabor und eine Haarmineralanalyse erste Ansätze liefern.

Schreiben Sie mir!
Wie sieht es bei Ihnen aus? Welches naturheilkundliche Verfahren hat Ihnen am besten geholfen?
Schreiben Sie mir!
Ich habe seit ca.6 Jahren meine c.P.
habe alles mögliche ausprobiert. Zwei Jahre nur makrobiotische Ernährung. Habe mich homäopatisch behandeln lassen. Schüssersalze ausprobiert.
Dann war ich im letzten Jahr in der TCM-Klinik Bad Kötzting und habe die Kräuter über längere Zeit daheim weitergenommen. mein Zustand hatte sich dadurch verschlechtert. Vor einigen Jahren war ich sogar 4Wochen in Indien (Ayurveda). Dann habe ich mich fast ein Jahr nur von Rohkost ernährt, habe während dieser Zeit Darmsanierungen machen lassen. Jetzt ernähre ich mich normal, jedoch bis auf seltene Ausnahmen, ohne Fleisch.Spritze 15mg MTX,brauche hin und wieder Cortison und Schmerzmittel. Jetzt sagen Sie mir, was ich noch tun kann.
Mit freundlichen Grüßen
Wigitta Zintl
Sehr geehrte Frau Zintl,
es tut mir leid, dass Sie so schwer mit der cP zu kämpfen, obgleich Sie mehrere sehr gute Therapien angewendet haben. Doch leider ist dies nicht die passende Plattform, um Sie zu beraten oder gar Therapien zu entwickeln. Ärzten und Heilpraktikern ist es nicht erlaubt über die Ferne Diagnosen oder Therapien zu nennen. Das fällt unter das Fernbehandlungsverbot.
Doch ich kann folgendes empfehlen: suchen Sie sich einen Therapeuten Ihrer Wahl, zu dem Sie vertrauen haben, und nehmen Sie an, was er Ihnen anbieten und lassen Sie ihm Zeit. Auch ein ganz exzellenter Heilpraktiker braucht zur Behandlung der chronische Polyarthritis sicher 2 Jahre oder mehr. Natürlich sollte sich zwischenzeitig etwas positiv verändern…
Viele Grüsse
Andreas Kallmeyer
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Danke!