Frauen mit einer Herzerkrankung leiden im Gegensatz zu Männern auch häufig unter depressiven Verstimmungen.
Zu diesem Ergebnis kam eine Pilotstudie am Berliner Herzzentrum, an der ca. 1.600 Patienten im Zusammenhang mit einer Bypass-Operation teilnahmen und nach ihrer Stimmungslage befragt wurden. Nach dem Eingriff liegt die Sterblichkeit bei 50-jährigen Frauen zweieinhalbmal so hoch wie bei Männern. Das könnte auf die stärkere Neigung von Frauen zu Depressionen zurückgeführt werden, da sich diese negativ auf den Heilungsprozess auswirken können. Frauen leiden demzufolge spürbar mehr unter ihrer Krankheit als Männer.
Man vermutet, daß das Östrogen mitverantwortlich für die subjektiv schlechtere Lebensqualität ist. Es beeinflusst die Hirnstrukturen und steuert Stimmungen und Emotionen. Ferner können depressive Verstimmungen und seelische Probleme sowie innere Unruhe entstehen, wenn das Nervensystem nicht ausreichend mit Mineralstoffen versorgt wird, z. B. mit Magnesium oder Zink.