Frühlingserwachen – alles grünt und auch Unkräuter wie Giersch, Vogelmiere, Brennessel & Co

Ich liebe es, wenn im Frühling die ersten grünen Triebe aus dem Boden kommen und die Natur Ihren Winterschlaf beendet. Für manche vielleicht auch zu Leidwesen. Denn dann folgen auch sogenannte Unkräuter wie Giersch, Vogelmiere, Löwenzahn, Gänseblümchen ihrer Natur.

Doch sind dies wirklich Un-Kräuter?

Nehmen wir mal die ‘Lieblingspflanze’ eines jeden Hobbygärtners: den Giersch.

Andere Namen hierfür sind Geissfuss, Sankt-Gerhardtskraut, Bodenholunder, Baumtropfen und am markantesten ist sein lateinischer Namen: Aegopodium podagria.
Der Zusatz ‘podagria’ macht auch schon den wichtigsten heilpflanzlichen Einsatzbereich des Giersch oder Geissfuss deutlich: Podagra, also die schmerzhafte Schwellung einer Großzehe (Großzehengrundgelenk) bei der Gicht.
Gicht ist eine erblich bedingte Stoffwechselstörung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gelenken kommt. Jedoch wurde früher meist nicht zwischen Gicht oder Rheuma unterschieden. Es verwundert also nicht, wenn es auch bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt wurde. Vermutlich hat es daher den volkstümlichen Namen Zipperleinskraut bekommen.
Daneben wurde das zerquetschte Kraut bei Insektenstichen und Wunden eingesetzt.

Der Giersch wurde traditionell bei der Neunkräutersuppe verwendet, die unseren Vorfahren half, aus der Ruhe des Winters zu erwachen und wieder Kräfte zu gewinnen und sich gleichzeitig zu entgiften.
Ähnliches gilt auch für seine ‘Artgenossen’. Löwenzahn und Brennessel zum Beispiel gehören zu den besten Entgiftungsmitteln, die die Natur uns schenkt. Doch auf diese Pflanzen werde ich zu einem anderen Zeitpunkt zu sprechen kommen.

Giersch kann im Grunde wie Spinat eingesetzt werden, wobei die älteren Blätter immer mehr nach Petersilie schmecken. Hier mal zwei Rezepte dazu:

Giersch-Brennessel-Gemüse
2 Teile Giersch
1 Teil Brennesselblätter
Zwiebeln
Fett
Das Gemüse in kochendem Wasser kurz aufwallen lassen, abseihen und hacken. Je nach Menge des Gemüses 1 bis 2 Kaffeetassen voll Wasser in einen Kochtopf schütten und mit einer großen, in kleine Würfel geschnittenen Zwiebel zum Kochen bringen. Das gehackte Gemüse und die nötige Menge Fett (dieses Wildgemüse erfordert etwas mehr Fett als Spinat) dazugeben, durchrühren und etwa 20 Minuten bei kleinem Feuer kochen. Salzen und nach Geschmack mit etwas Mehl binden.

Mit Giersch gefüllte Tomaten
Von den Tomaten den Deckel abschneiden, Mark und Saft herausheben und pürieren. Gekochten, fein zerkleinerten Giersch und das Fruchtfleisch der Tomaten mischen, ein oder zwei Eier dazugeben, würzen und die Tomaten mit der Mischung füllen. Den Deckel drauflegen und die Tomaten auf einem gut bestrichenen Kuchenblech oder in einer gefetteten Auflaufform eine halbe Stunde lang in den vorgeheizten Backofen stellen. Sehr gut mit Kartoffelbrei und als Zugabe zu Braten oder Wildgemüsebratlingen.

Meine Idee – meine Hoffnung:
Statt Giersch mit hochgiftigem Pflanzenschutzmittel abzutöten, sollte man sich seiner erfreuen und ihn fleißig ernten.

Und zum Schluss etwas, dass mich grübeln liess:
Verschiedene Autoren und Schamanen vertreten die Meinung, dass die Pflanzen, die in unserer Nähe auf natürliche Weise gedeihen und wachsen, die sind, die die Menschen, die dort leben, am meisten für ihre Gesundheit benötigen…

Hinweis:
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Eine Antwort auf Frühlingserwachen – alles grünt und auch Unkräuter wie Giersch, Vogelmiere, Brennessel & Co

  1. Gelenkgesund sagt:

    Dass Giersch gegen Rheuma und Arthritis hilft, ahnte ich 1994 noch nicht. Und mein Rheumatologe, der es wohl nicht besser wusste, meinte, dass nur mit aggressiver Medikation eine ansatzweise Verzögerung des bei mir prognostizierten progredienten Verlaufs möglich sei. Von einer heilsamen Wirkung von Heilkräutern erwähnte er nie etwas. Die bei der aggressiven Medikation zu gewärtigenden Nebenwirkungen – bei dennoch sich voraussehbar verschlechterndem Allgemeinzustand – ließen mich nach Alternativen suchen. Schließlich entwickelte ich, u.a. auf die heilende Wirkung der Imagination, wie auch auf die Selbstheilungskräfte meines Körpers vertrauend, mein eigenes Heilverfahren, das aus – im Nachhinein betrachtet – doch verblüffend einfachen Übungen bestand. Meine Schmerzen ließen fast unverzüglich nach, auch mein Allgemeinzustand besserte sich zusehends und seit über zehn Jahren gelte ich als geheilt. Ich rate daher allen, die mit rheumatoiden Anfangssymptomen kämpfen, immer, sich umfassender zu informieren, statt einfach nur ihr Krankenkassen-Kärtchen abzugeben und nicht weiter nachzudenken.

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